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| Spiel: | PlayStation VR Worlds |
| Publisher: | Sony |
| Developer: | Sony |
| Genre: | Geschicklichkeit |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 11 / 2016 |
Ursprünglich dienten die fünf “Disziplinen” der Spielesammlung PlayStation VR Worlds als Technologie-Demonstrationen, mit denen Sony seine Brille auf Messen und Events Besuchern vorführte. Statt diese in ihrer rudimentären Form auf die Demo-Disc zu packen, wurde aber beschlossen, ihnen mehr Feintuning und Inhalt zu verpassen, damit sie zusammen als (mehr oder weniger) Vollpreisprodukt in die Läden gebracht werden können. Diese Rechnung geht insofern auf, dass der Umfang der verkappten Minispielsammlung zwar nicht vom Hocker haut, aber doch eine akzeptable Spieldauer ermöglicht und vereinzelt auch zum wiederholten Einsatz animiert.
Was bekommt Ihr also für Euer Geld? Am aufwendigsten fällt “The London Heist” aus, bei dem Ihr für einen Unterweltboss einen Diamantenraub durchzieht und als Beifahrer vor den erzürnten Gangrivalen flieht. Hier bewegt Ihr wie bei Batman: Arkham VR die Hände des Protagonisten mit zwei Move-Controllern (oder agiert alternativ mit dem Joypad, was aber viel vom Charme nimmt) und macht Türen auf, steckt zum Nachladen Magazine in Eure Wumme, bedient Werkzeuge und zündet mit dem Feuerzeug eine Zigarre an. Das sind alles simple Aktionen, sie fühlen sich in der Summe aber gut an, zumal die Inszenierung mit prima animierten Charakteren wertig ausfällt – nach etwa 30 Minuten ist das Abenteuer vorbei.
Hübsch anzusehen sind die drei kurzen Tauchausflüge bei “The Ocean Descent”, bei denen Ihr in einem Käfig ins feuchte Nass abgeseilt werdet: Das ist eine rein passive Erfahrung, denn außer Euch umschauen und die Tiefsee-Flora und -Fauna studieren, könnt Ihr hier nichts machen.
Deutlich aktiver wird es beim “VR Luge”: Hier flitzt Ihr auf einem Straßenrodel mehrere steile Straßenkurse hinab und lenkt per Kopfneigung. Das ist flott und dynamisch, allerdings für empfindsame Mägen nicht ganz unkritisch, und die auffallend niedrige Auflösung macht entferntere Objekte recht unansehnlich.
“Scavenger Odyssey” versetzt Euch in die Rolle eines Aliens, das mit einem Exoskelett im Weltall ein Wrack untersucht, große Sprünge macht und auf Weltraumkäfer ballert, eingebettet in eine knapp halbstündige, ziemlich verspulte Story ohne echtes Ende. Gespielt wird mit dem Joypad, die Weiten des Alls kommen hier recht ansehnlich zur Geltung.
Am simpelsten, aber sogar am spaßigsten ist schließlich “Danger Ball”, eine Art futuristisches Pong: Hier kontrolliert Ihr mit Eurem Kopf im Vordergrund einen quadratischen “Schläger” und versucht, einen Ball am Kontrahenten auf der gegenüberliegenden Seite vorbeizuschubsen. Einziges Manko: Ihr tretet nur gegen ein halbes Dutzend CPU-Gegner an, einen Online-Modus für menschliche Duelle hat sich Sony gespart.























Dann warte ich bis es 20 kostet XD
VR Luge ist ja extrem grottig. Ocean Descent dient als Vorzeigetitel für Kollegen, The Heist ist kurz und knackig und Odyssey macht richtig fun. Naja. Hätte Sony für 19.99 Euro verkaufen sollen… Ist definitiv keine 40 Euro wert. Schämt euch Sony!