Meinung
Ulrich Steppberger meint: Ob Electronic Arts noch einmal ein Licht aufgeht? Im Gegensatz zu Matthias habe ich nichts gegen taghelle Schauplätze, zumal Nachtrennen schon etwas ausgelutscht sind und die Carbon-Stadt großteils wenig spektakulär gestaltet ist. Doch insgesamt kommt das Szenario stimmig rüber, gerade die düsteren Canyons sorgen für so manch Nervenkitzel. Die veränderten Rennschwerpunkte zu ”Most Wanted” machen Sinn: So finde ich die weniger penetranten Polizeijagden gut und halte den Verlust der Dragrennen für unproblematisch, schließlich gibt es genug adäquaten Ersatz dafür – zumindest auf der Xbox 360, denn die alten Konsolen werden diesmal nur mit abgespecktem Umfang beglückt. Dafür halten sich dort Bildratenprobleme in engeren Grenzen als noch letztes Jahr, während die NextGen-Hardware erneut kein flüssiges Geschehen auf den Bildschirm zaubert: Wie wäre es nächstes Mal mit etwas weniger Detailverliebheit und dafür weniger Rucklern? Fans der Need for Speed-Serie werden sich daran wohl weniger stören und bekommen auch dieses Jahr einen Straßenraser, der einiges zu bieten hat.
Matthias Schmid meint: Ich bin ein Wesen der Nacht und deshalb gefällt mir Need for Speed Carbon weit besser als die Tageslicht-Episode Most Wanted. Als besonders gelungen empfinde ich das neue ‘Autosculpt’-Tuning: Zum einen, weil Ihr so Euren Schlitten erstmals ganz nach Euren Vorlieben gestalten könnt und zum anderen, weil EA in diesem Punkt mal die eigene Kreativität bemüht hat. Ganz gönne ich den Kanadiern aber immer noch nicht, dass sie mit der Need for Speed-Serie den Erfolg feiern, der eigentich den Tuning-Raser-Pionieren von Genki (aktuell “Import Tuner Challenge) zustehen würde. Die schicken HD-Karossen und die andrenalingeschwängerten Rennen stehen für Rennspaß pur, das Fahrverhalten geriet allerdings einen Tick zu indirekt und schwerfällig.





















