Medal of Honor: Rising Sun – im Klassik-Test (Xbox)

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Meinung

Thorsten Küchler meint: Meine persönliche Enttäuschung des Jahres: Ehedem als kommende Ego-Referenz angepriesen, kann Rising Sun letztlich in keiner Disziplin mit seinem genialen Frontline-Bruder mithalten. An vorderster Front wundern sich Serien-Veteranen über den audiovisuellen Rückschritt: Sorgt der Bombast-Soundtrack noch (trotz Fehlen von Stammkomponist Michael Giacchino) für Gänsehaut, macht sich beim Anblick der Grafik Unmut breit – matschige Texturen und eine (vor allem auf PS2) niedrige Bildrate nagen nämlich stark am Action-Spaß. Auch der Missionsablauf erreicht nur in seltensten Fällen die Klasse des Vorgängers: Furiose Massenschießereien wechseln sich hier mit uninspirierten Flak-Ballereien ab, bei denen stets dutzende von Nippon-Kriegern blindwütig aus dem Busch hüpfen. Doch es ist wahrlich nicht alles schlecht im Land der aufgehenden Sonne: Vor ­Atmosphäre fast platzende Szenarien, gemeingefährliche Kamikaze-Gegner sowie einige Spielspaß-Höhenflüge (Stichwort: Pearl Harbor) heben Electronic Arts’ Historien-Knallerei übers aktuelle Genre-Einerlei – den erhofften Volltreffer vermag ”Rising Sun” allerdings nicht zu landen.

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Heisenberg
29. Juni 2022 1:54

Ging mir auch so Max.
Und dann wars eher halbfertig. ?
Technisch auch ein Rückschritt zu Frontline.

Max Snake
25. Juni 2022 19:00

Ob es halp fertig im Markt kam?
Metal of Honor: Rising Sun wäre mein Most Wandet 2003 gewesen.