Prince of Persia: Die vergessene Zeit – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Meinung

Michael Herde meint: Von den HD-Versionen habe ich mir mehr erwartet – in jeder Hinsicht. Die Geschicklichkeitsparcours sind zwar ordentlich, bieten aber nichts, was ich nicht schon zigmal gespielt hätte: Jede Sprungpassage wirkt vertraut, das Einfrieren von Wasser erfordert letztendlich nur mehr Timing­anspruch. Als das Level­design anfing zu fordern, war die unspannende Story auch schon vorbei. Zudem enttäuschen mich Architektur und Präsentation, denn der Held ist ein unsympathisches Ungesicht und der Levelaufbau so altbacken, wie es nur geht. 2010 finde ich das nicht mehr besonders aufregend, zumal die Grafik auch nur in Außenbereichen überzeugt. Im Inneren der Palast­anlage werden häufig Erinnerungen an die PS2 wach. Einzig die detaillierten Kostüme zeugen von HD-Power. Die Kämpfe machen das Spiel nicht besser, denn die Fähigkeiten sind bis auf den Wirbelsturm witzlos und die Steuerung ist generell träge – uncool, doch daran gewöhnt man sich.

Tobias Hildesheim meint: Der Prinz auf Nintendos Heimkonsole hinterlässt bei mir zwiespältige Gefühle. Einerseits ist die Grafik wirklich hässlich und die sporadisch auftauchenden Gegner haben nicht einen Funken Intelligenz im Leib. Außerdem nervt der Dschinn, der ständige Begleiter Eures Helden, bereits nach kurzer Zeit ungemein. Andererseits gefallen mir die Rätsel und die zahlreichen Sprungpassagen recht gut. Durch Hilfslinien springt Ihr kaum daneben und meistert auch riskante Levelabschnitte mit wenig Mühe. Nur schade, dass die Bewegungssteuerung keine große Rolle spielt. Rätsel- und Akrobatikfans sollten sich den Titel auf Wii anschauen. Actionliebhaber lassen die Finger vom Turbanträger, denn Fuchtelkämpfe und langweilige Quick-Time-Events mit nur einer Taste erfordern weder Können noch Reflexe oder gar taktisches Denken.

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