
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Was für ein Richtungswechsel: Need for Speed ProStreet befährt neue Pfade, die weit weg von den auf cool und hip getrimmten Vorgängern führen. Ob’s die Stammkundschaft toll finden wird, weiß ich nicht – mir gefällt’s. Durch den gestiegenen Anspruch und die realistischeren Fahrbedingungen braucht Ihr etwas Köpfchen, um vorne zu landen; dank der unterschiedlichen Renndisziplinen ist für Abwechslung gesorgt. Dass es diesmal keine richtige Story gibt, stört mich nicht, der Grafikstil ist allerdings nicht ganz mein Ding: Etwas spartanische Umgebungen lassen sich durch die gewählten Szenarien erklären, aber wieso fällt die Farbpalette so blass aus? Dass die obligatorischen Bildratenwackler wieder mit an Bord sind (allerdings weniger nervig als z.B. bei Carbon), überrascht auch nicht wirklich. Über alle Zweifel erhaben sind dagegen die tollen Automodelle, bei denen besonders die detaillierte Schadensdarstellung hervorsticht. ProStreet ist unverbraucht, fordernd und gibt Need for Speed einen neuen Kick nicht schlecht!
Matthias Schmid meint: Eigentlich wollte ich gar keine eigene Karre aufmotzen – die ebenso umfangreichen wie coolen Tuningoptionen haben mich aber einmal mehr dazu verleitet. Hier noch ein Decal, dort ein schicker Spoiler oder fettere Felgen und am Ende das Ganze mit einer edlen Lackierung garniert – fertig ist mein Traumschlitten. Trotzdem bin ich auf der Strecke nicht traurig, wenn Crashes Beulen und dicke Kratzer hinterlassen, ein solches Schadensmodell gehört eigentlich in jede HD-Raserei. Dass ich mehr als einmal die Bande küsste, liegt am knackigen Fahrverhalten: Die Autos haben Gewicht, brechen gern mal aus und fühlen sich echt an mein Kompliment an EA Black Box. Zwar schmecken auch mir die ähnlich aussehenden und farbarmen Hintergründe nicht, dafür ist auf den Pisten richtig Abwechslung geboten: Reifenzerstörende Drift-Challenges, packende Drag-Rennen und der spaßige ‘Sector-Shootout’-Modus sorgen dafür, dass so schnell keine Langeweile aufkommt. Für mich das beste Need for Speed überhaupt…
Thomas Stuchlik meint: Licht und Schatten: Der neueste Need for Speed-Teil punktet bei mir vor allem in Sachen Fahrspaß, zeigt aber hier und da technische Schwächen. Wie Kollege Ulrich muss ich die farb- wie detailarmen Umgebungen ankreiden. AufPS2 lassen sich in ruckeligerer Grafik gar nur drei Gegner blicken. Das Fahrverhalten.überrascht dagegen Need for Speed-untypisch mit großem Simulationseinschlag: Der eigene Bolide fährt sich sehr wuchtig und reagiert etwas behäbig auf hektische Lenkmanöver. Dennoch gelingen genaue Drifts und exaktes Folgen der Ideallinie mit etwas Einarbeitung sehr gut. So sorgen gerade die Speed Challenges für Nervenkitzel bei Höchstgeschwindigkeit. Ein falsches Lenkmanöver und Ihr seht Euch neben der Strecke wieder – schlimmstenfalls mit Totalschaden.








