Sniper Elite 4 – im Test (PS4)

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Da Ihr jederzeit speichern dürft, viele Save-Slots zur Verfügung stehen und das Laden schnell geht, könnt Ihr eifrig experimentieren: Wann hört Euch ein bestimmter Wachposten? Wer eilt zu Eurer letzten bekannten Position? Schafft Ihr den Sniper-Kill akkurat während Fliegerlärm Euren Schuss übertönt? Wie viele Nazi-Soldaten reißt ein explodierender Lkw mit in den Tod? ­Fairburne klettert auf Dächer und Kirchtürme, legt Sprengladungen, lenkt mit Steinwürfen ab und kann viele Nebenmissionen absolvieren. Wer etwa die Aufzeichnungen eines getöteten Scharfschützen erbeutet oder in der Werft alle Suchscheinwerfer ausschaltet, hat länger Spaß mit dem Spiel und verdient sich zusätzliche Punkte. Damit steigt Ihr Stufen auf und könnt – leider recht unwichtige – Upgrades freischalten; das Aufleveln funktioniert übergreifend über Kampagne, Koop-Modus und Online-Schlachten.

Ihr dürft alle Missionen mit einem Online-Freund bestreiten – stöpselt zwecks Absprachen unbedingt ein Headset an! Kooperatives Vorgehen macht den Spiel­ablauf mitunter actionreicher, denn Ihr könnt Euch bei Schusswechseln Deckung geben und den verwundeten Kumpel heilen.

Besonders cool sind zwei zusätzliche, lange ”Überwachungsmissionen”, die Ihr kooperativ bestreiten müsst: Ein Spieler bewegt sich in einem höher gelegenen Areal, hat aber nur Pistole und Sniper Rifle dabei. Der Kollege schleicht derweil ohne Scharfschützengewehr durch tiefer gelegene Gassen, markiert Feinde und hofft, dass der Sniper-Kumpel alle Wachen ausknipst – ein Heidenspaß für eingespielte Duos.

Den ”Überlebensmodus” bestrei­tet Ihr auf drei Karten: Bis zu vier Soldaten kämpfen hier gegen immer stärkere Feindwellen – diese Variante gewinnt keinen Innova­tionspreis, macht aber auch ­Laune. Schließlich gibt es noch den Online-Multiplayer-Part mit sechs Maps und ebenso vielen Modi – cool finden wir die Varianten ­”König der Entfernung” und ”Kein Überqueren”. In Letzterer trennt ein Zaun oder Graben zwei Map-Hälften, sodass nur Kills aus der Entfernung möglich sind. ­Weniger cool sind häufige Lags, die ”teleportierende” Gegner zur Folge haben – ein Unding bei einem Sniper-Duell.

PS4-Pro-Besitzer freuen sich über eine noch bessere Bildrate und kürzere Ladezeiten, aber auch auf der normalen PS4 läuft das Spiel richtig gut. Der Season Pass für 35 Euro enthält u.a. vier zusätzliche Story-Missionen.

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