Red Steel – im Klassik-Test (Wii)

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So hatte sich Euer Alter Ego das erste Treffen mit seinem zukünftigen Schwiegervater nicht vorgestellt: Bevor er dem alten Herrn in ­einer luxuriösen Hotelsuite die Hand schütteln kann, werden Schwieger­vater in spe plus Verlobte überfallen und verschleppt. Der Patriarch entpuppt sich bei näherer Betrachtung als mächtiges Yakuza-Oberhaupt mit ebenso mächtigen Feinden. Ihr schultert also Schusswaffe und Katana und macht Euch auf in den Kampf gegen die japanische Mafia.

Dem unüblichen Eingabegerät entsprechend gestaltet sich der Rachefeldzug ­alles andere als gewöhnlich. Dabei spielt sich Red Steel anfangs nicht viel anders als ein ‘normaler’ Ego-Shooter: Die Remote nutzt Ihr zum Zielen, mit dem A-Knopf visiert Ihr Gegner an, gleichzeitig bewegt Ihr mit dem Analogstick des Nunchuk ­Eure Spiel­figur. Packt Ihr neben Schrotflinte, MG und Pistole noch Granaten auf den Gabentisch, sieht die Sache ganz anders aus: Mit sanften beziehungsweise ausladenden Wurfbewegungen des Nunchuk rollt ­respektive schleudert Ihr die explosiven Eier gen Feind.

Besonders bewegungsintensiv wird die Steuerung, wenn Ihr in einen Schwertkampf geratet: Die Fernbedienung mutiert zum Katana, mit dem Nunchuk pariert Ihr Schläge und weicht Attacken aus. Drescht schließlich so lange auf den Gegner ein, bis dieser geschlagen zu Boden sinkt. Verschont Ihr das Leben des Besiegten, winken Respektpunkte. Diese (und das gekonnte Eliminieren von Feinden mit Schusswaffen) füllen Eure Focus-Leiste: Mit einer Kombination aus Tastendruck und Remote-­Gefuchtel löst Ihr bei genügend ­Energie den Zeitlupenmodus aus, infolgedessen Ihr die immobilisierten Gegner markiert und erledigt. Ihr dürft Widersacher aber auch entwaffnen, was sich besonders bei Anführern kleiner Angriffstrupps als nützlich erweist: Streckt der Boss vor Euch die Waffen, verliert seine komplette Mannschaft den Kampfeswillen.

Die ‘Focus Time’ erhaltet Ihr nach knapp einem Drittel des Spiels, ebenso neue Schwert-Techniken, die Euer Alter Ego in einem Tokioter Dojo erlernt. Auf dem unterirdischen Schießstand ­einer Bar trainiert Ihr dagegen den Umgang mit diversen Ballermännern. Des Weiteren wählt Ihr hier in be­liebiger Reihenfolge zwischen mehreren Missionen: Yakuza-Freunde ­Eures potenziellen Schwiegervaters wurden übers Ohr gehauen – also liegt es an Euch, die alte Ordnung wieder herzustellen. Wer darauf ­keine Lust hat, kann sich mit bis zu drei Kumpels im Multiplayermodus duellieren. Mit vier Karten und drei Spiel­varianten lässt die Auwahl ­jedoch zu wünschen übrig.

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