
Meinung
Robert Bannert meint: Zwar komme ich nicht umhin, den Majin mit den genialen Videos von Last Guardian zu vergleichen (die mich schon nach wenigen Sekunden zu Tränen gerührt haben) – aber Namco-Bandais monströser Kumpel besitzt genug eigenen Charme, um weit mehr zu sein als ein Lückenbüßer, der uns das Warten auf Fumito Uedas Vogel-Viech verkürzt. Der gemütliche Majin vereint auf einmalige Weise Merkmale von Studio Ghibli mit Stilelementen aus den Henson Studios und wirkt wie ein kuschliger Japano-Muppet-Zwitter. Die knackigen Rätsel sind wegen einiger unfairer Geschicklichkeitseinlagen manchmal extrem frustig geraten. Doch glücklicherweise ist der übergroße Kumpel so handzahm und folgsam, dass wir die meisten Problemstellen dennoch zügig in den Griff bekommen. Hinzu kommt die gleiche märchenhafte Stimmung, die schon Folklore vom selben Entwickler-Team auszeichnete, und dabei hilft, die zahlreichen Verfehlungen bei der Steuerung auszugleichen. Majin and the Forsaken Kingdom ist anspruchsvoll und intelligent, doch vor allem eins – unglaublich sympathisch.
Bherang Ghassemi meint: Ich hatte große Hoffnungen für Majin – vielleicht etwas zu große. Grafik und Präsentation hauen nicht um, der Sound fällt wenig auf, die deutsche Synchronisation nervt teilweise. Zudem ist das Forsaken Kingdom sehr nach dem ’Gang-Raum-Gang-Raum‘-Prinzip aufgebaut. Unterm Strich finde ich Majin trotzdem äußerst gelungen: Die Kämpfe werden dank des großartigen Zusammenspiels zwischen Dieb und Riesen nicht langweilig, die Rätsel sind herausfordernd und abwechslungsreich. Aber vor allem die stetig wachsende Beziehung zwischen dem Helden-Gespann macht das Abenteuer zu einem besonderen Erlebnis.










