
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Ach, Team Bondi: Die Gesichter Eurer virtuellen Akteure sind wirklich toll gelungen. Und dass Ihr die möglichst vielen Leuten zeigen wollt, verstehe ich auch. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass L.A. Noire ein traditionelleres, fordernderes Spiel wäre, denn ein interaktiver Roman für jedermann. Das heißt nicht, dass der Ausflug in die 1940er-Jahre misslungen ist, ganz im Gegenteil: Die stilsichere Inszenierung macht viel her und der Ansatz, mehr auf Detektivarbeit denn auf die übliche Open-World-Action zu setzen, sorgt für ein frisches Lüftchen im sonst eher bleihaltigen Genre. Dass aber z.B. die Hinweissuche kaum mehr ist als “Such das Detail”-Szenarien abzuklappern (was ohne die Hinweisfunktionen ziemlich ermüdend wäre), finde ich etwas ernüchternd. Auch die Verhöre entpuppen sich als spielerisch simpel gestrickt, was die feinen Animationen nicht gänzlich übertünchen können. Und warum ist ausgerechnet der Protagonist so ein Langweiler? Doch trotz all dieser Mäkeleien hat mich L.A. Noire bis zum Ende gut unterhalten – an Rockstar-Legenden wie Red Dead Redemption kommt es aber nicht heran.
Tobias Kujawa meint: L.A. Noire zeigt ähnlich wie Heavy Rain, dass man eine filmische Handlung sehr wohl interaktiv gestalten kann. Es macht Spaß, selbstständig zu kombinieren, Gegenstände nach verräterischen Hinweisen zu untersuchen und Verdächtige in die Mangel zu nehmen. Gleichzeitig ist mir das System aber noch zu limitiert. Warum kann ich zum Beispiel den Gerichtsmediziner nur dann nach Hinweisen fragen, wenn es das Spiel vorgibt? Bei vielen Entscheidungen hätten mir Blut- und Haaranalysen außer der Reihe bei Ermittlungen geholfen. Außerdem lassen sich die drei Gesprächsmöglichkeiten “Wahrheit”, “Lüge” und “Zweifel” nicht immer eindeutig zuordnen. Wenn ein Angeklagter beim Verhör resigniert, mit “Sie würden mir ja doch nicht glauben” auf einen Vorwurf reagiert, dann bewege ich ihn mit welcher Option dazu, weiterzusprechen? Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Freiheit. Ansonsten gefällt mir diese neue Art von Adventure durch die griffigen Interaktionsmöglichkeiten nämlich besser als traditionelle “kombiniere Kettensäge mit Benzin”-Rätsel.
Michael Pfeilschifter meint: Cole Phelps, eigentlich hast Du mich ja famos unterhalten. Deinen Arbeitsalltag zu verfolgen war spannend, die einzelnen Fälle wendungsreich. Auch die ausgiebigen Fahrten ließen bei mir authentisches 40s-Feeling aufkommen. Ein paar Kleinigkeiten an Dir stören mich aber doch: So schön Dein feines Gesicht zur Geltung kommt, so aufgesetzt wirkt Dein Kopf in Kombination mit dem Körper im laufenden Spiel – Deinen Mitbürgern geht es oft genauso. Auch die Schießereien, durch die wir beide uns gekämpft haben, waren eher holprig als geschmeidig und fordernd. Gerade am Deckungssystem solltest Du noch feilen. So gut wir stellenweise miteinander auch auskamen, richtig warm bin ich mit Dir nicht geworden. Denn trotz der spannenden Hintergrundgeschichte bist Du von der Ausstrahlung eines John Marston weit entfernt. Nichtsdestoweniger werde ich Dich noch öfter in L.A. besuchen, um der guten Zeiten Willen.









Guter Test 😀
noch ungespielt da, für 3€ gebraucht gekauft. irgendwann…
Habe es mir neulich für 20,- in der Complete Edition geholt. Werde es am WE gleich mal einlegen. Genial, Cole Phelps und der Barkeeper werden von Darstellern aus “”Mad Men””, einer meiner Lieblingsserien, gemimt! Zudem mag ich Szenarien in den 1940er bis 1960ern sehr gern und gerade in Spielen ist das noch sehr unverbraucht. Ich freu mich drauf! 🙂
Also warum speziell innovativ ambitionierte Titel zwangsweise über den grünen Klee gelobt werden müssen, leuchtet mir nicht ein. Für die wirklich sensationelle Idee eines Detektiv Spiels im Noire Stil verdient das Spiel ím Bereich der 95 %.Aber……….bei der Umsetzung hapert es dann doch gewaltig. Zum einen ist die Grafik recht ordentlich für ein OW Titel, aber warum musste es OW sein. EIn völlig unnötiges und aufgesetztes Feature (siehe Mafia 2).An der Abwechslung ebenso. Mich erinnert es mich von daher ein wenig an Assasin’s Creed 1, das zwar von der Idee, der Grafik und dem Gameplay super war, aber man spätestens nach einigen Spielstunden merkte, dass man immer das selbe machen musste.Zumal die Fälle in LAN nicht sehr anspruchsvoll sind. Man rennt von Tatort zu Tatort und wartet bis der Controller wackelt. Uiuiuihhh. Hmmmm….wie hätte man es besser machen können? Keine Ahnung. Aber ich bin auch kein Spielentwickler!!!Wie im Test oben schon erwähnt, wurde in den Trailern das Hauptaugenmerk auf die realistische Mimik gelegt, was man auch am Umfang des Spielmaterials (Xbox360 = 3 Discs!!!!) erkennen kann. Hier wurde anscheinend ein Spiel drumrumgezimmert!!! Ja ich weiß…eine etwas zu harsche Kritik, da es abgesehen von den zuvor genannten Kritikpunkten äußerst stimmungsvoll daherkommt.Ich denke, dass LAN mit seine 82 P. noch äußerst gut weggekommen ist.
Also ich finde die Werung eher noch zu hoch.Die Mimik in den Dialogen und die 40er Jahre Athmo sind ein Highlight, spielerisch ist das Ganze aber ziemlich unausgegoren. Fast alle Actionsequenzen spielen sich mehr als hakelig, die Beweissuche ist auf Dauer ermüdend und die Dialoge verlaufen teilweise total unvorhesehbar, das ist öfters regelrecht frustrierend.Absolut unverzeihbar ist aber daß die Story dermaßen holprig erzählt wird. +++Spoiler+++Die Affaire mit Elsa z.B. kommt aus heiterem Himmel und erst dann bekommt man eigentlich mit daß Cole eine Familie hat, bei der man die Frau dann in genau einer Zwischensequenz sieht.Oder das gesamte Morddezernat: Da war jeder Fall wie der vorherige, jedesmal wußte man daß man den Falschen hat, egal wie man sich entscheidet (komischerweise hängt die Bewertung dann aber trotzdem davon ab welchen Unschuldigen man als Täter auswählt). Frustrierender und nerviger gehts kaum.Sitte war dann cooler, endet dann aber schon nach 3 Fällen total unlogisch. Okay, Versicherungsbetrug war dann ziemlich gut und das Ende ist auch nicht übel, trotzdem wäre das Spiel besser gewesen wenn es insgesamt etwas kompakter und kürzer und dafür besser ausgearbeitet wäre.
ich denke nicht…warum auch! das spiel macht seine sache gut. ich hab sogar eher ne antipathie gegen rockstar. das prollo image des konzerns geht mir eher aufm sack als das ich es cool finde. von daher hab ich eher ne anti-brille auf. die produkte sind aber über viele zweifel erhaben….dazu gehört auch la noire! bully fand ich übrigens auch hammermäßig gut, da es ebenfalls einfach originell war!
Ich glaube, dass einige hier noch die rosarote Rockstar-Brille aufhaben. Wenn das Spiel von einem unbekannten Entwickler käme, wäre das Verständnis für die vergleichsweise niedrige Wertung größer.
@moshschockerklar, red dead sieht wunderschön aus aber eine landschaft zu gestalten mit seinen verhältnismäßig großen details ist eben nicht mit dem komplexen bild einer großstadt zu vergleichen. allein wie liebevoll die schaufenster gestaltet wurden…ab
ich muss meinem vorredner schon irgendwie recht geben.ich finde es mutig ein solches game überhaupt zu veröffentlichen. die kritikpunkte sehe ich auch, aber ich denke dass das spiel es besser macht als das eine 82er wertung gerechtfertigt wäre. wann hat man sowas denn schonmal gezockt? der held könnte mehr character vertragen. die grafik ist gut, aber nicht weltbewegend, aber die atmosphäre ist einzigartig und kommt wirklich genial, was die oben genannten kritikpunkte locker aufwischt meiner meinung.klar kann es mehr abwechslung geben, aber hey…es ist ein detektiv-spiel…warum sollte man zwischendurch also mehr und mehr machen sollen? ich jedenfalls finde es in ordnung. ich finde 82 nun nicht schlimm, jedoch finde ich das man für den originellen wert des titels ruhig ein paar prozentchen mehr hätte springen lassen können! ich denke 87% wäre eine tolle wertung gewesen oder? ;)””Beweisfindung auf Dauer etwas abwechslungsarm””wie gesagt…es ist ein detektivspiel….wie wollt ihr es anders haben? ich denke da sind viele games der heutigen generation abwechslungsarm findet ihr nicht?@doe:also ich denke schon dass RDR besser aussieht..auch heute noch. und das ist ja schließlich auch ein open world titel. nebenbei bemerkt für mich das beste stück software von rockstar….
ganz einfach, weil die kritikpunkte jammern auf hohem niveau sind. auf der haben seite stehen so viel mehr punkte, die dieses teil herausragend machen. storytelling, atmosphäre, inszenierung und präsentation suchen hier wieder mal ihres gleichen. in der form freue ich mich auch auf die neue alice…und da graust es mir ebenfalls schon vor der bewertung.
Und warum würdest du jetzt eine bessere Wertung geben, wenn die Kritik doch berechtigt ist?
also, da ich das sahnestück mittlerweile (samt der 2 extra fälle) abgeschlossen habe, muß ich meinen unmut nochmal an dieser stelle äußern. ich gebe zu, dass die kritikpunkte an sich schon berechtigt sind aber trotz aller objektivität bleibt die wertung eine kleine schande. vor allem 7 von 10 bei der grafik…bitte?? nennt mir ein anderes spiel das im open world bereich derart detailverliebt ist. steuerungstechnisch denke ich auch, dass endlich mal etwas motorischer feinschliff betrieben werden müßte im hause rockstar aber auch das rechtfertigt es nicht.
@tobias:ok, ich nehm alles zurück!
Ich kann der Bewertung nur zustimmen. Bin mittlerweile bei Fall 17 und des Spielprinzips so müde, dass ich nicht weiß, wann ich mich zu den letzten vier fällen motivieren kann. Seit Fall 9 gehe ich nach dem Prinzip vor: Ein Fall pro Abend.Sollte aber widererwartend zu später Stunde doch noch jemand zum Top Spin 4 zocken online sein, werde ich das immer vorziehen 😉
stimmt, deswegen steht da ja “”die ersten DER”” und nicht “”die ersten 21″”.
[quote]Die ersten der 21 Fälle in L.A. Noire verbringt Ihr im uniformierten Streifendienst, der Euch mit den Grundkonzepten bekannt macht.[/quote]ähm, hat das gesamte spiel nicht ca. 21 fälle?
Ich hatte viel spass mit dem Spiel die Ideen und Ansätze sind wirklich Klasse. 82% sind perfekt bewertet.
meinen geschmack hat es getroffen hatte viel spaß mit l.a. noir.
Ich finde es auch nett. Würde gerne mehr Interaktions-Möglichkeiten haben. Z.B. steht an jeder Ecke ein Hot-Dog-Stand… warum kann ich nicht einfach mal ein Würstchen kaufen…Außerdem find ich die Charaktere SEHR Stereotyp.Da komm ich gestern zu einem Familienvater, teile ihm vor den Augen seiner Kinder mit, dass seine Frau erwürgt wurde, nur um ihn im nächsten Moment anzubrüllen: “”Geben Sie zu, sie waren es, denn sie hatten Zugang zu einem Stück Schnur!””
So schlecht ist das Spiel gar nicht, ich jedenfalls habe sehr viel Spass damit.Diese nicht ganz so offene Welt hat mir in Mafia 2 schon besser gefallen, als in den GTA Teilen, da ich mich dort immer sehr schnell in der Welt verliere und dadurch die Lust am Spiel verliere.Der Detailgrad ist doch sehr hoch für ein Konsolenspiel, Pop Ups und viele schlechte Texturen sehen dafür eher nicht so schön aus, die Next Gen wird eben alt.Ich hatte letztes WE über 12 Stunden Spass als Ermittler in den 40ern, so viel Spielzeit bieten mir andere neue Games nicht, die sind ja nach noch nicht einmal der Hälfte der Zeit schon wieder vorbei, hier bin ich jetzt erst bei Disk 2 von drei angelangt.Ich werde bestimmt noch viele Stunden Spass an dem Krimi haben 😉