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Ernst wird’s beim anschließenden Training – im Gegensatz zum Vorgänger fummelt Ihr nun sogar an der Gewichtsverteilung des Fahrzeugs herum und legt Typ und Federung der Reifen fest – bei den auftretenden Fliehkräften in der Steilkurve eine entscheidende Wahl. Nach einigen Proberunden startet Ihr in die gnadenlose Qualifikation: Ihr dreht nur eine einzige Runde, die Euren Startplatz im 24köpfigen Feld festlegt.
Während des Rennens stopfen sich empfindliche Gemüter die Ohren zu: Entweder Ihr schlittert, verwirrt durch peinliche 08/15-Rockklänge, der Konkurrenz ins Heck, oder Ihr lauscht dem Boxenfunk und fragwürdigen Binsenweisheiten von “EA Sports”-Veteran Bob Jenkins: Spätestens nachdem ein mehrfacher Freiluft-Überschlag trocken mit der Nennung des Führungstrios kommentiert wird, möchtet Ihr dem armen Bob eine Fielmann-Brille spendieren. Wenigstens bleibt der Vorfall der Wiederholungs-Kamera nicht verborgen – mit mehreren Geschwindigkeiten laßt Ihr die fatalen Sekunden vor dem Abflug aus diversen Ansichten Revue passieren. Zurück in die Hitze der Nonstop-Überholschlacht: Nach einigen unsanften Stoßstangen-Kontakten prüft Ihr per Knopfdruck die Beschädigung des Fahrzeugs – eiert Ihr dem Klassement hinterher, laßt Ihr die Boxencrew per Menü schuften und bringt den Kübel wieder auf Vordermann.
Die Grafik beider Versionen unterscheidet sich deutlich: Während auf dem Nintendo 64 die tristen Speedways sauber an Euch vorüberziehen, ruckelt die verschlimmbesserte 32-Bit-Routine klar stärker als im Vorjahr.
















