Mario & Luigi: Brothership – im Test (Switch)

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Dazu kommen natürlich ganz klassische RPG-Aktivitäten. Die verschiedenen Inseln von ­Konektania wimmeln nur so vor unterschiedlichsten Gegnern. Mit einem flotten Sprung oder einem saftigen Hammerschwinger ­verschafft Ihr Euch für den rundenbasierten Kampf die Initiative und verpasst den Feinden direkt schon mal ein paar erste Treffer. Den Rest erledigt Ihr per Menü: Ihr entscheidet, wie Ihr angreift und seid dann auch für die korrekte Durchführung zuständig, denn allein im Teamwork richtet Ihr beim Feind nennenswerten Schaden an. Nur wenn Ihr mit dem richtigen Timing die entsprechenden Knöpfe drückt, agieren Mario und Luigi im Einklang. ­Timing ist auch gefragt, wenn der Feind angreift: Wer zum richtigen Zeitpunkt springt, der vermeidet nicht nur Schaden, sondern kann vielleicht sogar einen Konter­treffer landen!

So weit, so vertraut. Was hier aber tatsächlich komplett neu ist, das ist die Technik hinter dem Switch-Abenteuer des Brüderpaars. Waren frühere Episoden für ihre tolle Pixel-Kunst und ihre fantastisch animierten Sprites bekannt, kommt der neue Teil jetzt in 3D daher – unter der Motorhaube läuft überraschenderweise die Unreal Engine. Die Protagonisten sind dabei im Cel-Shading-Stil gehalten und wirken enorm elas­tisch und lebendig. Tatsächlich ist es Acquire gelungen, die dynamischen 2D-Animationen älterer Teile in die dritte Dimension zu übertragen. Auch die Szenarien selbst sind detailliert und farbenfroh, vor allem die Wasser-Darstellung kann sich sehen lassen. Doch Detailreichtum und verwendete Engine haben auf der Switch ihren Preis: Die Auflösung ist eher überschaubar, was gerade im TV-Modus ein relativ unscharfes Bild liefert. Schwerer wiegt aber das durchwachsene Frame Pacing, das stets für unsaubere Performance und leichtes Ruckeln beim Scrolling sorgt. Auch die Ladezeiten vor und vor allem nach Kämpfen dürften eine Ecke flotter sein. Das ist alles freilich kein Beinbruch, aber zu sauberer Technik würden wir eben doch nicht nein sagen.

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