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Freunde der Fliegerei schwingen sich in “Jägerstaffel” ausschließlich in die Lüfte, in “Droidenalarm” wollen drei über die Karte laufende Blecheimer erobert und verteidigt werden. Die Königsdisziplinen von Battlefront sind “Kampfläuferangriff” und “Vorherrschaft”.
In Ersterer müssen die Imperialen zwei AT-ATs bis zum Ziel eskortieren: Haltet dafür die Rebellen davon ab, Uplink-Stationen einzunehmen, mit denen Y-Flügler herbeigerufen werden, welche die Läufer verwundbar machen. Trotz Nachjustierung im Vergleich zur Beta hat hier das Imperium immer noch Vorteile. In “Vorherrschaft” messt Ihr Euch mit 40 Leuten auf riesigen Karten und kämpft um Kontrollpunkte, während spielergesteuerte Läufer und Flugzeuge vorbeirauschen und Helden wie Schurken die Reihen aufmischen. Hier regiert oftmals das Chaos, da es kein Squad-System gibt, also niemand Angriffe koordinieren kann. Trotzdem macht die Massenkeilerei immer wieder Spaß, auch, weil es keine Wartezeiten beim Respawn gibt und man bei so vielen Gegnern sicher ein unaufmerksames Ziel findet.
Irgendwann wird die spielerische Schlichtheit des Titels allerdings problematisch. Denn wo man sich in Battlefield und Call of Duty ständig verbessert, lernt, seine Rolle auszufüllen, und seine gewählte Waffe immer weiter verfeinert und ausbalanciert, stagniert das Spielerlebnis in Battlefront vergleichsweise schnell. Die geringe Einstiegshürde wird zum Stolperstein für diejenigen, die gerne tiefer in die Materie eindringen und sich nicht nur durch einen anderen Kopf von Neulingen unterscheiden würden. Hier bietet der Titel zu wenig – das wiederum macht ihn interessant für Gamer, die online gelegentlich einfach nur Spaß haben wollen. Als langfristiger Grund, die Konsole einzuschalten (wofür CoD und Co. bei vielen passionierten Actionspielern steht), eignet sich Battlefront aber nicht.
Apropos allein: Warum wir so wenig über die Solo-Elemente berichten? Weil es in dem Bereich kaum etwas gibt, für Einzelgänger lohnt sich Star Wars Battlefront nicht. Allein oder kooperativ über das Netz oder per Splitscreen tretet Ihr lediglich in Schlachten gegen die KI an oder übersteht 15 immer stärker werdende Feindwellen, wobei Ihr für bestandene Herausforderungen Sterne sammelt. Eine zusammenhängende Kampagne gibt es nicht. Wenn Ihr nicht gerade stupide Credits einheimsen wollt, könnt Ihr diese Inhalte getrost ignorieren.
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Immens wichtig bei einem Spiel mit so einer prominenten Marke ist die Atmosphäre. Fühlt man sich bei einer Partie Battlefront wie im “Star Wars”-Universum? Mit Sicherheit! Dafür sorgen nicht nur Bild und Ton (dazu später mehr), sondern auch die vielen kleinen Details.
Auf Endor fliegen ab und an Ewoks mit ihren Segelfliegern herum und werfen Euch Steine an den Kopf, auf Tatooine verstecken sich Jawas in ihrem Sandkriecher-Kettenfahrzeug und im AT-ST-Tutorial auf Sullust stößt sich im Intro ein Sturmtruppler im Hintergrund den Kopf – genau wie in Episode IV. Diese Kleinigkeiten zeigen DICEs Liebe zum Detail. Sauer stößt bei der deutschen Synchronisation allein auf, dass außer Luke, Leia und Han Solo keine Originalstimmen dabei sind. Das fällt bei Darth Vader und C-3PO deutlich auf. Wer es übrigens noch nicht bemerkt hat: Battlefront behandelt ausschließlich die Zeit der ursprünglichen Filmtrilogie, Jar Jar Binks und Co. läuft man nicht über den Weg. Vielleicht passiert das in einer der geplanten Erweiterungen. Einen Ausreißer bilden die Zusatzkarten auf Jakku, welche im Zusammenhang mit dem neuen Kinofilm “Das Erwachen der Macht” veröffentlicht wurden.
Der Release von Battlefront überraschte mit DICE-untypischen stabilen Servern, und auch Wochen nach Release gibt es keinerlei Ausfälle oder Verbindungsschwierigkeiten zu beklagen. Auch die Grafik überzeugt: Charaktermodelle, Fahrzeuge und Umgebungsdetails gleichen den Filmrequisiten aufs Haar, Beleuchtung und Materialien sind ein Traum und werden nur noch von The Order: 1886 getoppt. Einzig flimmernde Kanten bei schmalen Objekten wie Funkantennen sowie Detailarmut und flache Texturen bei weiten Entfernungen halten uns von der Höchstwertung ab.
Der Sound ist (abgesehen vom Synchronsprecherproblem) Star Wars pur: Von den kreischenden Turbinen der TIE-Jäger über das Zischen der Lasergewehre bis zu den klackernden Schrittgeräuschen der Sturmtruppen hat DICE den Ton perfekt getroffen. Mit einer Surround-Anlage fühlt Ihr Euch wie auf dem Schlachtfeld. Fraglich bleibt nur der Umfang der angekündigten Unterstützung des Soundformates Dolby Atmos, das über Deckenlautsprecher zusätzlichen Raumklang bietet. Battlefront sollte das erste Spiel sein, das dieses Feature bietet, bisher fehlt davon aber jede Spur. Auf Anfrage erklärte man uns, für PC werde es irgendwann einen Patch geben – ob Konsoleros mit solchen Soundsystemen auch in den Genuss kommen, konnte man uns noch nicht sagen.









Könnte ich mal wieder spielen….Bei mir gab aber auch den oft beschriebenen Effekt: Die ersten drei Tage waren starke Star Wars-Unterhaltung, danach ging es mit der Motivation stark bergab.
Ich hab es nach einem Tag wieder verkauft….Nicht weil ich es schlecht fande, es hat mich aber irgendwie nicht “”erreicht bzw in seinen Bann gezogen””…..
Geiles Game!!!
ein schnell zusammengeschraubtes star wars spiel was schnell zum release des filmes fertig sein soll.immer wieder schade das dieser lizenzmüll zuviel geld einspielt.
Das Spiel konnte wirklich nur grafisch überzeugen und hinkt weit hinter seinen Vorgängern hinterher.Im Singleplayer ist es absoluter Mist und selbst im Multiplayer nicht besonders überzeugend.Nicht umsonst für viele die Enttäuschung des Jahres 2015.
Guter Test. Grafik ist für mich auch eine 10 von 10.