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Der zweite Aspekt des Spiels findet in der Basis statt. Dank Quantencomputer und Rapidium erschafft Ihr in begrenzter Anzahl Klone von Euch, die in Jans Vergangenheit einen anderen Lebensweg eingeschlagen haben. Während unser Jan zur Uni ging, um der Gewalt seines prügelndem Vaters zu entkommen, blieb Techniker-Jan für seine kranke Mutter daheim und bot seinem Senior die Stirn. Grundsätzlich gilt zwar, dass Ihr die Klone eher simpel nach dem Job-Bonus auswählt, den Ihr für Eure Basis als wichtig erachtet, jedoch kommen Eure Alter Egos mit eigenen Geschichten und Persönlichkeiten daher, die Ihr über die Zeit lieb gewinnt. Durch Dialoge und Entscheidungen lernt Ihr sie kennen und helft ihnen, mit ihrem neuen Dasein fertig zu werden. Euren Klonen weist Ihr über das Menü jederzeit Aufgaben zu. Schickt sie raus an die Bergbaumaschinen oder lasst sie in der Basis gärtnern, kochen oder Werkzeuge herstellen. Sind sie mit einer Tätigkeit durch, widmen sie sich selbstständig der nächsten Produktionskette, die aktuell unbesetzt ist. Auch hier umgeht The Alters gekonnt nerviges Mikromanagement.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, Eure Station während magnetischer Stürme am Laufen zu halten, in denen der Verbrauch in der Basis steigt, die Radioaktivität zunimmt und ganze Räume schneller ausfallen, wodurch Ihr wertvolle Zeit verliert. Zu Beginn ist die Station klein, doch im Stil von XCOM erforscht Ihr mithilfe von Wissenschaftler-Jan neben Erkundungsupgrades auch neue Räumlichkeiten. So erschafft Ihr Gemeinschaftsräume, Schlafsäle, Krankenstationen, Lager und mehr. Mit dem ebenso von Euch platzierten Aufzug bereist Ihr die Etagen, um selbst Hand anzulegen oder storyrelevante Gespräche zu führen. Um die Bauplätze Eurer radförmigen Basis optimal zu nutzen, könnt Ihr übrigens die Räume jederzeit neu anordnen. Wichtig ist dabei nur, dass die Abteilungen miteinander verbunden sind. Verliert Ihr durch die Schieberei den Überblick, nutzt Ihr einfach kurz die Übersichtskarte, die Euch auch die aktuelle Position Eurer Alter Egos anzeigt.
Obwohl The Alters immer wieder Phasen hat, in denen Ihr Euch bloß um das Auffüllung von Ressourcen kümmert, kommt dank viel Komfort nur selten das Gefühl von Grind auf. Alle spielmechanischen Elemente wirken auf ihre Weise seicht, verschmelzen aber dank der Klon-Jans, Eurer Entscheidungsfreiheit und dem unbekannten Planeten mit seinen Anomalien zu einer spannenden Mischung, der man sich als Sci-Fi-Fan nur schwer entziehen kann. Wenn Ihr Euch schon immer für den Schmetterlingseffekt oder Klonschafe interessiert habt, dann werdet Ihr mit diesem Adventure sicher glücklich.








