
Seite 1
| Spiel: | Resonance: A Plague Tale Legacy |
| Publisher: | Focus Entertainment |
| Developer: | Asobo Studio |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | PS5 |
| Erhältlich für: | PS5, XSX |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 10 / 2026 |
Die Geschichte von Amicia und Hugo wurde mit dem zweiten Serien-Ableger Requiem abgeschlossen. Mit Resonance erscheint nun ein Spin-off, das sich der aus A Plague Tale: Requiem bekannten Figur Sophia widmet. Sie unterstützt unsere Helden dort als Piratenschmugglerin auf ihrer Reise.
Resonance spielt 15 Jahre vor Requiem. Da es sich um eine Prequel-Geschichte handelt, die keine Verbindung zur Story der Vorgängertitel hat und zudem in anderen Regionen angesiedelt ist, benötigt Ihr keine weiteren Vorkenntnisse.
Im Mittelpunkt der neuen Erzählung steht der Theseus-Mythos und der Minotaurus. Sophia hat seit ihrer Kindheit düstere Visionen von der Insel Minos, auf der ihr Vater einst verstarb und auf der ihre Plündererfreunde reiche Beute vermuten. Das französische Entwicklerteam Asobo greift zwar bekannte Namen aus der Sage wie Theseus, Dädalus und König Minos auf, erzählt jedoch eine eigene Version, die sehr gut in das Plague Tale-Universum passt.
Zusätzlich muss sich Sophia in einem eigenen Konflikt mit ihrem Ziehvater Faro auseinandersetzen. Den Entwicklern gelingt es besonders gegen Ende, sehr eindrucksvolle Momente zu erschaffen. In einigen Szenen spürt man förmlich Sophias Schmerz. Dass viele Sequenzen dennoch nicht vollständig emotional zünden wollen, liegt daran, dass die Kapitel über Sophias Kindheit und den Bruch mit ihrer Bande nur oberflächlich behandelt werden, sodass kaum eine Bindung zu den meisten Figuren entsteht. Zudem bleibt Sophias Sidekick und Schmugglerfreundin Leni, die einen Großteil des Spiels an Eurer Seite ist, eine ziemlich blasse Figur. Am Ende des Spiels erinnert man sich hauptsächlich daran, dass sie rothaarig ist und deshalb einst verbrannt werden sollte.
Da die Rattenplage Europa noch nicht erreicht hat und die Handlung größtenteils auf der Insel Minos spielt, mussten die Entwickler eine neue Spielmechanik finden. Die Kontrolle von Rattenschwärmen sowie fast alle Schleichelemente wurden gestrichen. Das Ergebnis erinnert stark an die Tomb Raider-Trilogie (2013–2018), bietet jedoch weniger Freiheiten bei Klettereinlagen, legt einen größeren Fokus auf Rätsel in antiken Bauten und verwendet ein eher simples Rollenspiel-Kampfsystem.








