Prince of Persia: Die vergessene Zeit – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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2008 wagte Ubisoft eine Neuausrichtung der Prince of Persia-Marke und lieferte für PS3 und Xbox 360 ein einsteigerfreundliches Spiel ab, das mit ­frischem Cel-Shading-Look begeisterte, viele gestandene Akrobaten aber mangels Spieltiefe langweilte. Da ist die Konsequenz für Ubisoft nur logisch, sich in der neuen Hüpf- und Kletterarie an Tugenden der PS2-Ära zu orientieren. Dass zeitgleich ein Kinofilm mit dem agilen Königssohn anläuft, ist aus Vermarktungssicht ein kluger Schachzug, inhaltlich besteht jedoch keinerlei Verwandtschaft.

Zwischen den ersten beiden Spielen der Sands of Time-­Trilogie angesiedelt, unterscheiden sich die Versionen je nach Plattform. Der Übersichtlichkeit halber behandeln wir die beiden Handheld-Hüpfereien in einem separaten Kasten, für Informationen zu den inhaltlichen identischen PS3- und Xbox-360-Versionen sowie der ­eigenständigen Wii-Fassung lest Ihr einfach weiter.

Auf den beiden HD-Konsolen ­besucht Euer noch immer namenloser Held, der nach der Sand-Trilogie nun das vierte Gesichtsmodell hat, seinen Bruder Malik, dessen Palast just in diesem Moment angegriffen wird. Um die Invasoren abzuwehren, ­erweckt er Salomons Armee – eine modrige Skeletttruppe unter der Leitung eines mächtigen Dschinns. Doch die Geister, die Malik rief, wird er nicht mehr los, weshalb unser springfideler Adelsmann zur Rettung eilt und erneut durch finstere, fallengespickte Kerker streift und an verfallenen Fassaden entlangkraxelt.

Das Rezept hat sich seit Sands of Time von 2003 kaum geändert: Ihr weicht Formationen tödlicher Stachelsäulen aus, meidet löchrige Bodenplatten, aus denen bei Kontakt Stacheln emporschießen, und übt Euer Sprung­timing im Angesicht schwingender Balken und Klingen. Noch immer rennt Euer Prinz Wände entlang, um Abgründe zu überwinden, er schwingt an Fahnenmasten, gleitet an Stoffbahnen Mauern hinab und springt von einer Säule zur nächsten. All das wird in der simplen 90- und 180-Grad-Architektur der letzten Generation präsentiert, was sich auch in der weitestgehend unspektakulären Grafik widerspiegelt. Allerdings fällt hierbei eine angenehme Verbesserung zu früher auf: Hängt Ihr an einer Säule, genügt es, den linken Stick in die gewünschte Richtung zu drücken und Ihr hopst zielsicher zum nächsten Pfosten. Vorbei die Mühsal, erst auf die andere Seite zu klettern, um dort abzuspringen!

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