Martha is Dead – im Test (Xbox Series X)

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Bereits vor der Veröffentlichung machte Martha is Dead Schlagzeilen, von Zensurmaßnahmen angesichts gemutmaßter unglaublicher Brutalität war die Rede. Doch sollten nur die Versionen für PS4 und PS5 betroffen sein. Was ist da los? Mehr dazu auf der letzten Seite!

Wie schon bei The Town of Light erzählt das italienische Studio LKA eine schaurige, sehr persönliche Geschichte aus der Toskana in den 1940ern. Giulia K. lebt mit ihrer Familie auf einem Landsitz, der Vater ist deutscher Wehrmachtsgeneral, die Mutter abweisend und Giulias Zwillingsschwester Martha taubstumm – und zu Beginn des Spiels bereits tot. Giulia nimmt Marthas Identität an und schickt sich an, den tragischen Tod ihrer Schwester aufzuklären.

Spielerischer Kern des gemächlichen Abenteuers ist die Fotografie. Mit den richtigen Linsen und Filmrollen im Gepäck macht Giulia Schnappschüsse und spürt beim Entwickeln im hauseigenen Fotostudio nützliche Hinweise auf. Ansonsten erkundet sie die Zimmer des Hauses und das angrenzende Waldgebiet bis zum See, um den sich eine Geister-Legende rankt. Hier und da noch etwas ­lesen oder sammeln, Monologe anhören und Gespräche belauschen – mehr steckt nicht wirklich drin in Martha is Dead.

Leider ist zudem die technische Umsetzung kräftig missraten. Als Standbild sind die toskanischen Zypressen auf goldlichtdurchfluteten Hügeln noch hübsch anzusehen. In Bewegung machen jedoch etliche Glitches und Bugs die Freude am Erkunden ­zunichte. Insbesondere das Fahrrad, mit dem Giulia schneller vorankäme, ist dank der hakeligen Kontrollen schlicht nicht zu gebrauchen. Zudem leidet Martha is Dead an unscharfen Texturen und eklatant instabiler Bildrate, immer wieder zuckelt das Geschehen mit gefühlten 15 Bildern pro ­Sekunde vor sich hin und stürzte auch mehrmals ab – nur wer einen TV mit VRR-Unterstützung hat, bleibt von diesen Macken zumindest ­einigermaßen verschont.

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Steffen Heller
Redakteur

Ein kleines Update von meiner Seite, da ich das Spiel heute nachgeholt habe.
Bugs, Abstürze und Ruckeleien sind auf meiner XSS ebenfalls noch Bestandteil der paar Stunden. Ist zwar alles nicht gravierend, weil man selbst und das Spiel immer wieder speichert, aber drückt bisschen auf die Atmosphäre drauf.

JonnyRocket77
I, MANIAC
JonnyRocket77

@Rudi Ratlos: Ja, die USK schneidet nichts, aber gibt doch eine Altersfreigabe an. Und wenns harter “Stoff” ist, dann gibt’s halt eine 16 oder 18. Ich sehe deswegen keinen Grund Dialoge wegzuzensieren.

@Michael Herde: Danke für die Info (hab aber kein VRR am TV).

Maverick
I, MANIAC
Maverick

The town of light war sogar nicht mal verkehrt, hatte mich eigentlich auf den quasi Nachfolger gefreut. Aber wenn ich dass lese dann lasse ich es wohl bleiben.

Muten-Roshi
Mitglied
Muten-Roshi

Danke dass du die Zensursituation erklärt hast , M.Herde !
Vorbildlich !

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

@jonnyrocket77 Die USK schneidet gar nix… ?‍♂️

JonnyRocket77
I, MANIAC
JonnyRocket77

Schade, ich mag solche Spiele eigentlich, aber das hört sich doch etwas zu mau an. Dass Sony hier die Entwickler beschneidet verstehe ich nicht. Dafür gibt’s doch die USK.

FirePhoenix
I, MANIAC
FirePhoenix

Hab ich mir schon gedacht, dass das nix taugt.