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Aber wen bekämpfen die stylischen und unbarmherzigen Schwerverbrecher? Das bleibt ein tückisches Geheimnis, denn jeder scheint seine dreckigen Finger im Spiel zu haben. Terroristen können es nicht sein, weil die ‘Weltorganisation’ die Brut des Bösen ausrottete. Doch die jetzige Bedrohung ist weitaus gefährlicher: Der gottgleiche Kun Lan verbündet sich mit korrupten Politikern und den lachenden, engelhaften Dämonen ‘Heaven Smiles’. Die für gewöhnliche Menschen unsichtbaren Kreaturen stellen die größte Gefahr für Euch dar: Spätestens wenn ein markerschütterndes Gelächter ertönt, solltet Ihr die Gegend nach den hässlichen Fratzen scannen. Nach einigen Feuersalven sterben die Missgeburten des Himmels (oder Ausgeburten der Hölle) in einer gewaltigen, roten Blutfontäne – dank unendlich Munition macht Ihr Euch selbst bei Fehlschüssen keine Sorgen. Noch effizienter entledigt Ihr Euch der garstigen Brut, indem Ihr deren gelb markierte Schwachstelle trefft. Der ‘One-Hit’-Kill spendiert reichlich Blut. In einem Labor nutzt Ihr das Lebenselixier zum Aufleveln Eurer Charaktere: Verbessert etwa Zielgenauigkeit, Schnelligkeit des Nachladens und Durchschlagskraft Eurer Wumme. Nebenbei füllt Ihr mit dem Blut auch Reagenzgläser, die Ihr zur eigenen Energieauffrischung oder zum Einsetzen von Special-Attacken nutzt.
Doch in Killer 7 ermordet Ihr nicht nur haufenweise böse Jungs, sondern löst etliche, Capcom-typische Rätsel: Mit verschiedenen Ringen verändert Ihr die Zeit, zündet ein Feuer, lasst Ballone fliegen oder trocknet einen Pool aus. Ab und an sammelt Ihr auch Endgegner-Statuen oder wettet in einem Pferderennen. Sobald eine Spezialfähigkeit eines Helden (den Ihr ständig wechseln könnt) zum Zuge kommt, ertönt überdies ein schräger Ton – handelt bewusst. Wer trotzdem bei den teils absurden Denkaufgaben nicht weiterkommt, holt sich Hilfe von Verblichenen (beim leichteren Schwierigkeitsgrad geben sie nützliche Tipps). Auch die Steuerung der bewusstseinserweiternden Anime-Blutoper geht neue Wege. Via Knopfdruck lauft Ihr wie auf Schienen und an Abzweigungen wählt Ihr mit dem Stick die nächste Richtungsänderung.
Auch die Cel-Shading-Optik sucht trotz Ähnlichkeiten mit Segas Jet Set Radio seinesgleichen. Denn wer hätte gedacht, dass ein Comic-Look derartig blutig und brutal ausfällt? Die Zwischensequenzen wechseln zudem mehrfach den Stil und die schräge Musik unterstützt die wirre Atmosphäre ideal.























Killer 7 war ursprünglich als Gamecube exklusiv gedacht. Doch wegen niedrigen Erfolge, kam es gleichzeitig für die Playstation 2.
Grad die Steuerung war für Sony’s Besitzer überfordert. Wer die Wahl hat, greift zur Nintendo’s wunder Würfel.
Killer 7 setzt in mir eine Kunst Erlebnis wie kein 2. Mal. Somit wurde mir das Interesse für interaktive Kunst Unterhaltung erweitert.
War damals seiner Zeit voraus. Ich war damals auch noch nicht bereit dafür und hatte etwas komplett anderes erwartet. Heute sehe ich diesen “Exoten” doch mit anderen Augen.
Warum die PS2 hinterher hinkte? Zumindest nach der Meinung eines Redakteurs bei euch… na weil der Gamecube leistungsfähiger war und ist ^^