
Meinung
Janina Wintermayr meint: Der erste Eindruck täuscht: Anfangs ist Red Steel eine unspektakuläre Ego-Ballerei, aus der die Schwertkampf-Sequenzen spielerisch hervorstechen. Nach gut einem Drittel gewinnt die Yakuza-Action an Fahrt und das Blatt wendet sich: Zeitlupe, taktische Einflüsse und die Möglichkeit, Gegner zu entwaffnen, peppen den ehemals belanglosen Ballerpart gehörig auf. Der Schwertkampf jedoch verliert trotz neuer Klingen-Techniken an Relevanz. Schnell wird klar, dass Ihr die meisten Kämpfe (Bossbegegnungen mit eingeschlossen) durch wildes Gefuchtel mit der Wii-Fernbedienung stressfrei gewinnen könnt. Das ist schade, übt doch die ungewohnte Steuerung den größten Reiz aus. Technisch kann Red Steel aufgrund seiner ernüchternden Optik nicht punkten: Selbstverständlich ist Grafik nicht alles – in diesem Fall jedoch bin ich von den verwaschenen Texturen, detailarmen Polygonmodellen und schäbigen Story-Standbildern schlicht enttäuscht. Weil die Ego-Steuerung aber besser funktioniert als bei der Wii-Umsetzung von Call of Duty 3 und die Schusswechsel durchaus Spaß machen, können Genre-Liebhaber einen Blick riskieren.








