Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer – im Test (DS)

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Bevor in Kürze die nächsten ’großen’ Pokémon-Abenteuer locken , dürfen sich Fans der knuffigen Monster mit Fingerübungen vergnügen: Denn bei Lernen mit Pokémon geht es nicht wie üblich mit Steuerkreuz und Aktionstasten auf die Jagd, sondern mithilfe einer Mini-Tastatur. Die liegt dem Spiel bei, lässt sich per Bluetooth mit Eurem Handheld verknüpfen und ist gut zu bedienen. Im Abenteuer selbst geht Ihr mit Eurer jungen Kollegin Lea Taste in verschiedenen Umgebungen auf die Suche nach Pokémon: Hüpft oder fliegt eins auf Euch zu, wird dessen Name eingeblendet, den Ihr dann flott einhacken müsst – anfangs reicht noch das erste Zeichen, später soll es die komplette Bezeichnung sein. Hin und wieder stoßt Ihr auf kleine Hindernisse, die in der Regel mit einem Tastendruck weggeräumt werden. Auch bei den seltenen Boss-Pokémon müsst Ihr auf diese Art gelegentlich Abwehrmechanismen überwinden.

Das geht flott von der Hand, ist aber nur begrenzt abwechslungsreich, zumal Ihr das Ende der Geschichte nach gut einer Stunde erreicht. Dann habt Ihr allerdings nur etwa die Hälfte der 400 Pokémon entdeckt: Unerforschte Nebengebiete und das Erreichen höherer Punktzahlen (wofür genaue Namenskenntnisse zwingend notwendig sind) sorgen für weitere Motivation, so Ihr Interesse an der Materie habt. Aber für wen sonst sollte ein solches Spiel auch gemacht sein?

Ulrich Steppberger meint: Während Segas Typing of the Dead auf Dreamcast noch eine Europa-Veröffentlichung versagt blieb, wagt Nintendo das Tastatur-Experiment. Das hat durchaus Charme auch für ’Gelegenheitsfans’, nutzt aber bei Weitem nicht sein Potenzial: Denn vom Lern-Versprechen des Titels ist nicht viel zu sehen, die wenigen zusätzlichen Übungen können einen echten Schreibmaschinen-Kurs nicht im Ansatz ersetzen. Schade auch, dass die knuffigen Viecher nur als Schablonen herumhüpfen und keine Animationen spendiert bekamen. Spaß macht es trotzdem für eine kurze Weile – und wer weiß, vielleicht können wir die Tastatur irgendwann auch noch für mehr Dinge verwenden.

  • über 400 Pokémon zu fangen
  • zur Not auch ohne Tastatur nutzbar
  • keine echten Lernübungen dabei
  • unkomplizierter Ablauf

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Singleplayer63
Multiplayer
Grafik
Sound