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So hat Jack auch stets zwei wählbare Mitstreiter dabei, wird fürs Ableben weit weniger hart bestraft, als das noch bei Nioh der Fall war, und dann ist da noch, ganz Final Fantasy-typisch, ein Klassensystem. Während Jacks Begleiter auf ein paar wenige Jobs festgelegt sind, freut sich der grimmige Protagonist über ein stetig wachsendes Angebot an Basisklassen und fortgeschrittenen Professionen, die alle individuell hochgelevelt werden. Jede hat einen Talentbaum, auf dem neue Fähigkeiten oder Werteverbesserungen freigeschaltet werden – und am Ende befinden sich oft ganz neue Klassen, die sich dann freischalten lassen.
Die Klassen sind auch angenehm unterschiedlich. Der Dieb haut schnell zu, der Berserker ist behäbiger, aber durchschlagend, der Dragoon springt mit seiner Lanze hoch in die Lüfte und die magischen Typen greifen mit ihren Elementarzaubern auch auf Distanz an. Gegner haben derweil zwei Energieleisten: Prügelt Ihr die Lebenskraft runter, wird der Gegner einfach besiegt. Knackt Ihr dagegen die Verteidigung, packt Jack den Feind und führt einen spektakulären Finisher aus – der erledigt den Gegner nicht nur sofort, er erweitert auch die Magieleiste und ergattert ein paar Magiepunkte. Wer voll aufgeladen zum Bosskampf antritt, der macht sich das Leben leichter. Trotzdem sollten die grundlegenden Techniken gut sitzen: Schnelle Combos, klug platzierte Specials, flinkes Ausweichen und das Wissen, wann ein Konter geboten ist und wann die einfache Verteidigungshaltung ausreicht, ist gerade im späteren Spielverlauf essenziell.
Ebenso wichtig ist auch die Wahl der Ausrüstung. Hier geht Stranger of Paradise den Weg von Nioh: Innerhalb eines Levels findet Jacks Truppe massenweise Ausrüstung unterschiedlichster Art und Qualität. Rüstungen, Helme, Stiefel, Schilde, Speere, Äxte, Schwerter – das Inventar füllt sich innerhalb kürzester Zeit. Der Großteil der Funde ist leider nutzlos und kann direkt in der rein menübasierten Hauptstadt zu Rohstoffen eingeschmolzen werden, und wer sich den ständigen Wertevergleich mit der neuen Ausrüstung sparen möchte, der freut sich über die Auto-Equip-Funktion. Ohnehin spart Stranger of Paradise nicht an Komfort: Wer keinen Nerv für die knackigen Bosskämpfe hat, der schraubt den Schwierigkeitsgrad per Menü runter und macht sich das Leben so ein ganzes Stück einfacher – eine spaßige Hauerei ist dieser Final Fantasy-Ableger auch dann noch.





















Ich schließe vorerst die Kommentare, weil hier einfach zu viel ausufert. Schade und sorry, aber den Stress braucht keiner.
@ Chris Kong&Co
Das ist doch nicht dein Ernst
[Den Rest des grenzwertigen Rants habe ich entfernt, bevor sich jemand ganz um Kopf und Kragen redet. Bitte einfach abregen und akeptieren – us]
@spacemoonkey
Hab die Demo gezogen.
Wusste gar nicht, dass es eine gibt. Danke.
@M!-Team
Kleines Wunschdenken: Könntet ihr in euren Test-Wertungskästchen solche Demo-Notizen machen?
Dazu braucht’s keinen Text, höchstens zwei Arten:
– neutral (für nicht angespielt / nicht sonderlich repräsentativ)
– ok (für hilfreich / nützlich)
Die Überlegungen, die dahinterstecken, erschließen sich mir auch nicht wirklich. Ich meine, wenn von Quotenschwarzen die Rede ist, was sind dann die Weißen in dem Zusammenhang? Sind sie etwas, das unumstößlich ist, weil es gefühlt schon immer so war? Aber warum war es das? Hat es vielleicht mit der zu dem Zeitpunkt gesellschaftlichen Situation zu tun, wie die Menschen miteinander umgangen sind, wie sich die Bevölkerung zu dem Zeitpunkt zusammengesetzt hat? Warum lese ich bei Fantasy immer wieder ablehnende Äußerungen wenn es um PoC geht? Ist dieses Genre für Weiße privilegiert?
hab als erstes den animeboygroupjungen aus meiner party geworfen. wenn einer nicht reinpasst dann is der das 🙂
Das mit den Identifikationsfiguren ist so eine Sache. Oft gar nicht der entscheidende Punkt. Ich identifizier mich so gut wie nie mit einer Videospielfigur. Was du meinst ist eher Visibilität. Und da brauchts zum Teil schon eine Gesamtbetrachtung, die eine Vielfalt bringt. Bin ja gerade durch mit Ghost of Tsushima, aber wenn ich so recht nachdenke, fallen mir kaum oder wenig Spiele ein, die einen asiatischen Hauptdarsteller haben. Schon gar keinen, der seine Wurzeln in Indien, Pakistan, Sri Lanka und Bangladesh hat, und von dort stammen nun mal die meisten Menschen. Sichtbar sind die aber null. Weder Figuren noch deren Kultur. Da hat die Videospielwelt noch mächtig Nachholbedarf. Ausgewogen sieht anders aus. Und Vielfalt braucht es in der Breite wie auch der Qualität. Es bringt ja nichts, wenn jedes erfolgreiche Spiel eben genau darum einen Bogen macht.
Ich werde auch nie verstehen, warum man sich nicht einfach darüber freuen kann, das mehr Menschen Identifikationsfiguren in Spielen etc bekommen.
Wenn es nach dem rechten Schlagwort Political Correctness gehen würde, so müssten Schwarze wohl auch heute noch im Bus hinten sitzen – nur weil etwas früher so war, muss es nicht bedeuten, dass sich eine Gesellschaft nicht weiterentwickeln kann, auch wenn manche das nicht akzeptieren wollen, aus Gewohnheit, Ignoranz bzw. schlicht Rassismus.
Wie Carot sagt, sollte man bei dem Thema differenzieren können. Ich würde noch ergänzen, dass es auch mit künstlerischer Freiheit zu tun hat. Beispw. hatte Patrick Stewart in einem Othello-Bühnenstück mitgewirkt, bei dem er Othello gespielt hatte, aller anderen Rollen wurden von dunkelhäutigen Darstellern gespielt.
Dann gibts durchaus streitbare Situationen, wenn es um die Umsetzung bereits visualisierter Figuren geht, wie jüngst z.B. Wesker in der neuen Resident Evil Serie. MMn in dem Fall ein Missgriff, weil damit ein wesentliches Element ad absurdum geführt wird der Reihe. Der ganze Überbau der ersten Resident Evil Spiele hatte schon immer diesen Anstrich, dass eine weisse, elitäre Schicht mit deutlichen Anleihen bei den Nazis, Experimente an Menschen macht. Wesker entspricht dabei so ziemlich dem Idealbild bezw. prototypischen Bild eines Nazi-Schurken. Hier entfernt man unwissend aber willentlich die durchaus politische Dimension, die man darin erkennen kann. Bei anderen Figuren wäre das in der Reihe in der Hinsicht weniger problematisch. Aber schlussendlich bleibt auch das eine künstlerische Entscheidung, die man gut finden kann oder nicht. Ist halt eine Frage des Kontexts. Heikel wird es mMn dann, wenn man geschichtsrevisionistisch agiert, um sich in besserem Licht darzustellen, z.B. der ganze Kolonialismus, der oft in fast schon beschönigender Weise inszeniert wird.
@kratos
Ihm hat auch niemand vorgeworfen ein Rassist zu sein. Aber halt darauf hingewiesen, dass Quotenschwarzer halt im Wording an sich rassistisch ist. Nennt sich Alltagsrassismus.
Bei Fantasy Settings finde ich Diskuissionen wie weiter unten von vornherein ziemlich befremdlich. Dabei spielt es nicht mal eine große Rolle, ob der Vorgänger im Geiste mit acht Farben auch dunkelhäutige Charaktere hatte. Schlicht und ergreifend, weil es ein Fantasy Setting ist.
Was ganz anderes ist es in Spielen, die gerne realitätsnah sein wollen, Stichwort Kingdom Come: Deliverance. Das spielt mitten im ländlichen Böhmen, Kumanen tauchen hier durchaus auf, halt dummerweise nur auf der ‘bösen’ Seite, was aber auch durchaus in den historischen Kontext passt.
man kann ne ordentlich lange demo runterladen. meine man kann den speicherstand in die vollversion übertragen wenn ich da jetzt nicht verwechsle.
seit dem letzten patch hat sich auch grafisch bischen was getan. antialiasing ist jetzt sogar ganz gut. viel angenehmer
Rasche Nebenbemerkung:
Nach dem M!-Test ist der Titel jetzt bei mir von ‘Nahh, Gurken-Brei’ zu ‘Hmmm, will ausprobieren’ hoch gerutscht.
@Walldorf: Zum einen hab ich den Begriff nicht verwendet und zum anderen überinterpretiere ich den auch nicht unnötig. Im Gegensatz zu einigen hier würde ich Muten-Roshi aufgrund seiner Meinung und unglücklichen Formulierung zumindest nicht direkt unterstellen das er ein Rassist ist.
@kratos Begriffe wie “Quotenschwarzer” verwenden und dann sich über eine “Rassismuskeule” beschweren? Das passt nicht wirklich zusammen.
Damals gab es gar keine fix vorgegebenen Charactere, nur Charakterklassen, darunter den “Black Mage”.
Immer diese ganz schlimme Political Correctness, die armen Gamern das Leben verleiden will.
Ist nicht mein mein Vergleich sondern seiner. Ansonsten, wenn das Spiel auf Final Fantasy 1 basiert muss man da ja nur schauen ob es seinerzeit auch schwarze Charaktere im Spiel gab und ich hab da absolut keinen Schimmer, wenn dem aber nicht so ist, kann man sich schon fragen ob das aufgrund von Political Correctness plötzlich der Fall ist. Kann sich ja jeder seinen eigenen Teil zum Thema denken, ich werde das jetzt auch nicht weiter auswalzen, schon allein weil mir FF meilenweit am Allerwertesten vorbei geht.
Das, was ghostdog83 sagt.
Zusammen mit dem Ratschlag, das Thema vielleicht nicht noch weiter auswälzen zu wollen, bevor sich noch jemand ins Abseits tippt.
Das Spiel greift Ereignisse von Final Fantasy 1 auf. Es gibt in Final Fantasy bereits Luftschiffe, Roboter und eine fliegende Festung auf Basis von Technologie – also Science-Fiction Elemente. Dein Mittelaltervergleich ist daher unpassend.
Flying Fortress (FF1)
https://finalfantasy.fandom.com/wiki/Flying_Fortress
Für was soll er sich da bitteschön entschuldigen? Dafür das sich nach seinem Empfinden schwarze Charaktere in einem Mittelaltersetting gezwungen anfühlen?! So what?, kann man doch so akzeptieren ohne gleich die Rassismuskeule zu schwingen. Ich hatte vor einiger Zeit den Film The Great Wall mit Matt Damon gesehen der während der Song Dynastie (960 bis 1279 ) in China spielt und fand die westlichen Charaktere auch als reichlich aufgezwungen, trotz dessen das es ein Fantasy-Film ist.
@muten-roshi Es reicht wenn du dich entschuldigt. Natürlich haben wir Meinungsfreiheit, aber wer mit Thema nicht befasst hat, der wird auch mit Konsequenzen spüren. Zeige einfach bitte Toleranz.
Danke.
Soll ja noch dieses Jahr kommen dass neue star ocean. Hoffnungen nach dem letzten rohrkrepierer teil hab ich aber nicht.
Und stranger of paradise würd ich genauso wie ghostwire nicht mal geschenkt haben wollen. Schade dass final fantasy zumindest für mich nach dem Zehnten teil massiv abgebaut hat.
Ja.
@ChrisKong
Star Ocean gibt es auch noch.
Ulrich?Ernsthaft?
Wird eigentlich ausser Dragon Quest noch was anderes von den alten Enix-Marken verwendet? Die hatten auf dem SNES wirklich einige schöne Spiele. Gameplaytechnisch zwar nicht the Top of the Crop aber immer schön erzählt und mit grandioser Musik unterlegt.
Und jetzt schnell den Meinungsfreiheits-Hammer rausholen, das fehlt noch zur Abrundung der Opfer-Inszenierung.
Ich bin sicher kein Nuhr-Fan, aber wenigstens einen sinnvollen Ratschlag hat er dann doch mal gehabt.
Ich mag weisse Figuren in Mittelalter\Fantasy Settings einfach lieber und das darf ich auch sagen.
Das einzig widerliche hier sind gewisse Reflexreaktionen.Whatever…
Weil FF7 auch fuer mich ne grosse Nummer ist liebe ich unter anderem natuerlich auch Barret sehr.
Naja wahrscheinlich Perlen vor die Säue.
@muten-roshi Wohl in denNeunzigern hängengeblieben?! Widerlich!
FF13 habe ich zunächst auch sehr wenig abgewinnen können – in zwei Momenten stand ich kurz davor abzubrechen. Ich entschied mich, eine andere Herangehensweise anzusetzen, es als audio-visuellen Roadtrip wahrzunehmen, während ich der Story und den Figuren nur noch wenig Beachtung schenkte. Mit dem Kampfsystem konnte ich mich auch weitestgehend arrangieren.