Majin and the Forsaken Kingdom – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Screenshot von Majin and the Forsaken Kingdom
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Meinung

Robert Bannert meint: Zwar komme ich nicht umhin, den Majin mit den genialen Videos von Last Guardian zu vergleichen (die mich schon nach wenigen Sekunden zu Tränen gerührt haben) – aber Namco-Bandais monströser Kumpel besitzt genug eigenen Charme, um weit mehr zu sein als ein Lückenbüßer, der uns das Warten auf Fumito Uedas Vogel-Viech verkürzt. Der gemütliche Majin vereint auf einmalige Weise Merkmale von Studio Ghibli mit Stil­elementen aus den Henson Studios und wirkt wie ein kuschliger Japano-Muppet-Zwitter. Die knackigen Rätsel sind wegen einiger unfairer Geschicklichkeitseinlagen manchmal extrem frustig geraten. Doch glücklicherweise ist der übergroße Kumpel so handzahm und folgsam, dass wir die meis­ten Problemstellen dennoch zügig in den Griff bekommen. Hinzu kommt die gleiche märchenhafte Stimmung, die schon Folklore vom selben Entwickler-Team auszeichnete, und dabei hilft, die zahlreichen Verfehlungen bei der Steuerung auszugleichen. Majin and the Forsaken Kingdom ist anspruchsvoll und intelligent, doch vor allem eins – unglaublich sympathisch.

Bherang Ghassemi meint: Ich hatte große Hoffnungen für Majin – vielleicht etwas zu große. Grafik und Präsentation hauen nicht um, der Sound fällt wenig auf, die deutsche Synchronisation nervt teilweise. Zudem ist das Forsaken Kingdom sehr nach dem ’Gang-Raum-Gang-Raum‘-Prinzip aufgebaut. Unterm Strich finde ich Majin trotzdem äußerst gelungen: Die Kämpfe werden dank des großartigen Zusammenspiels zwischen Dieb und Riesen nicht langweilig, die Rätsel sind herausfordernd und abwechslungsreich. Aber vor allem die stetig wachsende Beziehung zwischen dem Helden-Gespann macht das Abenteuer zu einem besonderen Erlebnis.

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