
| Spiel: | Remember Me |
| Publisher: | Capcom |
| Developer: | Dontnod |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | PS3 |
| Erhältlich für: | PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 6 / 2013 |
Erinnert Ihr Euch an Euer erstes Date? Einen Streit mit einem Kumpel? Einen Autounfall, den Ihr nur knapp überlebt habt? Was wäre, wenn Ihr diese Erinnerungen austauschen, kaufen und verkaufen könntet? Schlechte Zeiten für immer aus dem Gedächtnis verbannen das klingt toll. Doch solch eine Technologie hat auch Nachteile, wie Ihr in Remember Me feststellt.
Im Jahr 2084 ist der Hype um Apple und den iPod längst abgeklungen. Stattdessen verfügt jeder, der etwas auf sich hält, über ein Sensen-Implantat der Firma Memorize. Das Gerät speichert und katalogisiert Erinnerungen, die somit übertragen, gelöscht und nachempfunden werden können. Der nächste Schritt nach Facebook, seine Gedankenwelt öffentlich zu teilen. Dass sich der Charakter über Erinnerungen und Erlebnisse formt und unser Handeln davon beeinflusst wird, darum geht es im Erstlingswerk der französischen Entwickler Dontnod Entertainment.
Ihr schlüpft in die Rolle von Nilin. Sie macht sich die neue Technologie zunutze: Sie kann in die Sensens anderer Menschen einbrechen und ihre Erinnerungen nicht nur stehlen, sondern sogar verändern. Mit diesen Fähigkeiten ist sie der Firma und der Regierung ein Dorn im Auge. Sie wird geschnappt und in ein Gefängnis gesteckt, in dem man den Insassen alle Erinnerungen raubt, bis sie buchstäblich nichts mehr wissen und sich an nichts mehr erinnern. Nilin entkommt der finalen Behandlung nur knapp, ihr fehlen aber trotzdem große Teile ihrer Vergangenheit. Geleitet vom mysteriösen Hacker Edge macht sie sich auf die Suche nach ihrem Gedächtnis und daran, Memorize zu Fall zu bringen.
Konventionelle Schusswaffen sind 2084 nicht mehr im Umlauf. Warum sollte man jemanden körperlich verletzen, wenn man direkt auf sein Hirn Einfluss nehmen kann? Um sich durch die verschiedenen Bezirke von Paris und die Hochsicherheitstrakte von Memorize zu kämpfen, bleiben der agilen Dame damit nur ihre Hände und Füße.
Das Kampfsystem setzt auf Combos und Attacken mit unterschiedlicher Wirkung. Die Impressons genannten Angriffe machen hohen Schaden, bringen Euch etwas Lebensenergie, verringern die Abklingzeit der S-Pressen genannten Spezialattacken oder verstärken als Verkettungselemente den Effekt des vorangegangenen Moves. Durch Erfahrungspunkte kauft Ihr immer mehr dieser Attacken und setzt sie im Kombo-Lab in vorgefertigte Abfolgen ein. Was am Anfang noch als beliebiges Gimmick erscheint, wird später elementar. Beherrscht Ihr die Combos und das Ausweichen nicht und reagiert auf spezifische Feinde nicht mit passenden Angriffen, ist bereits auf der mittleren Schwierigkeitsstufe ab dem zweiten Spieldrittel Feierabend. Einige Feinde verursachen schon bei bloßer Berührung Schaden, entsprechend müsst Ihr mit dem Heil-Impresson angreifen. Für andere braucht Ihr zwingend Spezialattacken, um etwa eine Schockwelle auszulösen, die unsichtbare Gegner sichtbar macht. Da diese Fähigkeiten nach Gebrauch lange wieder aufladen müssen, helft Ihr hier mit den Regenerations-Impressons nach. Roboter verlangen ganz andere Taktiken, sind sie doch gegen Schläge immun. Hier setzt Ihr den Spammer ein, der Ladungen verschießt, welche die künstlichen Intelligenzen überlasten. So entwickeln sich später fordernde und intensive Kämpfe, die darunter leiden, dass es weder eine Zielaufschaltung noch eine vernünftige Kameraführung gibt. So schaut Ihr öfter gegen Wände und in Nilins Gesicht statt auf die nahenden Schergen.
Prügelt Ihr Euch mal nicht mit massigen Enforcern, zombieartigen Leapern und fiesen Robotern, wandert Ihr mit dem Gears of War-Finger am Ohr durch die überaus detaillierten Schauplätze oder meistert Kletterpassagen, die fast nie fordern und eher Abwechslung als Herausforderung sind. Das größte Manko ist hier die Steuerung. Nilin präzise laufen und springen zu lassen, ist dank der trägen Kontrollen und der langsamen Kamera schier unmöglich. Oft springt Ihr in einen Abgrund oder rennt in den Überwachungsradius einer Drohne, weil die Dame beim leichten Antippen des Analogsticks einen Riesenschritt macht oder eben gar nicht reagiert.
Zum Glück wird aber in den friedlichen Momenten nicht nur gesprungen, sondern auch ein wenig gerätselt. Mit Nilins Datenhandschuh aktiviert Ihr Schalter, bewegt Objekte und übertragt Strom. Besonders gegen Ende offenbaren sich ein paar interessante Puzzles, in denen Ihr Knöpfe aus der Entfernung durch Fenster hindurch drücken müsst oder in den Erinnerungen von Wächtern nach Eselsbrücken für das Öffnen bestimmter Schlösser sucht. Apropos suchen: Überall in den linearen Levels verteilt findet Ihr Hinweistafeln, welche die Standorte von Sammelobjekten zeigen. Damit erweitert Ihr Euren Gesundheitsbalken und die verfügbaren Energieeinheiten für Nilins Spezialattacken. Wer sich nicht auf die Suche macht, hat in den späteren Kämpfen deutlich mehr Probleme als aufgepowerte Sammlernaturen.
Egal, ob Ihr durch einen Pariser Slum streunt, die neondurchzogenen Appartements der Bessergestellten durchwühlt oder das Hightech-Gefängnis La Bastille erkundet überall erfreut sich das Auge an schicken Texturen und Kleinigkeiten. Androiden putzen den Boden oder spielen Klavier, an den Geschäften klappen beim Vorbeigehen Menükarten auf, Graffiti ziert die Wände und hier und da lugt ein historisches Wahrzeichen von Paris um die Ecke. Löblich: Stellt Ihr im Spiel die Sprache um, passen sich umgehend alle Texte in der Spielwelt an. Auch während der Kämpfe macht der Look von Remember Me Spaß: Bildfehler verdeutlichen feindliche Treffer und einen niedrigen Gesundheitsstatus, S-Pressen-Spezialfähigkeiten werden gut in Szene gesetzt.
Sowohl die deutschen als auch die englischen Sprecher überzeugen, der Soundtrack untermalt die Prügeleien gemäß Eurer Leistung. Erfolgreiche Combos werden mit treibender Musik belohnt, werdet Ihr getroffen, verstummt das Orchester wieder.
Unsere Testversion hatte auf beiden Systemen mit starken Rucklern und hallender Sprachausgabe in einigen Zwischensequenzen zu kämpfen. Räumen die Entwickler diese Probleme bis zum Release aus, solltet Ihr bei der Steuerung ein Auge zudrücken und zugreifen!
Tobias Kujawa meint: Bravo Dontnod, mit Remember Me ist der Einstand in die Spielebranche gelungen! Die Liebe zum Detail lässt mir an vielen Schauplätzen glatt die Augen übergehen, das Thema der Geschichte interessiert mich brennend und die Kämpfe erfordern sehr bald eine Menge Taktik und Rhythmus. Auch die Erinnerungs-Remixe gefallen, es gibt davon allerdings viel zu wenige! Wenn Nilin sich jetzt abseits der Kämpfe auch grazil und gut kontrollierbar bewegen würde, wäre ich vollends zufrieden. Aber leider hat die Dame den Wendekreis eines Lastwagens, springt gerne mal daneben und eckt häufig an irgendwelchen herumstehenden Objekten an. Hier wäre dringend noch Feinschliff nötig gewesen! Und auch mehr Inhalt hätte nicht geschadet. Statt der ständigen Prügeleien hätte ich lieber noch mehr Rätsel gelöst oder die Gegend etwas freier erkundet.
- spannender Plot rund um Erinnerungen, ihre Vermarktung und ihren Missbrauch
- erst simple, später fordernde Kämpfe im Stil von Batman: Arkham City
- New Game+ nach erstem Durchgang
Gutes Cyber-Abenteuer mit anspruchsvollen Kämpfen, belanglosen Klettereinlagen und Schwächen in der Steuerung. Dafür ist die Spielwelt toll!
| Singleplayer | ![]() | 81 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |











Hab es selbst durchgespielt. Bin ins gesamt leider enttäuscht vom Spiel. Es sieht geil aus und auch die Story bietet mal ein paar neue Ansätze. Aber die Charakter sind allesamt ziemlich platt. Die Kämpfe sind auch nicht unbedingt so toll und die Dauer des Spieles ist auch etwas kurz geraten. Es ist ein gutes Spiel, nur ich habe irgendwie mehr erwartet. Mein Fehler.
[quote=Seska1973]
Ich habe im Forum ein Posting erschaffen und meine Gedanke dazu geschrieben, schaut doch mal rein
Link: https://www.maniac.de/content/forenthema-ps3-remember-me
[/quote]@ Seska, werde ich mir eventuell mal demnächst anschauenPassend zum Thema geh ich jetzt schon wieder Remember ME weiterzocken…..
Ich habe im Forum ein Posting erschaffen und meine Gedanke dazu geschrieben, schaut doch mal reinLink: https://www.maniac.de/content/forenthema-ps3-remember-me
Remember me und die adrette Nilim haben mich überrascht. Ich mag besonders den Artstyle in welcher zeitgenössische französische Architektur unserer Gegenwart mit cyperpunk vermischt werden.Dazu noch eine Prise I Robot, Film Noir und Mirrors Edge.Das Kampfsystem spielt sich wie eine wilde Mischung aus Batman Arkham asylum und das häufige ausweichen erinnert mich an das ultrahektische Ninja Gaiden.Trotz leichter Schwächen ein gutes Spiel……..
[quote=Klinnik]
@ChrisKong: Das war nun wirklich nicht meine Absicht, zumal ich Capcom den Erfolg mit einem Spiel mit weiblicher Hauptrolle sehr gönnen würde.
[/quote]@Klinnik Capcom ist hier núr der Publisher, das spiel stammt von dem französischen Dotnod Entwicklerteam.
@DerSebomat: geht mir ähnlich.Mein Hauptgrund ist aber dass ich zu besorgt wäre, irgendwas Cooles irgendwo zu verpassen (und ich nicht ewig in ein einziges Spiel investieren will.. und ich ungern den Bösen spiel – scheint ja bei OW üblich zu sein). Versuc
Warum muss man begründen, wenn man kein Open World mag?Tearing hatte ich auch noch keines (hab die 360 Version).Gegen AC finde ich das Klettern viel angenehmer, das liegt aber auch daran, das ich die Steuerung in AC überhaubt nicht mag, und für mich überhaubt eine der schlimmsten Steuerungen darstellt, ist aber nur meine Meinung.Wie ich auch schon weiter oben geschrieben habe, ist Remember Me eines der umstrittensten Spiele der letzten Zeit, sieht man auch schön hier im Forum, und an den unterschiedlichsten Tests zu dem Spiel.
@ChrisKong: Das war nun wirklich nicht meine Absicht, zumal ich Capcom den Erfolg mit einem Spiel mit weiblicher Hauptrolle sehr gönnen würde.
Irgendwie hat mir Klinnik das Spiel jetzt mies gemacht 🙁
Und wurde die starken Rucklern und hallender Sprachausgabe in einigen Zwischensequenzen auch drin in der Verkauf – Version?Werde ich mir merken den Titel.
[quote=Equipo]
Vielleicht hätte dir einer sagen sollen, dass man sich in GTA nicht an die Straßenverkehrsordnung halten muss. ;D
Dass man kein Open World mag find ich total okay, gibt mehrere denen es so geht, aber dann doch bitte mit ner vernünftigen Begründung. xD
[/quote]Ne vernünftige Begründung?Hm. Vielleicht weil ich mich in Open World-Spielen irgendwie verloren fühle. Ich vermisse das Gefühl, immer zu wissen was als nächstes zu tun ist und wohin ich gehen soll. Fragen wie “”soll ich lieber erst links oder rechts gehen?”” und “”soll ich erst zu Punkt A oder B fahren?”” lassen mich eher hilflos wirken, als dass sie mich motivieren.Und an die Straßenverkehrsordnung halt ich mich im Real Life auch nicht 😀
Was ich vor ein paar Stunden im Forum schrieb:””@Seska1973: Ich kann dir insofern zustimmen, dass es insgesamt ein schönes Spiel ist. Tolle Atmo, gute Story und schönes Design, dass mich auch an die Ex-Reihe erinnert hat. Musik gefällt mir und das selber basteln der Kombos macht Spaß und man findet schnell rein. Trotzdem bin ich nach ca. 5 Stunden nicht warm geworden mit dem Spiel und habs wieder zurückgebracht (in die Videothek). Vielleicht darum:- Die Steuerung könnte weicher sein, aber da gewöhnt man sich dran. Die Kamera hingegen ist so hackelig, dass das Spiel dadurch unfertig oder gar unprofessionell gemacht wirkt.- Wie du, kam auch ich kaum über den dritten Komboschlag hinaus. Die Kämpfe verkommen zum Quadrat-Gedrücke mit gelegentlichem Ausweichen. Insgesamt zu wenig Abwechslung für meinen Geschmack.- Die Remix Szenen sind eher nervige Trial’nError Passagen.Das Klettern hingegen ist abwechslungreicher als in vielen ähnlichen Spielen. Die misratene Lippen-Synchro stört mich wenig und eingefroren ist das Spiel bei mir auch nicht. Ich verspüre aber keinen Drang, das Ding jemals wieder zu spielen.””Die 81 der M! finde ich zu hoch gegriffen. Die 69 auf MetaCritcs zu niedrig. Die Wahrheit liegt in der Mitte.
ich werde mir das spiel mal besorgen, denke falsch kann man nix machen
kann die wertung mit 81% nicht nachvollziehen, bei mir hätte es höchstens 70% bekommen. hatte nach ner stunde kein bock mehr auf das game. langweilige kämpfe mit immer den gleichen moves (bzw. tastencombos), extrem beschi….. klettereinlagen dagegen ist ac3 nen kletterwunder und tearing gibts auch noch obendrein. nix für mich, anderen gefällt’s vielleicht.
Openworld hin oder her, muss halt zum Spiel passen. Zu stark möchte ich bei einem Action Adventure nicht an die Hand genommen werden und Pfeileinblendungen gehen mir auf den Sender.
[quote=DerSebomat]Wenn ich völlige Handlungsfreiheit möchte, mache ich die Konsole aus und verlasse meine Wohnung.[/quote]Vielleicht hätte dir einer sagen sollen, dass man sich in GTA nicht an die Straßenverkehrsordnung halten muss. ;DDass man kein Open World mag find ich total okay, gibt mehrere denen es so geht, aber dann doch bitte mit ner vernünftigen Begründung. xD
Geht mir genau so, Open World ist ein interessantes Konzept, das ich aber auch nicht so sehr mag.Leider scheitert Remember Me gerade an dem nicht Open World Ansatz bei vielen Spieler, was man so in den Foren zu dem Spiel liest, doch genau dadurch wird das Spiel für mich erst so interessant.Das Cyber Abenteuer, das ungewöhnlich anzusehende Setting, die teils echt tollen Kameraeinstellungen, und besonders die tolle Musik, machen Remember Me zu einem ganz besonderen Spiel für mich.
[quote=Next Snake]
(…) der Schlauchige Aufbau bei Remember Me, endlich mal wieder ein Aktion Adventure, das mir nicht eine große Open World vorsetzt, die erst mal erkundet werden möchte
[/quote]Sehr schön. Ich gehöre zu dem gefühlten 1 % der Spielerschaft, die KEIN Open world mögen (GTA, bäh). Wenn ich völlige Handlungsfreiheit möchte, mache ich die Konsole aus und verlasse meine Wohnung.Dann werd ichs mir mal anschauen, aber erst nachdem ich Last of us gezockt habe.
Eines der meist umstrittensten Spiele der letzten Zeit, zumindest wenn man die unterschiedlichen Foren oder auch besonders mal wieder die teils lachhaften Amazon User Wertungen durchliest ;)Ich habe Remember Me, bin aber noch lange nicht durch, da wir zur Zeit zu viel Arbeit haben, und ich nebenher noch The Last of Us spiele, aber Remember Me ist für mich persönlich eines der Spiele, das mich von der ersten Minute an unweigerlich in seinen Bann gezogen hat, und mir nicht mehr aus dem Kopf geht, und das trotz dem Traumspiel The Last of Us, das ich Simultan spiele.Mir gefällt besonders gut, der Schlauchige Aufbau bei Remember Me, endlich mal wieder ein Aktion Adventure, das mir nicht eine große Open World vorsetzt, die erst mal erkundet werden möchte.Remember Me führt einem wie früher auf engem Weg duchs Spiel, muss dadurch mit interessanten Umgebungen Überzeugen, was bei dem Neo Paris auch sehr gut funktioniert.Zu entdecken gibt es trotzdem genug, alleine die sehenswerte umgebung und Grafik, lassen mich jeden Meter lange in dem Spiel verweilen.Viele echt interessante Kamera Einstellungen machen gerade das Klettern zu einer Augenweide, die zu leichte Wegfindung, gerade bei den Kletterabschnitte, machen die Kletterausflüge leider etwas zu seicht.Hier wäre ein Abschalten der permanenten Wegfindung Gold wert gewesen.Die zu einfache Wegfindung ist auch mein größet Kritikpunkt an dem sonst sehr schönen Spiel.
Und? Hats schon jemand durch? Taugts was?