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Es kann ein paar Stunden dauern, bis Ihr Euch ansatzweise sicher durch die Schusswechsel ballert, dann läuft Resonance of Fate aber zur großen Spielspaß-Form auf und entwickelt eine interessante Story, die mit der schrittweisen Erkundung des Basel-Turmes verwoben ist. Das marode Ungetüm von einem Bauwerk wird beherrscht von einer religiösen Führungskaste, deren Kardinäle in der Spitze des Turmes residieren und Vash und Co. mit allerlei Storymissionen versorgen. Um diese erledigen zu können, müsst Ihr die aus Sechsecken zusammengesetzten Ebenen der Weltkarte (denn als solche fungiert der Turm) nach und nach mit Puzzlestücken freischalten, die Ihr in den Kämpfen sammelt. Dabei seht Ihr Eure Party nur als abstrakten Marker, lediglich begehbare Orte werden als Miniaturmodelle in 3D gezeigt. Betretet Ihr die Schauplätze, verlassene Kraftwerke, eine Wettkampf-Arena oder die florierende Steampunk-Stadt Ebel, schaltet das Spiel auf 3D-Kulissen mit fixer Kamera um. Die wirken technisch ein bisschen angerostet, gleichen diesen Makel jedoch mit Tag- und Nacht-Zyklus und atmosphärischen Details aus: Rauchende Schlote, klackernde Zahnräder und redselige Bewohner, die gerne auch mal ein Rad ab haben, sorgen für Stimmung.
Weit weniger detailliert gestalten sich dagegen Ausflüge in die spartanisch eingerichteten Dungeons, die nicht viel mehr darstellen als fix miteinander verknüpfte Kampfschauplätze mit ein paar verteilten Kisten. Die Erkundung dieser ebenfalls aus Hexfeldern aufgebauten Labyrinthe ist nichts für Weicheier, denn speichern dürft Ihr innerhalb der Dungeons nicht. Zwar könnt Ihr verlorene Schießereien wiederholen, doch nur, solange Ihr die nötige Strafgebühr aufbringt. Auch die Tatsache, dass Ihr bereits befriedete Dungeon-Räume lediglich im Pseudo-Rundenmodus des Kampfsystems durchlaufen dürft, hemmt den Spielfluss hier unnötig.
Wer sich von davon nicht abschrecken lässt, den belohnen die Entwickler mit einer Fülle an Betätigungsfeldern, die das Rollenspiel rund um die kernigen Ballereien ordentlich mit Motivation versorgen. Arenakämpfe und Nebenmissionen locken mit exquisiten Belohnungen, unzählige modische Accessoires lassen Euch den Look Eures Trios bis hin zur Augenfarbe manipulieren. Allerlei Shops bieten Zubehör und Bastelteile für Eure Waffen an, die Ihr mit allen erdenklichen Zielfernrohren, Magazinen und Griffhilfen aufbohren dürft, wenn es deren Maximalgewicht zulässt.











Würde gern früher kaufen, wenn das Spiel nicht zu biestig ist.
Resonance of Fate macht laune. Das Kampfsystem ist klasse. Ich wünsche mir ein zweiten Teil davon. 😎