
Meinung & Wertung
Kerstin Mayer meint: Ich näherte mich Pyre ohne großes Vorwissen und war etwas perplex, dass ich plötzlich Ballspielen sollte. 15 Stunden später kann ich sagen: Die Sportspiel-ähnlichen Kämpfe waren überraschend kurzweilig, aber nicht der Grund, weshalb ich an dem Spiel hängen blieb. Viel spannender fand ich die Geschichte um die Gemeinschaft der Exilanten, von denen jeder seine eigenen Beweggründe und Vorgeschichten hatte, derentwegen er verstoßen wurde oder er zurück wollte. Die Personen wurden detailreich aufgebaut – sogar bis zur individuellen Art zu sprechen: Da ist etwa die bullige, ernste Dämonin Jodariel, der das Exil die Hoffnung raubte, oder der alte aufrechte Hund Dalbert, der die Rituale voller Ehrfurcht und Redlichkeit vollführt und an seinen Sohn appelliert, diese Werte ebenfalls einzuhalten. Mancher Dialog hat mich übrigens an den Rand meiner Englischkenntnisse geführt. Zuletzt muss ich die tolle musikalische Untermalung der Charaktere und Gegenden loben – selten hat mir das in einem Spiel so viel Freude bereitet.
Matthias Schmid meint: Als Sportspiel-Liebhaber konzentriere ich mich auf den Action-Teil von Pyre – der macht auch RPG- oder Plauder-Muffeln viel Freude. Die Partien sind rasant und taktisch anspruchsvoll, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung habt Ihr massig Bewegungs- und Angriffsoptionen. Es kann dramatisch werden, wenn ich den Ball Millimeter vor dem eigenen Pyre noch ”abgrätsche” oder ein knappes Match mit einem Slamdunk von der 3er-Linie entscheide! Weil die Spezialfähigkeiten der einzelnen Charaktere so unterschiedlich ausfallen, ist es etwas schade, dass ich im Storyverlauf kaum Gelegenheit habe, alle Feinheiten zu meistern.
Hübsche Visual Novel mit Liebe zu detailreichen Charakteren – unterbrochen von launigen Ballsporteinlagen.
| Singleplayer | ![]() | 82 |
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