Super Smash Bros. Ultimate – im Test (Switch)

28
8149
Zurück
Nächste

Seite 3

Ihr könnt praktisch in allen Modi Figuren freischalten: Spielt Ihr einmal den Arcade-Part durch, werdet Ihr nach dem Abspann regelmäßig herausgefordert. Widmet Ihr Euch ausgiebig der Mehrspieler-Variante, kommen auch da regelmäßig neue ­Kämpfer ­vorbei. Und im Abenteuer-Modus mit dem poetischen Titel ”Stern der irrenden Lichter” ist das Freispielen neuer Charaktere ein ­zentraler Bestandteil.

Überhaupt können Solisten eine Menge Zeit in diesen ­Modus investieren. Ihr beginnt das Spiel lediglich mit Kirby, zieht Schritt für Schritt über eine weitläufige Landkarte und bestreitet ­Kämpfe unter verschiedenen Bedingungen – oft fühlt sich das auch wie ein kleines Rätsel an. Beispiel gefällig? In einem Szenario wehen ständig kräftige Böen und drohen Euch aus der Arena zu pusten. Doch an einer anderen Abzweigung spielt Ihr einen Geist frei, der Euch teilweise Immunität gegen Wind verleiht – schon ist die Aufgabe dramatisch einfacher.

Ihr befreit Primär- und Sekundärgeister, die Euch bessere Kampfwerte und spezielle Eigenschaften verleihen, stuft diese Geister hoch und kauft Euch auf einem Talentbaum zusätzliche Werteboni. Wie in einem Rollenspiel werdet Ihr so stärker. Die abwechslungsreichen Aufgaben erinnern durchaus an vergleichbare Modi in frühen Episoden von SoulCalibur. Und wer ­möchte, nimmt seine hochtrainierten, mit Geistern verstärkten Figuren auch mit in die anderen Modi. Natürlich könnt Ihr die Spielbalance gehörig zu Euren Gunsten verschieben, aber wie in fast allen anderen Aspekten auch überlässt Super Smash Bros. Ultimate die Entscheidung über solche Details dem Spieler.

Bleibt eine letzte große Frage: Wie schlägt sich Super Smash Bros. Ultimate unter verschärften Profi-Bedingungen? Immerhin ist die Smash-Gemeinde wie kaum eine andere gespalten. Auf der einen Seite steht die Melee-Fraktion, welche die GameCube-Version für das Maß aller Dinge hält und alle späteren Inkarnationen für unnötig verschlimmbesserte Casual-Varianten. Auf der anderen Seite sind jene, die gerade in der letzten Fassung für Wii U viel Schönes und Komplexes fanden. Hier versucht ”Super Smash Bros. Ultimate, diese beiden Lager wieder anzunähern: Bisher scheint der neuen Episode der Spagat zwischen Profi- und Freizeitspielern gut zu gelingen. Ultimate ist zugänglich und bietet viel Material für Freizeitspieler, aber auch Tiefgang für all jene, die sich richtig in die Materie reinfuchsen wollen und Turnier­ambitionen hegen.

Zurück
Nächste
28 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Anonymous
Anonymous
30. Dezember 2018 16:02

Das Spiel ist halt genau wie die Switch ein Hybrid. ?
Gerade die scrollenden Level oder die Bonusrunde im Klassischen Mode fühlen sich eher wie ein Jump’n Run als wie ein Prügelspiel an.

8BitLegend
30. Dezember 2018 15:14

Wie wärs mit Fighting Jump ‘N Run? 😉 Letztlich kommts darauf an ob man das Setting oder das Gameplay höher gewichtet. Für mich kann es durch die Abwesenheit eines Martial Arts Backgrounds schon kein Fighting Game sein, andere sagen die Spielmechanik rechtfertige die Einordnung.

Max Snake
30. Dezember 2018 2:05

Es ist zwar deine Meinung, die ich ein falsches Bild kriege. Da hat Thomas Nickel Meinung zur Super Smash Bros. Ultimate konstruktive geschrieben, um über das Prügelspiel zu verstehen.

ghostdog83
29. Dezember 2018 20:50


[Achtung: Polemik]
Ich halte die Smash-Reihe für überhypten Käse.
So, nun isses raus. ?
[Polemik Ende]

Mensch Igeljunges, du musst doch so was nicht in Zuckerwatte verpacken.

comment image

Lando
29. Dezember 2018 17:12

Wieso “Jammerlappen”? Darf man Nintendo nicht mehr kritisieren? O_o

Alle Kampfspiele aus dem Hause Namco, Arc System Works, SNK und Capcom sind mir deutlich lieber als Smash. Eigene Meinungen/Präferenzen würde ich nicht als “Jammern” bezeichnen.

SonicFanNerd
29. Dezember 2018 16:42


Danke für die Info. 🙂
Also sind die Alternativen noch recht überschaubar.

Revan
29. Dezember 2018 14:54

Ja, ein paar vereinzelte Alternativen mit diesem Spielkonzept gibt es:

– Im Indie-Bereich “Brawlout” (mit Yooka-Laylee und dem Helden von Guacamelee)
– Im Free-To-Play-Bereich “Brawlhalla” (Mit teurem DLC-Rayman)
– im AAA-Bereich für die PS 3 “Playstation Battle Royale” (u.a. mit Nathan Drake und dem Big Daddy aus Bioshock)

Max Snake
29. Dezember 2018 13:51

Ich werde den Test alles mal ruhig durchlesen, dazu die Kampftipps für Einsteiger.
Trotzdem sieht für mich nach Pflichtkauf. Bei so viel Zahl an Kämpfer, coole Stage und simple aber spieltaugliche Kampfsystem sage ich nicht nein. Alle andere Jammerlappen spiele aus dem Hause Namco, Arc System Works oder Capcom.

Lando
29. Dezember 2018 12:44

Ich unterschreibe des Igels Text ebenfalls gerne.

Als Partyspiel ist Smash aber, wie gesagt, immer wieder eine unvergleichbare Gaudi für mich. Vor allem nach ein paar Kölsch. Wenn Donkey Kong Diddy aus dem Leben prügelt, Link Zelda ganz asozial von der Arenagrenze kickt oder Yoshi mit seiner langen Zunge ständig die Kontrahenten frisst und ihnen dadurch den letzten Nerv raubt, bleibt bei mir und meinen Freunden/meiner Familie kein Auge trocken.

Maverick
29. Dezember 2018 9:06

Ich muss auch gestehen ich hab irgendeinen Teil dieser Serie mal kurz angespielt, auf nem Geburtstag meine ich. Hat mich aber überhaupt nicht abgeholt, obwohl früher fand ich 4spieler prügler ganz gut, thrill kill, wu tang clan oder power stone.

Da bin irgendwie dann doch beim sonicfan, aber hey hab gestern dragonquest 11 angefangen und macht richtig Laune. Persona 5 war zwar irgendwie peppiger aber dass ist hier auch nicht das Thema.

SonicFanNerd
29. Dezember 2018 5:03

[Achtung: Polemik]
Ich halte die Smash-Reihe für überhypten Käse.
So, nun isses raus. 🙂
[Polemik Ende]

In Wirklichkeit hab ich der Serie seit dem GC immer wieder ne Chance eingeräumt (aka. ich hab mir die Games gekauft und meine Runden damit gedreht).
Und jedes mal bin ich (mit meinen Freunden) damit auf die Fresse gefallen.
Es zündet einfach nicht bei mir. Ich bin zu doof für das Kampfsystem, bzw. komme nicht damit klar oder mag mich damit nicht richtig auseinander setzen.
Es ist schlicht nicht meins.
Das ist so wie die ganzen Pokemon-Spiele. Die sind sicher auch richtig toll, aber ich hab da keinen Draht zu.

Ich bleib, was VS-Fighting-Games angeht, lieber bei meinen Street-Fighters, Souls Caliburs, BlazBlues, Mortal Kombats oder meinetwegen auch nem Tekken.
Da tut sich innovativ vielleicht nicht besonders viel, aber das kann man Smash auch nicht unbedingt nachsagen. 😉
Es gibt immer wieder Verbesserungen, aber nix erfindet das Rad neu. Wobei man natürlich Smash zu gute halten muss, dass es ein ganzes Sub-Genre gegründet (bzw. etabliert) hat.
Gibt es überhaupt “Gegner” von Smash? Also Spiele, die ernstzunehmend das Smash-Konzept adaptieren und erfolgreich sind?

Smash-Fans freuen sich jedenfalls über das neue Game und haben ihre Freude dran.
Und das ist die Hauptsache. 🙂

Lando
29. Dezember 2018 2:31

Sehe ich auch so. Wir haben das Glück, in einer Zeit zu leben, die für jeden Spielegeschmack ausreichend Futter bietet; ob Indie, AAA oder traditionelle Nintendo-Kost. Es wäre ziemlich langweilig, wenn jeder die gleichen Gaming-Vorlieben hätte – und sicherlich auch nicht so abwechslungsreich. Nur, weil mir persönlich ein Spiel nicht die 91 Punkte wert ist, muss es nicht gleich schlecht sein. Aus diesem Trotzalter bin ich zum Glück raus. 🙂

Genau! In Brawl war der Solo-Inhalt richtig gut. Ich erinnere mich auch gerne noch an Jump‘n‘Run-Ausschnitte aus Melee zurück, die mir ebenfalls mehr Spaß gemacht haben als die Singleplayer-Modi im aktuellen Serienteil.

Seppatoni
28. Dezember 2018 23:15

Ich habe zu SNES-Zeiten auch gerne Street Fighter II oder Killer Instinct gezockt, aber im Laufe der Zeit komplett das Interesse an Prügelspielen verloren, da ich mich langfristig nicht dafür habe begeistern könnten. Dafür hat mich Smash Bros. schon beim ersten Teil – der teils noch mit mässigen Kritiken eingedeckt wurde – mit der frischen Idee überzeugt und habe viele Stunden in die Serie investiert – ohne dass ich auch nur annähernd behaupten kann, ein wirklich guter Smasher zu sein. Aber solange es Spass macht, bin ich dabei. Und für mich als alter Zocker spielt natürlich der Museums-Aspekt auch eine grosse Rolle, wenn beim Anblick alter Artworks, die als Spirits dienen, einem das Herz aufgeht.

Leider ist bei Smash Ultimate im Solo-Modus die Luft mangels Abwechslung recht schnell draussen, sobald man alle Charaktere freigeschalten hat. Das Solo-Abenteuer Spirits ist kein Vergleich zum grandiosen Subspace Emissary-Modus bei Brawl und der kastrierte Allstar-Modus kein Ersatz für den Vorgänger. Dafür ist es aber die erwartete Granate im Multiplayer-Bereich, und dort wird es auch in Jahren noch bestens unterhalten.

Lugaruh
28. Dezember 2018 22:40

Ein sensationelles Spiel…endlich gameplay pur! Es ist nicht so wie die heutigen Spiele, die eher interaktive Filme als spiele sind! Bei Smash geht es einfach ums können…und ich liebe es stundenlang zu üben bis ich den Charakter 100% beherrsche! Und dann meinen Kollegen in den Allerwertesten zu tretten….für mich das Spiel des Jahres

Nipponichi
28. Dezember 2018 20:20

Keine Ahnung ob die Wertung zu hoch gegriffen ist. Ich meine, von der Kämpferauswahl gibt es nur weniger Spiele, die da so viel zu bieten haben. Optisch ist das Spiel recht schick. Für das Geld bekommt man jedenfalls schon viel geboten. Nur habe ich wie immer bei Smash Bros. das Problem, daß ich einfach massiv Schwierigkeiten habe, da richtig reinzukommen. Irgendwie liegt es mir einfach nicht, obwohl ich es wirklich faszinierend finde. Aber mir geht es nun einmal so, daß ich mit Spielen wie Streetfighter, Soul Calibur, Mortal Kombat und Konsorten eben einfach weit besser zurechtkomme.

Egal wie lange ich mich mit den bisherigen Teilen auseinandergesetzt hatte, mit dem Kampfsystem bin ich noch nie wirklich klargekommen, obwohl es nicht einmal sooo schwer ist. Ich halte Smash Bros. wie immer für einen guten Titel, aber für den besten Switch-Titel dieses Jahr bestimmt nicht.

Lando
28. Dezember 2018 18:34

Ich verstehe schon, dass Kampfspiele Einarbeitung erfordern. Mich hat allerdings das Erlernen der typischen Viertelkreismoves eines Street Fighter oder World Heroes mehr bei der Stange gehalten als Smash. Das fängt bereits bei der Steuerung an und hört beim Charakterdesign auf. Wie Zack eben schrieb: Ich bin wohl einfach nicht die Zielgruppe, die dieses Spiel ansprechen will. Und das ist okay so. Ich finde wiederum die x-te AAA-Software mit fetter Grafik und mitreißender Story der Marke God of War, Last of Us, Ni No Kuni spielenswerter als das hundertste, Gameplay-technisch sicherlich immer hervorragende Mario-rettet-Peach.

Anonymous
Anonymous
28. Dezember 2018 16:35


Gehörst halt nicht zur Zielgruppe. ?
Ich fand die Story völlig ausreichend für ein Prügelspiel, wäre da mehr gewesen hätte mich das genervt.
Eine gute und umfangreiche Story erwarte ich schon eher in anderen Genres. ?

Maverick
28. Dezember 2018 16:34

Ich frag mich ja generell was man an so einem spiel finden kann, aber ok ich weiß geschmack und so.

Und wenn ich lese der stärkste exklusiv titel in diesem jahr für die Switch sagt jawohl alles, maybe wirds nächstes jahr wieder sehr viel besser werden wenn prime4 erscheint.

Vielleicht hab ich dann endlich mal nen grund mir eine konsole zu kaufen.

puma
28. Dezember 2018 16:31

Mir fällt es auch wahnsinnig schwer in das Spiel rein zu bekommen. Aber diesmal werde ich länger dran bleiben als wie bei der wiiu Version. Es fängt schon an bei der Kämpferwahl. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich beschäftige mich ewig im Training Modus um die Moves zu lernen und danach vergeht mir die Lust dran zu bleiben. Noch zocke ich es nicht intensiv genug weil ich erst rdr2 durchspielen möchte. Hier zocke ich auch nur noch die Story Missionen.

Lando
28. Dezember 2018 16:24

Ich weiß nicht, warum ich mich reinfuchsen sollte, wenn der Singleplayer zu wünschen übrig lässt und im Party-Modus die Lacher über unfreiwillig komische Aktionen im Vordergrund stehen. Ich denke auch, dass persönliche Präferenzen entscheidend sind. Wer das Game auf einer eSport-mäßigen Basis zocken will, der kommt ums Üben nicht herum. Für mich ist das jedoch nix. Da spiele ich lieber die ‚Standardkost‘ Marke Soul Calibur, Tekken, Virtua Fighter, Street Fighter, Samurai Shodown und so weiter. Fühlt sich für mich persönlich einfach besser, befriedigender an.

Anonymous
Anonymous
28. Dezember 2018 15:41

Das Spiel ist für mich ne absolute Spaßgranate und die Wertung geht vollkommen in Ordnung.
Der stärkste Exklusiv Titel dieses Jahr für die Switch.

Lando
28. Dezember 2018 15:40

Ich bin kein Fan des Kampfsystems. Auch nach 15 Stunden wurde ich damit nicht warm und hab mich nach einer Runde Soul Calibur 6 (One) oder Street Fighter 5 (PS4) gesehnt. Ist mir zu chaotisch. Außerdem hat mich der Geistermodus enttäuscht, da ich mit etwas mehr ‚Story‘ gerechnet hatte. Warum dann trotzdem die 80? Weil das Game im Couch-Koop rockt und eine absolute Partygranate ist. Die vielen Lacher und eine Menge an ungeplanter Situationskomik machen das für mich ganz schlimme Kampfsystem halbwegs wieder wett.

ghostdog83
28. Dezember 2018 15:36

Warum Lando?

Lando
28. Dezember 2018 15:27

91? Nee, eher 80 für mich.