Pandemonium! – im Klassik-Test (PS)

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Meinung & Wertung

Robert Bannert meint: Crystal Dynamics’ Narren sind experimentierfreudiger als der Sony-Nager, Kameraführung und Effekthascherei sorgen in jedem Level für neue Überraschungen. Wer Pandemonium auf einem großen Fernseher genießt, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus: Obwohl Ihr spätestens nach zwei Stunden Achterbahnkurs und Richtungswechsel den Drehwurm habt, seid Ihr hoffnungslos im Grafikrausch. Nahezu fehlerlose Edel-Optik und interaktiver Soundtrack laden immer wieder zum Neuspielen ein – der Langzeitwert der einzelnen Abschnitte gleicht den mit 18 Levels recht knapp bemessenen Umfang aus. Auch wenn sich neuartige Elemente ähnlich rar machen wie in Crash Bandicoot, spielt sich Pandemonium ein gutes Stück flüssiger als der Konkurrent: Viel mehr kann man aus den konventionellen Hüpf-Rezepten nicht rauskochen.

Martin Gaksch meint: Ich kann es mir nicht ganz erklären, aber die Grafik übt eine ungeheure Fas­zination auf mich aus. Auch wenn mir die Kollegen ständig versichern, daß Crash Bandicoot technisch besser sei, halte ich die Pandemonium-Welt für das bisher faszinierendste 32-Bit-Ambiente. In einigen Levels läuft mir ein Schauer über den Rücken, dann bin ich von der Tiefenwirkung so beeindruckt, daß mich nur eine der atemberaubenden Kamerafahrten wieder wachrüttelt. Dabei ist der Blickwinkel fast immer intelligent gewählt und gewährt freie Sicht auf Hindernisse und Umgebung. Spielerisch beeindruckt Pandemonium mit einer intuitiven Steuerung, gezielt postierten Extras, witzigen Charakteren und einer motivierenden Story. Ein packendes, halbwegs umfangreiches und äußerst stilvolles Hüpfspiel, das traditionelle Werte mit moderner Optik trefflich kombiniert.

Schwindelerregende Narre­­teien mit dreidimensionalem Hüpf­szenario und märchenhafter Präsentation.

Singleplayer85
Multiplayer
Grafik
Sound
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MadMacs
1. November 2018 12:01

Ich habe beide Teile geliebt und ausgiebig gezockt. Die Stimmung und Grafik fand ich (damals) toll.

30. Oktober 2018 17:43

Das wäre auch so nen Kandidat für die PSone Mini gewesen wo man nichts hätte meckern können….

MontyRunner
30. Oktober 2018 17:40

Hüpfen und Staunen im grünen Nebel.

SonicFanNerd
30. Oktober 2018 16:14

Habe beide Teile für die PS1 besessen und gerne gespielt.
Pandemonium ist für mich (trotz heutiger PS1-Polygon-Aversion) auch heute noch ein passables 2,5D Jump’n’Run.

genpei tomate
30. Oktober 2018 15:57

Das mit “Fehlerlose Edeloptik” ist heute natürlich Diskussionswürdig ( hab beide Teile noch hier) aber hust! “damals” war sie zugegeben sehr gut gemacht und in der tat Außergewöhnlich, da Automaten Spiele zwar mit der imposanteren 3D Optik auftrumpften, aber Pandemonium wirklich neue Wege beschritt, die man bis dahin nicht in der Form kannte.
Crash Bandicoot, mit dem ich übrigens bis heute nie warm wurde, bot die sauberere Technik, aber das Art-Design und die Kamera Führung kann man bei den beiden gar nicht miteinander vergleichen.
Für mich blieb Pandemonium ( Teil 2 zaubert übrigens noch mehr, in jeder Hinsicht) das Aufsehen-erregen-sten, bis der Klempner in 3D rum hüpfte.

30. Oktober 2018 15:55

Auf dem Sega Saturn gespielt und ja, war schon “nice” !!! Für damalige Verhältnisse gute bis sehr gute Grafik!