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Insbesondere die optionalen Nebenstränge strotzen vor Kreativität, Rätseln und kooperativen Ansätzen und sind somit eine willkommene Abwechslung zu der sonst eher actionreichen Mio-Hauptgeschichte. So muss sich Marcus etwa in Gestalt eines gefleckten Schweins mit magischen Regenbogenfürzen durchs Bild bewegen, während ich mich quiekend in eine Sprungfeder-Sau verwandle, um verlorene Äpfel zu suchen. Nur um nach getaner Arbeit schließlich die Form eines Würstchens anzunehmen, das unbedingt gegrillt und in Ketchup und Senf gebettet werden will.
In anderen Abschnitten fahren wir ein Snowboard-Wettrennen mit waghalsigen Tricks, düsen mit Wingsuits durch die Luft, lernen von einem Affen-Guru verschiedene Tanzschritte, fliehen vor einer Supernova oder hüpfen als Zähne mit stylisher Zahnpasta-Tolle durch ein Süßigkeitenland, um uns mit einem fiesen Zahnarzt anzulegen. Auch die eingangs erwähnte Spielshow, bei der wir uns zeitlich aufeinander abgestimmt eine Bombe zuwerfen müssen, bevor diese explodiert, ist herrlich schräg und fordert schnelle Absprachen, die sich gerade am geteilten Bildschirm gut umsetzen lassen.
Split Fiction zieht bei den Nebenmissionen alle Register und kitzelt mit der immensen Ladung Kreativität sämtlichen Willen zum Weiterspielen aus uns heraus. So können wir schon mal ein Auge zudrücken, wenn sich die Rätsel und Aufgaben meist ähneln, weil eben hier ein Schalter betätigt oder dort eine Plattform farblich korrekt beschossen werden möchte. Weniger nachsichtig sind wir bei den Bosskämpfen, die entgegen der It Takes Two-Tradition leider kaum Abwechslung bieten. Insbesondere die Auseinandersetzungen mit den Sci-Fi-Gegnern ähneln sich nicht nur optisch, sondern vor allem auch inhaltlich sehr. Da prasseln in mehreren Phasen identische Angriffsmuster auf uns ein, während wir ausweichen und die obligatorische Schwachstelle am zumeist riesigen Feind suchen, damit wir schlussendlich zusammen zum finalen Schlag ansetzen. Nur selten überrascht uns Hazelight mit einem besonderen Finalkampf, weshalb sich diese trotz gelungener Inszenierung als eher lästiges Übel erweisen. Aber hey, ein Ehestreit geht noch!









Ich sehe es anders als meine Vorredner. Mir gefällt Split Fiction besser. Das Tempo, das Gameplay, die größere Herausforderung (Auch zu zweit), der Soundtrack und auch die tiefgreifende Story finde ich allesamt eine Spur besser als beim imaginären Vorgänger.
Sind beide super gut, aber wenn ich eins wählen müsste, wäre das Split Fiction.
Ach ja und “Figuren bleiben oberflächlich” stimmt halt einfach nicht. Grade für so ein Spiel sind sie deutlich mehr als steuerbare Avatare. Das ist meiner Meinung nach eine Falschaussage. 😉
Für mich bisher mein Spiel des Jahres. It takes Two ist vielleicht minimal besser, aber auch Split Fiction ist ein herausragendes Koop Spiel.
Fand it takes two auch besser, insbesondere wegen der Story und der generell für mich kohärenteren Welt
Meine Schwester und ich hatte mit Split Fiction menge Spaß gehabt. Ein Geschehnis nach dem anderen aus mengen bekannten Genre und Anspielung. Daher wäre es Ratsam keine weitern Videos sehen oder die Screenshots ausblenden, wenn Ihr nicht gespoilert wird. Schade, das es mir zu hektisch wirkt im Gegensatz zur It Takes Two.
Muss ja gestehen, dass ich von Split Fiction eher enttäuscht bin. It takes two sah irgendwie besser aus, hatte eine sympathischere Story, die Levels waren kreativer und die Bosse nicht so konstruiert und nervig. SF fühlt sich in jeder Hinsicht wie ein downgrade an.