Paranormasight: The Seven Mysteries of Honjo – im Test (Switch)

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Geisterklappern, ein Fuß ohne Körper, der Galgenbaum, dessen Blätter nie fallen: Das ländliche Honjo (heute ein Tokio-Stadtteil) gilt als Ort übernatürlicher Erscheinungen, die von Mund zu Mund erzählt, Ende des 19. Jahrhunderts als ”Honjo Nanafushigi” geschrieben und illustriert werden. Im Gegensatz zu westlichen Märchen haben die ”Wunder” keine Moral oder Pointe, sind vage, unheimlich und bis heute ohne Lösung – optimal für ein Krimi-Adventure! In Paranormasight ist jeder Honjo-­Geschichte ein mörderischer Fluch zugeordnet und diesem wiederum ein menschlicher Träger. Den jugendlichen Shogo erwischt es schon im Prolog: Nun muss er andere ”Curse Bearer” finden… und töten!

The World Ends With You-Designer Gen Kobayashi zeichnet gut 20 Charaktere der nostalgischen Visual Novel der Trials of Mana-Entwickler Xeen: Welcher Mensch, den man auf der Ryogoku-Brücke, im Midoricho-Park oder auf dem nächtlichen Schulgelände trifft, ist harmlos? Welcher ist selbst ein Verfluchter, der nach dem rettenden Ritual sucht? Die Schülerin Yakko und ihre übersinnliche Freundin Mio, eine schöne Aristokratin, die um ihren Sohn trauert, der Polizeiermittler Tetsuo Tsutsumi und sein Jungspund-Sidekick: Jede/r birgt ein Geheimnis und hat eine eigene Motivation. Die Schicksale verknoten sich, sodass man bald nicht mehr weiß, wem man zuhören und wen man mit einem Fluch (linker Trigger) ins Jenseits befördern sollte. Darin liegen der Reiz und die Spielmechanik: Öffnet parallele Handlungsstränge, spult Szenen und Gespräche zurück, um noch mal genau nachzusehen oder einen Schritt zu widerrufen. Den Polizisten in der Sackgasse helfen vielleicht die Erkenntnisse und Erlebnisse der Teenager weiter – in Paranormasight wechseln Rollen, Verfolger und Verfolgte, bis das Böse erkannt und gebannt ist.

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