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Die schönste Verpackung hilft aber nur, wenn auch der Inhalt überzeugt – der kompetent umgesetzte Genrevertreter im Stile der Vorgänger empfängt Fans und Serienneulinge mit offenen Armen. Der Mix aus stimmungsvoller Erkundung, cleveren Rätseln und frischem Action-Fokus überrascht zwar kaum, bereitet über weite Strecken jedoch zuverlässig Spaß. Ein paar Stolpersteine gibt es dann aber doch: Die grundsätzlich gelungenen Rätsel lassen gelegentlich zu großen interpretatorischen Spielraum, während manch künstliche Blockade bei der Erkundung für Stirnrunzeln sorgt. Wenn Ihr beispielsweise langwierig dem Schlüssel für eine brusthohe Zauntür nachjagen müsst, die jeder Teenager einfach überspringen würde, kratzt das an der Immersion.
Auch das actionreichere Kampfsystem ist ein zweischneidiges Schwert. Ihr setzt Feinden mit leichten und schweren Angriffen zu, weicht aus oder pariert bestimmte Attacken, um Monster kurzfristig zu betäuben. Dabei müsst Ihr sowohl Eure Ausdauer als auch Euren Verstand berücksichtigen: Letzterer nimmt ab, wenn Ihr Euch fokussiert, um so die Zeit zu verlangsamen. Die Elemente greifen gut ineinander und ergeben sogar ein stimmigeres Kampfsystem als im letztjährigen Silent Hill 2. Vor allem die toll präsentierten Zweikämpfe gegen grotesk gestaltete und spielerisch angenehm herausfordernde Bosse bereiten Spaß. Sieht sich Hinako allerdings mit mehreren wendigen Biestern konfrontiert, gerät das behäbige Kampfsystem schon mal an seine Grenzen. Das kann durchaus nerven, gerade weil Silent Hill f sich nicht der typischen Genrekrankheit entzieht, Euch in der Schlussetappe regelmäßig mit zahlreichen Feinden zu ärgern.
In nennenswertem Frust münden diese Unzulänglichkeiten aber nie, eher dürftet Ihr Euch sogar gleich zu einem weiteren Durchgang animiert fühlen, sobald der Abspann vorüber ist. Silent Hill f findet nämlich einen interessanten Ansatz zur Entfaltung seiner Geschichte: Nach dem ersten Durchspielen steht Ihr vor zahlreichen offenen Fragen, die nur im Rahmen mindestens zweier weiterer Durchgänge vollständig geklärt werden. Das mag erst einmal öde klingen, gestaltet sich in der Praxis aber als äußerst faszinierend, warten diese doch mit neuen Spielinhalten, abgewandelten Zwischensequenzen und frischen Dokumenten auf, die neue Perspektiven und ein immer schlüssigeres Bild der Geschichte zulassen. Die Mitnahme von Upgrades und Talismanen aus dem vorherigen Durchlauf erleichtern die nächsten Durchgänge zudem merklich.
So könnt Ihr Euch ganz auf die Geschichte konzentrieren, die diverse spannende und miteinander verwobene Themen mit dem nötigen Feingefühl anpackt. Tendiert man eingangs noch zu bequemen Schwarz-Weiß-Urteilen, zeigt ”Higurashi When They Cry”-Autor Ryukishi07 im Verlauf ganz meisterlich die Komplexität seiner Materie und Vielschichtigkeit seiner Figuren auf. Ein Umstand, der vorbildlich zur Reflexion über die Spielzeit hinaus einlädt und Silent Hill f nicht nur zu einem denkwürdigen Horrorspiel, sondern einer der besten Episoden der Serie macht.























So, endlich die Platin eingesackt. 3,5x durchspielen war dafür notwendig. Das 4. Ende lässt mich aber zufrieden zurück. Hat sich tatsächlich gelohnt mehrfach durchzuspielen. Beim Remake von Teil 2 habe ich nach dem 2. Mal die Lust verloren. Das zieht sich einfach zu sehr hin.
Liegt es vielleicht an den Unreal Engine V die mit Schluckauf kämpfen muss wie bei Metal Gear Solid Delta: Snake Eater? Da kann nur halbwegs schlimm sein, weil Silent Hill f wie MGS Delta, eher langsamer als ein schnelles Tempo hat.
Klingt ja wirklich übel.
Schade, dass das nicht vermeidbar ist.
Ich hab’s noch vor mir. Ich hoffe einfach, dass es dann fertig gepatcht ist, wenn ich es zocke. 😉
@joia
Spielst du auch auf der Pro?
@bort
Hi. 👋🙂
Und immer gerne.
Zum Ende hin wird das Dorf grafisch aufwändiger, die Gegneranzahl nimmt deutlich zu und der begehbare Level ist auch größer. Wird bestimmt damit zusammenhängen.
Im 1. Run auf normal mit weniger Gegnern habe ich da viele erledigt. Ich hatte keine Ruckler. Im 2. Run auf schwer bin ich an allen Gegnern vorbeigerannt und es ruckelte wirklich fies. Ich würde gerne den Leistungsmodus auswählen können, aber das geht ja nicht auf der Pro.
Nee. Das dachte ich auch. Manchmal passiert das Ruckeln einfach und es kann dauern und ist heftig und sieht fast aus wie ein Freeze. Aber es gibt eine Stelle im Dorf im letzten Drittel des Spiels, da ist das quasi “vorprogrammiert” – da komme ich nicht drumherum – es passiert immer.
Und ja – ich habe es dazwischen sogar einmal neu installiert, weil ich ziemlich überrascht war. Hat nit geholfen.
Oh, welch seltener Gast. 🤩
Das Ruckeln kommt bei mir auch direkt nach dem Start der Konsole. Spiel löschen hab ich keinen Bock. Bin jetzt nicht mehr weit von der Platin entfernt. 😊
Aber danke für die Tipps.
Liest sich eigentlich so, als gäbe es da n Speicherproblem (Speicher-Puffer) oder ggf. n Shader-Kompilierungsproblem.
Ihr habt ja geschrieben, dass ein Neustart des Spiels nicht hilft.
Wie sieht es denn mit nem kompletten Konsolen-Neustart aus? Werden die Ruckler/das Stottern dann wieder besser für ne Zeit?
Das Spiel deinstallieren (Savegame sichern) und neu installieren könnte ggf. auch ne Option sein.
ja, schon im ersten Durchgang. Und ja, ich wundere mich auch, dass man dazu nichts hört.
Ich erinnere mich noch an unseren Austausch zu LotF. Bei f hilft mir aber leider nicht mal ein Neustart des Spiels. Zum Glück betrifft es nicht alle Gebiete. Du hattest die Ruckler schon im 1. Durchgang? Da lief alles gut bei mir. Es wundert mich nur, dass ich dazu vorher nichts gelesen habe. So krasse Einbrüche der Framerate hatte ich schon ewig nicht mehr.
@Bort – danke für den Hinweis, bin mir aber echt nicht sicher – dafür war mir f und die Story von Anfang an zu gläsern. Lieber nochmal die 2.
Was die Ruckler angeht – das kann ich nur unterschreiben. Aus unerklärlichen Gründen in unerklärlichen Situationen. Bei mir sind die erst ab der Mitte aufgetaucht und/oder nach einem Reload bei Todesfällen – und nach längerer Spielzeit eventuell. PSSR- oder Speicherpfusch? Ich weiß es nicht.
Denn bei Path of Exile hat es stellenweise auch arg geruckelt, bis die PSSR raus haben. Jetzt ist es nach mehreren Updates zwar wieder da, ich spiele aber trotzdem lieber auf FSR und habe ein knackscharfes Bild.
Und vielleicht erinnerst du dich noch an unseren Austausch bezüglich Lords of the Fallen und die Probleme auf der X. Das hat genauso ausgesehen, bis hin zum Framestillstand. Hier war es beispielsweise ganz sicher eine Frage der Spieldauer. Je länger, desto Ruckler.
Wurde schließlich gepatcht.
@joia Hab gerade hier nochmal deinen Kommentar und den Vergleich mit Hell is us gelesen. Ich fand die Story dort ebenfalls viel eindringlicher, insbesondere da (leider) sehr viel realer. Im Gegensatz zu Hell is us lohnt es sich bei SH f aber deutlich mehr ins NG+ zu starten. Man kann zusätzliche (kleine) Bereiche erkunden, je nach Ende gibt es andere Endbosse, es gibt (leicht) erweiterte Zwischensequenzen und auch komplett neue, es gibt zusätzliche Dokumente, die die Story weiter erklären, es gibt Zusatzwaffen zu finden und neue Rätsel gibt es auch. Bei den Zwischensequenzen finde ich es prima gelöst, dass man diese überspringen kann, aber vorher eine Warnung kommt, falls die Sequenz etwas neues enthält.
Mit dem Kampfsystem habe ich nach einer längeren Eingewöhnungszeit so halbwegs meinen Frieden geschlossen. Das war ja bei SH noch nie wirklich herausragend. Hier hat mich insbesondere die Trägheit völlig genervt. Aber das soll vermutlich so sein, da Madame ja keine Kampfmaschine ist.
Nochmal zu den Rucklern: Wenn ich so zurück überlege, fingen diese schon leicht in der Stadt beim 2. Besuch an und wurden bei jedem erneuten Besuch der Stadt intensiver. In der geschlossenen Parallelwelt oder in der Schule kamen sie nicht. Ich spiele im NG+ auf schwer, wodurch deutlich mehr Gegner unterwegs sind. Diese umlaufe ich lieber, so dass sich deren Anzahl auch nicht reduziert. Das Stadtgebiet wird bei jedem Besuch größer und der Wandel der Stadt grafisch aufwändiger. Zudem steigert sich die Anzahl der Gegner immer weiter von Besuch zu Besuch. Auf der Pro kann ich nicht zwischen Leistung und Qualität wählen. Es gibt nur den Modus „Verbessert“. Das scheint dem Spiel nicht gut zu tun. Mir graut schon etwas vor den letzten Besuchen in der Stadt. Eigentlich wollte ich danach noch auf dem höchsten S-Grad durch, aber das könnte ein Ding der Unmöglichkeit werden, wenn dort noch mehr Gegner unterwegs sind. Ich hatte gestern schon teilweise Standbilder und konnte kaum noch steuern bzw. Gegnern ausweichen. Es wundert mich etwas, dass sowas nicht im Test erwähnt wird. Kevin schrieb ja, dass er das Spiel 3x durchgezockt hat. Entweder jedes Mal nur auf leicht/normal oder da wurde was kaputt gepatcht.
Ich bin gerade im NG+ im letzten Spieldrittel. Im 2. Durchgang macht mir das Spiel deutlich mehr Spaß. Auch, weil ich an den meisten Gegnern vorbeirenne und deswegen das maue Kampfsystem nicht ständig ertragen muss. Aber ansonsten ist das Spiel schon ziemlich gut geworden. Insbesondere die Story ist sehr gut erzählt, auch wenn ich das Spiel nicht gruselig finde.
Was aber gerade richtig mies kommt, sind die Ruckler. Im 1. Durchgang war alles fein. Jetzt zum Ende hin bricht die Bildrate ständig massiv ein. So krass, dass ich kaum noch steuern kann. Selbst wenn keine Gegner in der Nähe sind. Keine Ahnung, woran das liegt. Dafür hätte das Spiel eigentlich ordentlich Schelte bekommen müssen. ☹️ Und das auf der Pro… Spielneustart hilft auch nicht.
@revan – weiß jetzt grad nicht, von welchem Spiel du sprichst.
Die ursprüngliche Kern-Story von Silent Hill 2 ist/war definitiv nochmal ne Ecke krasser, aber man merkt dem Remake einfach die “eigenwillige” Handschrift von Bloober Team an 😅
– Wieso gibt es über ein Jahr nach Release noch immer keinen Patch gegen dieses grauenhafte Pfützen-Flackern im Performance-Modus?
– Wieso laden die Texturen so langsam, v.a. warum ist die Karte bei jedem Aufrufen für mindesten 0,5 bis 1 Sekunde komplett verschwommen, ehe sie sich “scharf” stellt?
– Wieso vibriert mein Controller unentwegt im Gegenstandsmenü?
– Wieso pausiert das Spiel nicht, wenn ich Dokumente oder Karten aufrufe sondern zwingt mir beim Lesen Kämpfe auf?
(Antwort: Wahrscheinlich weil Bloober so von ihren grauenhaften Dokumenten-Writing ablenken wollen 🤪)
– Wieso kann/ muss ich Textdokumente langatmig umdrehen, wenn in 99 % der Fälle nichts relevantes auf der Rückseite steht?
– Wieso gibt es absolut keinen nennenswerten Gameplay-/Storyanreiz für das NG+, außer vlt der Kettensäge?
Und schlussendlich:
– warum wird die Gegnergesamtzahl von ursprünglich ca 150 auf über 400 erhöht, wenn es nach wie vor nur 4 nicht-upgradebare Waffen und 5 Gegnertypen gibt?
Hunderte Male immer und immer wieder die immer gleichen Gegner mit dem immer gleichen lamem Kampfsystem zu vermöbeln, wird halt einfach nur öde irgendwann.
Also. Das Spiel ist immer noch gut – aber ich will mir gar nicht ausmalen, wie brilliant es hätte werden können, wenn dort wirklich kompetente Leute wie die von den Resi/Dead Space Remake drangesessen hätten.
Wird auf jedenfalls nachgeholt. Erstaunlich von Taiwan.
Ich fand die story sogar sehr gut, weil sie sehr tiefgründig ist.
Nur dass gameplay hab ich in vielen spielen in diesem Jahr einfach besser erlebt, schießen in death stranding 2 und stalker 2 oder nahkampf in dying light the beast.
Ansonsten hatte ich mich dazu schon einmal mehr als ausführlich zu geäußert.
Silent Hill f ist ein “… kompetent umgesetzter Genrevertreter, der auf altbekannten, aber eben auch altbewährten Pfaden wandelt.” (Kevin Pinhao)
Das unterschreibe ich 100% – mit der Story sonst kann ich nichts anfangen und habe auch nicht vor, noch ein NG zu starten.
Die Psyche bzw. die Interpretation einer pubertären Japanerin noch dazu in einem Japan selbst vor meiner Zeit durch die Entwickler ist und bleibt mir fremd. Der Horror hielt sich bei mir stark in Grenzen – vor allem deshalb, weil die psychologischen Anspielungen zu alltäglich und oberflächlich daher kamen. In Hell is us wird das menschliche Drama durchaus tiefgreifender umgesetzt.
Das Dorf fand ich ein echtes Highlight. Wenn diese Fuchsmannwelt nicht so aufgeblasen gewesen wäre – der Wechsel dorthin war auf Dauer ziemlich langweilig.
Die Kämpfe fand ich am Anfang hakelig, ging dann aber.
Rätsel waren ok – hab auf normal/normal gespielt.
Tolle Soundatmosphäre.
Silent Hill 2 (Original und Remake) bleibt für mir die uneingeschränkte Nummer 1.
Ein absolut großartiges Meisterwerk, welches nahezu alles besser macht, als das Silent Hill 2 Remake von Bloober Team.
(V.a: Abwechslungsreichere Kämpfe, mehr Gegnertypen, besseres Pacing, besser geschriebene Notizen, sinnvolleres NG+
und vor allem: Keine massiv Dauerflackernden Pfützen im Performance-Mode 😅 )
ich fands super aber die müssen unbedingt noch das pssr auf der pro patchen oder einfach raushauen