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Im Gegensatz zu den meisten Konsolen-Rollenspielen wird bei Lodoss War in Echtzeit gekämpft. Entsprechend kommt es nicht zu Zufallsbegegnungen: Klapprige Skelette, schwertschwingende Riesenechsen und steinerne Golems erkennt Ihr bereits von weitem. Dennoch werdet Ihr nicht selten in Gefechte mit zehn oder mehr Feinden gleichzeitig verwickelt. Auf Knopfdruck benutzt Euer Kämpe die Klinge, automatisch wird der am nächsten stehende Gegner anvisiert.
Viel taktischen Freiraum bieten die Scharmützel freilich nicht – der Stärkere gewinnt. Der Schlüssel zum Sieg ist meist die richtige Ausrüstung. Im Verlauf des Abenteuers findet Ihr eine Vielzahl Hieb- und Stichwaffen, vom flinken Scimitar über stachelige Kriegskolben bis zum beidhändig geführten Langschwert. Je nach Feind setzt Ihr bei der Waffenwahl mal auf brachiale Durchschlagskraft, mal auf Schnelligkeit. Zusätzlich könnt Ihr gefundene Relikte mit magischen Kräften beim Hufschmied in Eure Ausrüstung einarbeiten lassen. Jede Klinge und jeder Harnisch hat eine bestimmte Anzahl Steckplätze. Gegen Mithril (die Währung im Spiel) hämmert Euch der Ambosskünstler ganz nach Wunsch und Slot-Zahl Extraschutz gegen Feuermagie in den Brustpanzer oder veredelt den Säbel mit doppelter Angriffsstärke. Doch auch in der Zauberkunst ist Euer Held bewandert. In den Weiten von Lodoss findet Ihr zahlreiche Schriftrollen, die Euch frostige Eisattacken, Monster-verwirrende Hologramme oder machtvolle Sprüche lehren, mit denen gefallene Partymitglieder íns Leben zurückgeholt werden. Im Verlauf des Abenteuers zieht Ihr nämlich nicht nur alleine über die Insel. ‘Lodoss’-Kundige freuen sich über ein Wiedersehen mit Manga-Prominenz wie Ritter Parn oder Hochelfe Deedlit. Zwar dürft Ihr die Nebencharaktere nicht selbst kontrollieren, durch deren Schwert- und Magie-Einsatz erhaltet Ihr jedoch wertvolle Unterstützung.
Trotzdem kommt Ihr nicht weit, ohne verwundet zu werden – Heilen könnt Ihr Euren Helden mit Zaubertränken. Leere Flaschen lassen sich an nie versiegenden, über Lodoss verteilten Brunnen wieder auffüllen; meist befindet sich in deren Nähe auch ein Kristall zum Speichern des Spiels. Um in den hektischen Kämpfen schnellstmöglich Zugriff auf die Tränke zu haben, platziert Ihr die Flaschen in einem speziellen Gürtel. Dieser fasst acht Gegenstände, die per Digipad durchgeschaltet und auf Knopfdruck gewählt werden. Damit Ihr auch wisst, was Ihr zu Euch nehmt, wurde das Spiel gelungen eingedeutscht.









Die Wahl des Genres verwundert bei der Vorlage, scheint aber ja dann doch recht gut geworden zu sein – kannte ich bis dato gar nicht.
Eine weitere DC-Perle. Ich hatte viele Stunden in das Spiel investiert.
Während mich Diablo 3 später einfach nur genervt hat, habe ich Record of Lodoss War ewig gespielt. Der Titel machte einfach süchtig und war verdammt gut.
Gestern habe ich noch an das Spiel gedacht, jetzt sehe hier den Bericht. Ich hatte mir das damals sogar gekauft, weil ich die Anime-Serie ziemlich cool fand. Das Spiel war nicht einmal schlecht. Mir hat es jedenfalls gut Spaß bereitet.
Hätte ein Remake/Remaster verdient.
Zu RoLW ist außerdem ein Symphony of the Night-Klon in der Mache, mit Deedlit in der Hauptrolle, der ebenfalls vielversprechend aussieht:
https://youtu.be/XkLTzWlS1nU
Weiß noch wie ich damals total begeistert vom Anime war (jedenfalls bis Herr der Ringe kam und sich herausstellte dass Lodoss nur ein Rip-Off davon ist xD), und mir dachte, “man, wie geil wäre ein Spiel davon”.
Hatte damals nur ein Dreamcast und ging zur Videothek um mir ein Spiel auszuleihen…und da war tatsächlich ein Record of Lodoss War Spiel..für Dreamcast. Das war purer Mindfuck. Ausgerechnet das Spiel was ich mir gewünscht hatte, von einer Marke von der es sonst keine Spiele gab…auf meiner Nischen-Konsole an der es an sich schon zu wenig Spiele gab.
Hat einfach Boom in mein Kopf gemacht.