John Carpenter’s Toxic Commando – im Test (Xbox Series X)

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Der Tech-Konzern Obsidian hat ein bisschen zu viel im Erdkern rumgebohrt und im Jahr 2033 versehentlich den höllisch fiesen Sludge-Gott geweckt, der nun alles und jeden in hirnlose Zombies verwandelt. Um den kleinen Fauxpas zu korrigieren, wird ein vierköpfiges Söldnerteam angeheuert und mitten ins Chaos geschickt. Dabei dürfen wir eine von vier Quasselstrippen wählen und jeweils eine Klasse festlegen: Als Strike teilen wir mächtig Schaden aus, der Operator hantiert mit Drohnen und anderem Technikkram, während der Defender als Tank mit defensiven Fähigkeiten fungiert und sich der Medic um das werte Wohlbefinden der Truppe kümmert. Gesammelte Erfahrungspunkte stecken wir umgehend in die überraschend breit gefächerten Talentbäume: Pro Spielstil finden sich 30 unterschiedliche Perks, die spezifische Grundfertigkeiten verbessern oder klassische Funktionen wie Ausdauer, Nachladegeschwindigkeit oder Munitionskapazität erhöhen. Und das ist auch dringend nötig, denn das Spiel fordert mehr, als es zunächst den Anschein macht. Die Entwickler von Saber Interactive lassen es sich nämlich nicht nehmen und verwursten die DNS von World War Z, SnowRunner und ­Warhammer 40,000: Space Marine 2 zu einem riesigen, blutigen Team-Eintopf, der jede Menge Spaß macht.

Auf neun meist weitläufigen Karten stürzen wir uns mit bis zu drei Mitspielern ins Getümmel. Für Schüchterne, Misanthropen oder diejenigen, die einfach unter sich sein möchten, stehen aber auch KI-Kumpane und private Spiele bereit. Ausgestattet mit einer von 16 Hauptwaffen werden wir von der Leine gelassen und pflügen durch die Meute an verschiedenen Untoten. Ob Normalo-Zombie, müffelnder Untoter im Strahlenschutzanzug, Nuke mit explosiver Mutation auf dem Rücken oder garstiger Slob – jede Sorte lernt schnell unsere Schrotflinten, Sturmgewehre oder auch Spezialwaffen kennen. Allzu aufdringliche Gegner zerlegen wir im Nahkampf mit altbekannten Instrumenten wie etwa Macheten und Brecheisen oder verwandeln sie mit unserem Fahrzeug zu einer breiigen Masse aus Gammelfleisch und Blut. Die Vehikel sehen dabei nicht nur hübsch aus, sondern sind in den großen Arealen essenziell, um schnell von A nach B und somit auch an benötigte Ressourcen, Ausrüstung und Missionspunkte zu kommen. Was wir wann tun, bleibt dabei fast gänzlich uns überlassen – so fühlt man trotz halb-offener Missionsstruktur immer ausreichend spielerische Freiheit.

Da Lärm und Feuer aber weitere Untote anlocken, sind wir gut beraten, immer in Laufweite der anderen Söldner zu bleiben. Ähnlich wie in Overkill’s The Walking Dead spielt der gewählte Schwierigkeitsgrad eine enorme Rolle. Den Vergleich mit Left 4 Dead muss sich John Carpenter’s ­Toxic Commando hingegen nicht gefallen lassen, denn an Dynamik und Abwechslung mangelt es hier deutlich weniger.

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