
Meinung
Sönke Siemens meint: Für mich als großen Echtzeit-Strategie-Liebhaber bleibt Minecraft Legends ein zweischneidiges Schwert: Einerseits bin ich von der Voxel-Optik, dem Weltenbau-Algorithmus und der Cross-Play-Unterstützung der Koop-Kampagne begeistert. Schaue ich mir die Wegfindung meiner Kampftruppe an, ist dagegen Kopfschütteln angesagt. Speziell beim Überqueren von Brücken oder höher gelegenen Rampen plumpsen Teile meines Gefolges immer wieder in die Tiefe und müssen dann zeitraubend zusammengesammelt werden. Aber auch die eingeschränkte Menge an taktischen Möglichkeiten im Kampf, das überschaubare Einheiten-Aufgebot sowie die begrenzten Bauoptionen bleiben Kritikpunkte – die Mojang mit weiteren Updates allerdings gezielt angehen könnte. Für eine knackige Koop- oder PvP-Runde zwischendurch trotzdem in Ordnung.
Steffen Heller meint: Schon seit dem Ur-Minecraft schnarche ich bei der Franchise ständig weg. Legends ist nämlich wie die bisherigen Spin-offs für ein jüngeres Publikum bestimmt und lässt jeden Anspruch vermissen. Aber auch junge oder wenig erfahrene Spieler verdienen eine präzisere Steuerung und ein spaßigeres Kampfsystem, bei dem ich nicht nur auf ein Knöpfchen hämmere und Einheiten spamme. Die besten Momente erlebe ich daher hauptsächlich abseits der Action, wenn ich die Welt erkunde, Brücken baue und Festungen errichte. Doch das kann ich heutzutage auch in jedem fünften Indie-Spiel erleben. Immerhin stechen hier die durchaus sehr schicken Zwischensequenzen hervor, die den Voxel-Look wahnsinnig gut in Szene setzen, wie ich es bisher noch bei keinem anderen Titel gesehen habe.








