Injustice 2 – im Test (PS4)

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27 Kämpfer und 12 mehrstufige Arenen mit interaktiven Objekten finden sich in Injustice 2 – ein umfangreicher DLC-Plan verspricht weitere Kämpfer und leere Geldbeutel bis zur obligatorischen Komplett-Edition 2018.

Neben Einzelkampf-, Trainings-, Tutorial- und Versus-Modi gibt es einen rund sechsstündigen Story-Modus, der die finstere Geschichte des Vorgängers fortführt. Batman und Superman sind sich immer noch uneinig, ob man ein Leben nehmen darf, um viele zu bewahren. Dieses moralische ­Dilemma spaltet den übrigen Kader, so kommt es dauernd zu Schlägereien, während Weltensammler Brainiac nichts weniger als die Zerstörung der Erde im Sinn hat. Neu an der unterhaltsamen, aber konventionellen ­Story sind Verzweigungen, bei ­denen Ihr entscheidet, mit wem Ihr den nächsten Kampf austragt. Mit Abschluss aller 76 Kämpfe schaltet Ihr Brainiac frei, Vorbesteller bekommen Finsterling Darkseid.

Im KI-Kampfsimulator erstellt Ihr Teams und fordert andere Spieler heraus, um Belohnungen zu erhalten. Wie in Mortal ­Kombat X schließt Ihr Euch einer Gilde an, um gemeinsam weitere zu erspielen. Auch für gewonnene Kämpfe gibt es welche, für das Erfüllen täglicher Herausforderungen ebenfalls. Im neuen Multi­versum-Modus, in dem Ihr vielfältige Events meistert, schließlich auch.

Belohnungen gewährt ­die Prügelei in Form von Spielgeld und Ausrüstung sowie Motherbox-Kisten, in denen sich beides befinden kann. Das Konzept ist zweischneidig: Es wirkt freilich reizvoll, durchs Freischalten von Rüstteilen, Waffen und Farbpaletten Euren Lieblingskämpfer zu individualisieren. Allerdings haben viele Objekte in Rollenspiel-Manier Werte, die den Kämpfer nicht nur kosmetisch verändern. Er wird stärker, hat mehr Lebens­energie oder nimmt womöglich 3,67% weniger Schaden bei Würfen. Weil das schwierig auszubalancieren ist, lässt sich das Feature in den Multiplayer-Modi auch deaktivieren, für Solisten ist es aber motivierend. Auf der anderen Seite schmeckt das Konzept schal: Kauft endlos Motherboxen, um irgendwann das begehrte Loot-Stück zu ergattern oder investiert Echtgeld – Letzteres aber nur für kosmetische Gimmicks.

Drei Knöpfe stehen für leichte, mittlere und harte Attacken, ein vierter ist für charakterspezifische Fähigkeiten reserviert, die originelle und taktische Finessen bieten. Die unterteilte ­Superleiste füllt sich durch Attacken und Schaden und lässt sich in Konter, stärkere Special Moves oder einen mehrsekündigen Super Move investieren. Alternativ nutzt Ihr sie als Wetteinsatz, um verlorene Energie zurückzugewinnen oder Extraschaden anzurichten. Special Moves lassen sich wie in Mortal Kombat X simpel ausführen, die wichtigen Juggle Combos sind schwieriger; leider haben die Kämpfer nicht mehrere wählbare Kampfstile. Dass sie sich trotz ähnlich auszuführender Attacken recht unterschiedlich spielen, ist für Einsteiger wie Fortge­schrittene erfreulich.

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