Meinung
Thorsten Küchler meint: Beim Zeus, Tecmo kann nicht nur Digi-Busen beben lassen: Die Reinkarnation des legendären Sandalenmannes zeigt eindrucksvoll, wie nahtlos ein polygonales Neuzeit-Remake an das Bitmap-Idol anknüpfen kann. Ähnlich Metroid Prime (wenn auch nicht ganz so brillant) lernt mein muskelbepackter Digi-Gladiator stets neue Kraxelfähigkeiten, die zur munteren Erkundung der etwas flimmernden, jedoch prächtig texturierten Szenarien einladen. Die größte Stärke von Rygar – die grandiose ‘Diskarmor’-Keule – stellt sich mit zunehmender Spieldauer leider als ebenso markante Schwäche heraus: Obwohl die intuitive Bedienung der tödlichen Wurfscheibe (gepaart mit einem variantenreichen Monsterkader) spektakuläre Scharmützel generiert, enttäuschen Combo-Attacken wie Auflevel-Optionen. Was nützen mir brachialste Superschläge, wenn deren Anwendung ob ständig nachrückender Feinde kaum möglich ist? Zudem haben geübte Genre-Liebhaber den finalen Boss bereits nach fünf Stunden ins Nirwana geschickt. Nichtsdestotrotz ist Rygar ein äußerst unterhaltsames Stück Software, das in keiner Action-Sammlung fehlen sollte.
Colin Gäbel meint: Routiniertes Action-Abenteuer in opulenter Verpackung: Auf den ersten Zock bietet Rygar all das, was man von einem zünftigen Genre-Vertreter erwarten darf. Der bombastische Orchester-Sound sowie die stimmungsvolle Optik (von teils argem Flimmern und dem unverständlicherweise fehlenden 60-Hz-Modus abgesehen) resultieren in erstklassigem, individuellem Mythen-Flair. Spielerisch trumpft der Antik-Barbar mit fantasievollen Bossen, sauberer Steuerung und einer Handvoll frischer Ideen auf. Neu ergatterte Fertigkeiten lassen sich jedoch oft nur ein- oder zweimal anwenden. Kaum wollt Ihr mit Eurem aufgepowerten Krieger auf Entdeckungstour gehen, ist das kurze Spektakel auch schon wieder vorbei.






















Mich reizt hauptsächlich das Setting.
Spielerisch scheint der Titel bereits mit der sechs Jahre später erschienen Wii-Version durch wesentlich bessere Vertreter (God of War) ins Abseits gerückt zu sein und viel dementsprechend bei der Fachpresse durch – ich ziehe meinen Wunsch wieder zurück. 🙂
Hab das auch noch angespielt rumliegen, wusste dann irgendwann aber nicht mehr, wo es weitergeht. Wenn die Spielzeit aber tatsächlich so überschaubar ist, sollte ich das nochmal angehen…
Egal ob Ghouls’nGhost,Shinobi etc.Auf PS2/PS3/360 etc mussten alle Neuauflagen Action und 3D sein.Fand das grausam.Nicht umsonst fand ich die Zeit vom DC bis zur 360 wenig berauschend.
Probiert mal Rygar auf dem NES.Zeitloses Metroidvania.
Nach Sichtung eines Videos, wäre das für mich ein Titel, den ich als Remaster gerne mal nachholen würde – das Artdesign scheint den optischen Alterungsprozess beim Gameplay, bis auf die Laufanimationen, ganz passabel zu kaschieren.