Mortal Kombat 11 – im Test (PS4 / Xbox One)

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Über die tatsächlich beste­hende Grinding- und Loot-Box-Problematik klären wir Euch ausgiebig auf der vierten Test-Seite auf, zunächst einmal möchten wir aber klarstellen, dass Mortal Kombat 11 ein hervorragendes Prügelspiel ist. Es ist nicht nur der bisher beste Teil der Reihe, sondern im besonderen Maße ein Fest für Serienfans.

Aufwändig präsentiert und für Serienfans ein Genuss: der Story-Modus.

Beginnen wir mit dem Story-Modus: Wie schon im Vorgänger erlebt Ihr eine turbulente Geschichte mit allerlei Serien-Insidergags und Actionklamauk. Diesmal ist die Kampagne stolze sechs Stunden lang, zudem könnt Ihr in einigen Szenen entscheiden, welche von zwei Figuren Ihr im nächsten Kampf lenken wollt. Der Übergang zwischen den ­extrem langen und sehenswerten Render-Sequenzen und dem Echtzeit-Geprügel ist super gelungen, die deutsche Synchronisation sehr ordentlich (aber oft nicht ­lippensynchron) und die Story unterhaltsam. Natürlich ist nach wie vor eine Prise Trash-Flair vorhanden, aber die Zeit­reise-Thematik (alte ­Kämpfer treffen auf ihre jüngeren Ichs) unterhält formidabel – und selbst Charaktere, die diesmal (noch) nicht spielbar sind, können bekämpft werden (Sektor, Cyrax) oder tauchen zumindest in den Sequenzen auf (Shinnok, Sheeva).

Überhaupt sind wir, abseits der Story, mit dem Aufgebot zufrieden: Natürlich fallen bei ”nur” 25 spielbaren Figuren einige Lieblinge weg – doch Novizen wie der mit seiner Lampe zuschlagende Kollektor oder Sandmann Geras überzeugen ebenso wie die Teil-X-Rückkehrer Kotal Kahn oder D’Vorah. Jeder Charakter verfügt über zwei voreingestellte Varianten – im Editor könnt Ihr Euch aber Euren Wunsch-Recken konfigurieren. Ihr stellt kosmetische Details ein (etwa Kabals Maske, Scorpions Speer), wählt aus über 50 Outfit-Varianten pro Figur und legt zusätzlich Special Moves fest.

Shao Kahn macht ernst – nicht schön für Cassie Cage

Im Ring setzt Mortal Kombat 11 auf sein typisches 2D-Kampfsystem, das von Sprungkicks, Beinfegern und starken Fernatta­cken dominiert wird. Statt der X-Ray-Manöver des Vorgängers gibt es nun die starken und sehr plakativ in Szene gesetzten ”Fatal Blows” – sie stehen zur Verfügung, wenn Eure Lebensleiste fast leer ist, aber nur einmal pro Kampf. Ein starkes Feature ist das Verbessern von Special Moves: Ihr könnt Hunderte Manöver durch gut getimtes Betätigen einer Schultertaste verstärken, verbraucht dafür aber einen zweiten Energiebalken – eine kluge taktische Komponente.

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9 Kommentatoren
John SpartanMax SnakeChrisKongMax @ homeLando Letzte Kommentartoren
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John Spartan
I, MANIAC
Maniac
John Spartan

Als absoluter Casual MK Fan reicht mir der Vorgänger aus. Das Spiel kram ich alle Jubeljahre mal raus, um jemandem die absurden Fatalities zu zeigen. Ich würde mich aber nicht von den Mikrotransaktionen abschrecken lassen. Bei diesem Spiel geht es ums Gameplay und das scheint klasse zu sein. Außerdem sollte man Prügelspiele unterstützen, die eine ausgearbeitete Kampagne vorweisen können.

Max Snake
I, MANIAC
Epic MAN!AC
Max Snake

Einfach Krypta der Zeit ignorieren.

ChrisKong
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ChrisKong

Leider schalten Publisher auch bei direkter, sachlicher Kritik komplett auf Durchzug. Eine Kommunikation mit dem Konsumenten ist weder gewünscht noch gesucht. In einigen Fällen sogar verunmöglicht oder pervertiert.
Ich nehm als Beispiel gerne meinen Lieblingsverein Warner. Da reagiert man nicht auf Mails, die FB-Seite, die ja auch zum Austausch gedacht sein soll, erfährt auch keinerlei Aufmerksamkeit, usw. Und es geht in dem Fall auch nicht mal nur um Kritik, sondern auch eine simple Anfrage kann und will nicht beantwortet werden. Dann leistet man sich dauernd, wirklich dauernd einen Bock nach dem anderen. Zieht mediale Aufmerksamkeit nach sich, wird zum Teil sogar gezwungen zu handeln, aber der Lerneffekt ist gleich null. Und dabei gibts Total Quality Management nicht erst seit gestern, #toyota.
Von entsprechenden Produkten würd ich einfach die Finger lassen, namentlich zählen im Spielbereich diese ich-krieg-auf-Disc-nur-ein-Teil-der-Rest-darf-geladen-werden-Kollektionen dazu.
Und so nachvollziehbar dieser Frust auch ist, wer Metacritic als Denkzettel missbraucht, tut sich selbst auch keinen Gefallen damit. Bei den Publishern scheint davon kaum etwas anzukommen. Nichtkaufen ist immer noch das effektivste Mittel. Aber auch da, die Hohlköppe in den Teppichetagen müssen dann immer noch die richtigen Schlüsse ziehen und ja, auch das darf angezweifelt werden, s. Lernfähigkeit.

Max @ home
I, MANIAC
Profi (Level 1)
Max @ home

Der Schlagabtausch zwischen zwei politischen und gesellschaftlichen Extremen nimmt leider inzwischen nicht nur ungeahnte Ausmaße an, sondern erreicht aktuell auch wirklich regelmäßig den Spielebereich. Wenn sich beispielsweise GameSpots “Days Gone”-Testerin via Twitter u. a. darüber beschwert, dass die Freaker allesamt weiß sind, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die gegnerische Seite ins gegenüberliegende Horn bläst. Ganz gleich, wie weit hergeholt oder gar bescheuert das Ganze auch sein mag. Ich sehe das eher als tragisches Spiegelbild der aktuellen Gesellschaft.

Die “0 von 10”-Nutzer-Bewertungen aufgrund von Loot-Boxen, Online-Zwang & Co. sind genauso wenig als Teil eines ernstzunehmenden Tests zu sehen, sondern vielmehr als Mischung aus Strafe, Signal und Warnung. Als einzelner Spieler hat man ausgesprochen wenig Möglichkeiten, dem Hersteller negatives Feedback mit Nachdruck zukommen zu lassen. Also greifen einige Gamer zu Mitteln, die immerhin etwas wehtun – in der Hoffnung, dass sich langfristig etwas tun könnte. Der eigentliche Zweck der Metacritic-Nutzerbewertungen wird damit natürlich verfehlt.

Das Thema zum Sinn und Unsinn bzw. Missbrauch der Bewertungen durch Nutzer finde ich übrigens nicht uninteressant. Den “MK 11”-Test hätte ich hingegen in diesem Ausmaß davon verschont. 😛

Lando
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Lando

https://www.youtube.com/watch?v=qzfOKlIh100

Die Unterschiede sind schon deutlich – aber das war zu erwarten. MK9 lief auf der Vita ebenfalls merklich schlechter als auf der PS3; obwohl’s ein guter Port war.

D00M82
Moderator
Epic MAN!AC
D00M82

Okay das habe ich noch gar nicht gelesen. Aber da wird ein wichtiger Punkt angesprochen den ich auch schon seit Jahren an der teilweise dummen „Gamer“ Community kritisiere. Bei Schlagwörtern entgleitet Ihnen sämtlicher Hang zu Relationen und es wird völlig überzogen gehatet.

ChrisKong
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ChrisKong

Oben aus dem Text und dort wird auf Metacritic verwiesen. Wenn exemplarisch steht, dann geh ich schon davon aus, dass es ein originalgetreues Zitat ist. Aber ehrlich, so klingt es auch ziemlich, wenn man ein wenig im Netz unterwegs ist.

D00M82
Moderator
Epic MAN!AC
D00M82

Kong woher stammt denn das Zitat?

Zack1978
Mitglied
Intermediate (Level 1)
Zack1978

Mir hat der permanente Online Zwang das Spiel letztendlich versaut.
Nachdem ich mit den richtig guten Storymode durch war, tendierte der Wiederspielwert (abgesehen von ein paar 1 vs 1 Matches) gen Null.
War mein erster richtiger Fehlkauf dieses Jahr.

ChrisKong
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ChrisKong

”Social-­Justice-Warrior-Propaganda-Müll! Ich wollte Mortal Kombat zocken und keinen CNN- oder New-York-Times-Simulator. Absoluter Dreck, ich lasse mir den Kaufpreis erstatten!”

Das sagt mehr über den User als das Spiel aus. Bei Metacritic gilt das selbe wie bei Amazon, die vernünftig geschriebenen Rezensionen erkennt man eigentlich leicht, den Rest kann man ja ignorieren.

Nightrain
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Nightrain

Den “Film” habe ich mir bereits bei YT gegeben. Knappe 3h sehr gute Unterhaltung, die zwar sehr abwegig ist aber mich immer noch besser unterhalten hat, als die letzten Marvel-Filme.

Das Spiel scheint wieder solide geworden zu sein, das freut mich und wenn es denn mal komplett ist, schlage ich ggf. zu. So zerstückelt, wie es jetzt ist, brauch ich es nicht.
Schade auch, dass die Zeiten vorbei sind, da man – gerade bei Prügelspielen – es mit zu nem Kumpel nehmen konnte, um ein paar Runden zu dreschen.

Das das Thema Lootboxen und Grind ein ziemlich starkes Thema sind, merkt man auch dem Test an, auch wenn es in diesem gefühlt eher heruntergespielt wird. Eine bzw. dann zwei von vier Seiten sind dann irgendwie doch recht viel. Da wäre eine eigene Stellungnahme bzw. Thematisierung schon besser gewesen.
Ohne es gespielt zu haben, scheint es mir eher an den Vorgänger “Deadly Alliance” orientiert zu sein. Das war – leider – auch ein ziemliches Grindfest, dank der Krypta, die so ich mich erinnere, sogar Charaktere enthielt. Da variierten aber die Kosten zwischen zwei- und vier-/fünfstellig.
Die Frage ist hier jedoch, kann ich mit Echtgeld Abkürzungen dafür kaufen und sei es über den Umweg erst Coins zu kaufen und mit denen dann die einzelnen Währungen freizuschalten? Wenn ja, dann ist der Shitstorm schlicht berechtigt, zumal dann auch die hohen “Kosten” für die Krypta einen Sinn haben – zumindest für Warner Bros., die ja schon in anderen Titeln gerne solche Scheiße abgezogen haben, wie z.B. Schatten des Krieges.

Noch ein Thema, das bisher nur wenig beachtet wurde: Es gibt wieder ziemliche Vorwürfe bezüglich der Arbeitsbedigungen …

Lando
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Lando

Hm, ich stecke im Zwiespalt: Einerseits reizt mich der gute Story-Modus, auf der anderen Seite empfinde ich die Gewaltdarstellungen mittlerweile als too much. Auch, wenn das Meiste, wiederum, so überspitzt dargestellt wird, dass man es kaum noch ernst nehmen kann.

Die Version für die PS4 Pro hatte ich im Auge – da würde ich leichte technische Abstriche in Kauf nehmen (hab ja auch eine One X) fürs komfortablere Spielen mit dem für mich immer noch konkurrenzlosen Dualshock 4-Steuerkreuz.

Nipponichi
I, MANIAC
Maniac
Nipponichi

Mal abgesehen von dem Onlinekrempel, finde ich das Spiel sonst verdammt cool. Es hat, wie schon Teil IX und X eine recht coole Atmosphäre. Spielbarkeitstechnisch braucht es sich meiner Meinung nach heutzutage vor anderen großen Marken wie Tekken oder Streetfighter nicht mehr zu verstecken. Geschichtstechnisch ist es ohnehin praktisch allen anderen Prügelspielen überlegen. Ich würde sagen, das geht schon seit Deception so, hat aber seit Teil IX massiv zugenommen.

Und wenn irgendwann mal auch noch die GotY-Edition kommt, die dann alle Inhalte mitbringt, dann lohnt es sich erst richtig. Das Spiel ist besser als sein ruf, wenn man den ganzen Onlinemist mal außer Betracht läßt. Mir fehlen zwar ein paar Kämpfer wie Shang Tsung, Goro, Sheeva oder Reptile, aber das kann ja unter Umständen noch kommen.