The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom – im Test (Switch)

20
7408
Zurück
Nächste

Seite 2

All das ergibt faszinierende Mechaniken, versuchen sich ­Nintendo und Entwicklerstudio Grezzo bei diesem Serienteil doch an kaum weniger als der Quadratur des The Legend of Zelda-Kreises: Echoes of Wisdom möchte Struktur und Rätseleien klassischer Episoden im A Link to the Past-Stil mit der Kreativität und den Freiheiten eines Breath of the Wild und eines Tears of the Kingdom verbinden – und tatsächlich gelingt der Spagat! Zelda wird immer wieder mit Situationen konfrontiert, die erfahrene Serienveteranen kennen – aber es fehlt eben das gewohnte Werkzeug, Umdenken ist angesagt. Welcher Gegnertyp könnte hier helfen? Ist eventuell eine von Tris’ anderen Fähigkeiten der Schlüssel zur Lösung? Könnte ein schnell erschaffenes Bett helfen? (oftmals: ja!) Wie wird Zelda mit einer massiven Gegnerhorde fertig? Kann man ein paar der Tunichtgute vielleicht ablenken, während man ihre Kollegen unschädlich macht? So mischt Echoes of Wisdom gekonnt ­Bekanntes mit Neuem.

Die Karte erinnert auf den ersten Blick sehr an die aus A Link to the Past, ist aber doch weit größer und komplexer. Es gibt Herzteile, Rubine und Hühner – aber auch Früchte, aus denen Zelda Smoothies mixen lässt, Ausrüstungsgegenstände, die sie höher springen oder schneller schwimmen lassen. So mancher Bürger von Hyrule hat nicht nur warme Worte, sondern eine Aufgabe mitsamt Belohnung für die Prinzessin parat: Oft geht es darum, ein bestimmtes Monster-Echo zu präsentieren, aber auch Detektivarbeit in Hyrules Hauptstadt ist mal angesagt. Und das alles passiert im superknuffigen Spielzeug-Look das tollen Remakes von ”Link’s Awakening”.

Hier kommen Zelda, Grezzo und Nintendos Switch allerdings auch an ihre Grenzen: Schon Link’s Awakening hatte in seiner Oberwelt mit einer instabilen Bildrate zu kämpfen und dieses Problem zeigt sich bei Echoes of Wisdom jetzt noch deutlicher. In ­Innenräumen und Dungeons hält das Abenteuer recht souverän die 60 Bilder pro Sekunde, in der Oberwelt hüpft die Performance dagegen munter zwischen 30 und 60 fps hin und her. Auch mancher Bosskampf bringt die Switch ins Schwitzen und regt zu ­Spekulationen an, ob Zeldas großes Echo-Abenteuer auf Nintendos immer noch geheimnisumwitterter Nachfolge-Hardware vielleicht sauber und stabil laufen könnte…

Zurück
Nächste
20 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
captain carot
27. November 2024 14:24

Das Spiel hat, auch von Cartridge und praktisch nur in Außenbereichen, Mikroruckler. Wie stark die überhaupt auffallen hängt schon von der Person ab. Falls irgendwer nicht im Game Mode spielt oder der TV Black Frame Insertion hat auch noch von dessen Settings.

IMO nix dramatisches oder den Spielfluss ernsthaft störendes. So ganz nebenbei, auch wenn es im Netz ein paar interessante Bugs und Exploits zu sehen gab, selbst bei der Release Version musste man Bugs schon suchen.

Whitebeard91
27. November 2024 11:11

Ich hatte ebenfalls meinen Spaß mit Echoes of Wisdom. Die Mischung aus Spielmechaniken der älteren und neueren Teile hat sich erfrischend angefühlt und es war eine willkommene Abwechslung zu BotW und TotK. Die Echoes sind eine coole Idee und bieten zahlreiche Lösungsansätze für Kämpfe und Rätsel. Aber sobald man vier, fünf bestimmte Echoes hat, werden alle anderen überflüssig.
Leider ist Echoes of Wisdom viel zu leicht. Weder Kämpfe noch Rätsel waren fordernd. Es ist erfreulich, dass es wieder Dungeon gibt. Jedoch ist es schade, dass der Weg zu diesen sehr redundant ist und sich die Risse zu oft wiederholt haben. Und von den Dungeon waren auch leider nur zwei wirklich gut. Insgesamt waren aber alle zu kurz und zu leicht.
Mich persönlich hat es nicht gestört, dass man mittlerweile zum dritten Mal das Hyrule aus A Link to the Past erkundet, aber für die nächsten Teile wünsche ich mir schon, dass man ein komplett neues Hyrule zu sehen bekommt.
Mit den häufig erwähnten Performance-Schwächen hatte ich keine Probleme.
Mir ist nicht ein einziges Mal aufgefallen, ob es Ruckler oder ähnliches gab.

Kikko-Man
26. November 2024 20:44

Danke fuer die Info, Tabby.

MadMacs
26. November 2024 16:32

Okay. Danke Bort.

Bort1978
26. November 2024 15:07

Passt hier zwar nicht so ganz hin 😉, aber nein, dass geht leider nicht. Ich musste nochmal einen neuen Spielstand starten, nachdem ich im NG+ durch war. Alle Kill-Trophäen zählen nicht und auch die Schildweberin-Rüstung musst du auf einem neuen Save holen, wenn du die schon hast. Wegwerfen zählt nicht. Das heißt, dass man dem Hauptstrang der Story recht weit folgen muss. Waren bei mir ca. 10h extra im neuen Spiel, um die Platin zu holen. Hat aber wieder richtig Bock gemacht und die Grafik ist einfach nur ein Traum.

MadMacs
26. November 2024 14:57

@Bort
Wenn ich recht erinnere hast du Horizon Zero Dawn Remastered gespielt.
Kann man im NG+ alle Trophäen erreichen, wenn man den PS4 Spielstand importiert hat?

Walldorf
26. November 2024 12:37

Könnte mir schon vorstellen, dass moderne Micro-SD-Karten schneller sind als Switch-Module. Das Problem taucht auch nur auf der Oberwelt auf, nicht in den Dungeons.

Bort1978
26. November 2024 12:26

Sekundenlange Ruckler? 😳 Ich war schon beim Spielen überrascht, dass sich alle über kleine Ruckler auf der Oberweltkarte beklagt haben. Ich habe Zelda in über 35h Spielzeit durchgezockt und nicht einen nennenswerten Ruckler bemerkt. Im Dschungel hatte gefühlt ein paar Mini-Ruckler, aber da musste ich schon genau drauf achten, um sie zu bemerken. Sehr seltsam. Liegt das ggf. daran, dass ich nicht die Retailfassung gespielt habe? Ich habe auch keine Super-Switch, soweit ich weiß. 😊 Ruckler fallen mir in der Regel definitiv schon störend auf.

Walldorf
26. November 2024 10:58

Bisher ist der Funke noch nicht übergesprungen, ich habe auch oft sekundenlange Framerate-Aussetzer, das hatte ich bisher noch bei keinem anderen Switch-Spiel.

Durandal
26. November 2024 9:20

Obwohl ich bisher jedes 2D-Zelda verschlungen habe, beträgt hier die Kauflust 0%. Jeder Screenshot/Video verdeutlicht das wieder. Mag ein Fehler sein, kann aber schlecht Kohle für etwas ausgeben, was mir nicht gefällt.

26. November 2024 8:53


Du kannst ja zum Glück jederzeit in den Helden-Modus wechseln und auch wieder zurück, weshalb das eigentlich egal ist.
Musst halt schauen, was dir mehr Spaß macht.

Kikko-Man
26. November 2024 8:43

Danke Euch beiden fuer die Infos. Wuerdet ihr denn sagen, dass man ruhig im Heldenmodus starten kann oder ist das eher was fuer nen zweiten Run?

26. November 2024 8:15

Klar gibt es den Helden-Modus, der das Spiel grundsätzlich schwieriger macht.
Trotzdem fühlte es sich für mich mit bestimmten Echoes schon fast wie cheaten an, vor allem wo ich dann mitbekommen hatte, dass man sie mit einen kleinen Kniff, noch effektiver nutzen kann. Das Bett dazu macht den Schwierigkeit dann (theoretisch) komplett obsolet. Das war für mich insgesamt nicht ganz zuende gedacht gewesen und der Helden-Modus ist für mich persönlich nur ein etwas fauler Kompromiss.


Zu leicht würde ich nicht sagen, aber richtig befriedigend fand ich den auch nicht.
Ist aber auch nur mein Eindruck und für die Hauptzielgruppe passt der denke ich auch.
Die Rätsel im Verbindung mit den Echoes hatten mir aber deutlich besser gefallen und waren an manchen Stellen sogar richtig knifflig.

Bort1978
26. November 2024 3:15

Es gibt den Heldenmodus von Anfang an, bei dem man doppelten Schaden nimmt und Gegner keine Herzteile droppen. Die Bosse waren nicht schwer. Aber in einigen Gebieten haben die Standardgegner mit einem Treffer mehrere Herzen abgezogen. Das im Heldenmodus verdoppelt dürfte schon ganz gut fordernd sein, vor allem, wenn es gegen mehrere Gegner auf einmal geht. Das kommt regelmäßig vor. Dafür kann man sich aber ständig ein Bett zaubern und sich ausruhen / sich heilen. Mit Zeldas Bett geht das recht flott.
Ich fand den S-Grad okay. Typisch Zelda halt. Wenn man ein Zelda-Profi ist, kommt einem das Spiel ggf. noch etwas leichter vor.
Dafür waren einige Zeitherausforderungen in den Minispielen durchaus nicht so easy.

Kikko-Man
26. November 2024 2:04

@Tabby
Habs selber nicht gespielt. Ich dachte es gibt zwei Schwierigkeitsgrade. Ist der hoehere auch so leicht? Das waere ja echt schade um das Spiel.

26. November 2024 0:25

Ich hatte auch ne Menge Spaß mit dem Spiel, wünsche mir aber für das nächste Zelda wenigstens ein bisschen anspruchsvollere Kämpfe.
Mit den richtigen Echoes waren da selbst die Bosskämpfe viel zu leicht für mich. Dafür hatte mir aber das Knobeln bei so manchen Rätsel sehr viel Spaß gemacht.
TotK bleibt aber weiterhin King für mich, auch wenn so ein “klassisches” Zelda auch mal wieder schön war.

hnh4u
25. November 2024 22:10

Ich fand das Spiel mit anfänglicher Skepsis richtig gut und es hat mich ebenfalls mehr begeistert als Zelda Bow und ToK.
Die Dungeons sind wirklich relativ unspektakulär und mal wieder zu wenig. Richtig gefreut hat mich aber die Welt, die ich seit SNES Zeiten kenne und liebe. Sinnvoll erweitert bzw. vergrößert.

Nipponichi
25. November 2024 19:39

Ich bin aktuell noch dran, aber schon ziemlich weit fortgeschritten. Und ja, ich habe sehr viel Spaß mit dem Spiel. Anders als Breath of the Wild und Tears of a Kingdom, die mir viel zu gigantisch gemacht sind, habe ich hier nicht viel auszusetzen. So muß ein Zelda aussehen.

Bort1978
25. November 2024 15:01

Ich hatte auch sehr viel Spaß mit dem Spiel. Die klassischere Ausrichtung gegenüber den neuen OW-Teilen hat mir sehr viel mehr zugesagt. Schicke Grafik. Die Rätsel waren cool designt. In den Kämpfen habe ich nur selten Link genutzt, weil das Zaubern mit Zelda so spassig war. Hab auch fast alle Nebenmissionen abgeschlossen, weil die so unterhaltsam waren. Die Anzahl der Echos fand ich etwas übertrieben, hab viele kaum oder gar nicht genutzt.
Hat zwar nicht ganz für meine Top 5 dieses Jahr gereicht, aber zumindest für die Top 10. 😊

genpei tomate
25. November 2024 14:27

Ich habe das Spiel sehr genossen, fand dennoch diese “Risse” Idee irgendwann monoton. Ein paar Dungeons sind sehr hübsch geworden und glaube, dass hier eher die Erwartungshaltung der Veteranen zu hoch ist, als dass die Kerker große Kritik einstecken brauchen, denn immerhin gibt es davon ausreichend und die Möglichkeiten, Rätsel komplett anders anzugehen, als bei den Lösungen, die man sich auf youtube anschauen kann, sind mannigfaltig.
Ich sehe in den gebotenen Rätsel bzw. in der “Echos” Spielmechanik “leider” so viel Spielraum nach oben, dass es mir, in meiner Vorstellung schwindelig wird, wenn ich nur daran denke, was sie im letzten Abschnitt an Potenzial verschenkt haben…
Das beste “Zelda” haben wir in meinem Empfinden noch vor uns!

Fans der etwas klassischeren kriegen dennoch das beste “Zelda” seit Langem und zu den angekreideten technischen Mängel, die gerne behoben werden können, wünsche ich mir, dass Nintendo weiterhin zweigleisig fährt mit der Serie, so dass man nicht allzu lange auf neue Teile warten braucht.
Es ist überraschender-Weise eines meiner “Spiele des Jahres” geworden, trotz meiner anfänglichen Skepsis, ob mich ein Zelda im klassischeren Gewand nach so langer Zeit abholen könne. Ja, das tat es.