Lucky Tower Ultimate – im Test (Switch)

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Nach dem düsteren wie ungewöhnlichen Tamagotchi-Abenteuer The Longing (85% in M! 06/21) präsentiert sich Studio Seufz auch mit seinem neuen Slapstick-­Roguelike ambitioniert.

Ihr schlüpft in die Rolle des ­ulkigen Ritters Von Wanst. Der setzt zum Start zur harmlosen Pinkelpause in einer Taverne an und findet sich wenig später auf magische Weise in einem schaurigen Turm wieder. Aus diesem müsst Ihr fliehen, aber das ist leichter gesagt als getan. Hier will Euch so ziemlich alles an den Kragen – von den Bewohnern bis zur Einrichtung. Ihr greift also zu allem, was Euch zwischen die Pranken kommt, um lästige Kobolde, Zauberer und andere Schergen auf Eurem Weg zu bekämpfen und fiese Fallen zu umgehen. Eine unglückliche Begegnung oder ein unaufmerksamer Moment kann dabei ausreichen, um Von Wanst aus den Latschen zu hauen. Dann startet Ihr genre­typisch von vorn, bis auf das Unterhöschen Eurer Errungen­schaften beraubt.

Das kann eingangs frustrieren, weil hinter so ziemlich jeder Tür neue, undurchsichtige Gefahren lauern und die fummelige und träge Steuerung erst mal verinner­licht werden will. Habt Ihr Euch eingearbeitet, entfaltet Lucky Tower einen einzigartigen Sog. Sämtliche skurrilen Situationen können auf vielfältige und oft kreative Art bewältigt werden. Wir kämpfen nicht nur, wir stellen selbst Fallen, nutzen die Leichen unserer Feinde als Köder oder bedienen uns an Bananenschalen und Wunderlampen, die genau das tun, was Ihr gerade denkt. Dabei beeindruckt die Komplexität, mit der manch erbeuteter Gegenstand zweckentfremdet werden kann. Über die wenig aufwendige Optik und den überbordenden Slapstick-Einschlag lässt sich hingegen streiten.

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