Renegade Ops – im Test (360)

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Die Avalanche Studios gönnen ihrem Just Cause-Helden Rico Rodriguez eine Auszeit und toben sich im Download-Bereich aus. In zunächst vertrauter Tropeninsel-Umgebung präsentieren die Schweden mit Renegade Ops einen auf den ersten Blick klassischen Twinstick-Shooter, der bei genauerer Betrachtung eine genreuntypische Tiefe entfaltet.

Für die Story gilt das nicht, sie erinnert mit platten, Phrasen dreschenden Stereotypen an Actionstreifen aus den 1980ern: Der böse Inferno möchte die Welt zerstören und Ihr müsst ihn daran hindern. Punkt. Dazu wählt Ihr aus vier Fahrzeugen, die sich primär durch ihre Spezialfertigkeit unterscheiden (Schild, EMP-Stoß, Luftangriff und schwere Kanone). Daneben ist jedes Vehikel mit einem Maschinengewehr ausgestattet, das Ihr durch Items auflevelt, die Ihr wie zusätzlich nutzbare Raketen- oder Flammenwerfer in den Levels findet.

Entscheidet sich durch die Wahl der Spezialfertigkeit bereits, ob Ihr in den neun Missionen eher defensiv oder offensiv vorgeht, bringen Aufrüstungen Eures Fahrzeugs weitere taktische Züge in die Dauer-Action. Durch den Abschuss von Gegnern sammelt Ihr auch Erfahrungs- und Aufrüstungspunkte. Mit diesen schaltet Ihr in einem Fähigkeitenbaum Erweiterungen frei, von denen Ihr bis zu vier gleichzeitig ausrüsten könnt. So verbessert Ihr Eure Spezialfertigkeit, startet die nächste Mission mit einem Extraleben oder direkt mit einer durchschlagskräftigen Sekundärwaffe, könnt mehr Munition tragen oder regeneriert automatisch einen Teil Eurer Gesundheit. Da Ihr lediglich zu Beginn einer Mission Änderungen an Euren Aufrüstungen vornehmen könnt, sollte die Wahl gut überlegt sein. Obwohl der Fähigkeitenbaum Renegade Ops eine Tiefe verleiht, die vielen Genre-Kollegen fehlt, wird Potenzial verschenkt: Warum können wir etwa nach einem Levelanstieg nicht auch Punkte auf Attribute wie Lebensenergie oder Angriffskraft verteilen? Weitere Kritikpunkte werden erst auf den zweiten Blick sichtbar: So gehen während der fünfstündigen Kampagne ob der krachigen Action und feinen Explosionen nicht nur zahlreiche Feinde, sondern hin und wieder auch die Bildrate zu Boden. Wirken die Levels zu Beginn offen und laden mit Sekundärzielen zur Erkundung ein, werden sie im weiteren Spielverlauf zunehmend linearer. Seht Ihr den Game-Over-Bildschirm, müsst Ihr die Mission von vorn beginnen, erspielte Erfahrungspunkte bleiben Euch aber erhalten.

Den guten Gesamteindruck schmälern diese Punkte aber kaum: Mit Renegade Ops liefern die Avalanche Studios ein zwar etwas abwechslungsarmes, aber prima spielbares und bombastisch inszeniertes Download-Debüt ab – und mit vier Online-Söldnern gleichzeitg geht’s noch viel mehr rund.

Schicke Twinstick-Ballerei mit minimalem taktischen Einschlag und sehr viel Action.

Singleplayer8
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