Summoner – im Klassik-Test (PS2)

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Die meisten japanischen Genre-Vertreter stoßen Euch mit der Nase auf Story-relevante Ereignisse, hier dagegen müsst Ihr noch aufwändige Recherche betreiben: Wie komme ich an den Palastwachen vorbei? Wo finde ich den Eingang in die Kana­lisation? Wer ist die geheimnisvolle Elfendame im Gemach des Königs… und was habe ich damit überhaupt zu schaffen? Unzählige Fragen, die unter Garan­tie irgendeine Spielfigur irgendwann und irgendwo beantworten kann – Ihr müsst nur penibel genug suchen und geschickt kombinieren.

Während Eure Gruppe verzweifelt nach Hinweisen forscht, geht im Hintergrund das Leben seinen gewohnten Gang. Handwerker, Soldaten, Edelleute und Kaufmänner erledigen gewissenhaft ihr Tagewerk und warten nur darauf, Eure Charaktere in ein Schwätzchen zu verwickeln. In ein Schwätzchen – oder in ein ausgewachsenes Gespräch: Denn jeder der unzähligen „Summoner“-Bewoh­ner schleppt seine eigene Lebensge­schichte mit sich herum, und die meisten davon sind ganz wild darauf, sie Euch in seitenlangen Dialog-Boxen zu erzählen. So erfahrt Ihr nicht nur nützliche Hinter­grundinformationen – auch Euer Wissen über Kultur und Politik der Spielwelt wird aufgepeppt.

Weniger gesprächig, aber dafür umso ertragreicher laufen die Begegnungen mit Monstern und Räubern ab: Beim Marsch über die Weltkarte von Schauplatz zu Schauplatz verwickelt Euch Volition in die gewohnten Zufallsbegegnungen. In Orten und Dungeons seht Ihr dagegen die Monster auf Distanz und könnt so unliebsamen Konflikten ausweichen – vorausgesetzt, Eure Kämpen sind schnell genug. Geflüchtet wird übrigens wie gekämpft: In Echtzeit. Dabei reagieren Eure Charaktere selbstständig auf die Attacken ihrer Gegner – je nach Beruf des Charakters mit dem Schwert oder einem zünftigen Zauberspruch. Wer mit der Taktik seiner Truppe nicht zufrieden ist, ruft das gewünschte Menü auf und friert den Kampf ein: Neuen Zauber oder Angriffstechnik wählen, Menü ausblenden, und schon wird munter weitergeknüppelt. Der Vorteil: Sind Eure Charaktere erstmal groß und stark, könnt Ihr Euch die Menü-Mühe sparen, denn schwachbrüstige Monster wie Skorpion-Menschen oder Skelette erledigen Eure Charaktere quasi im Vorbei­gehen. Schwert raus, Blitz herbei – und es ist Ruhe im Goblin-Bau!

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