The Legend of Zelda: Spirit Tracks – im Klassik-Test (DS)

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Große Strecken überwindet Ihr weder zu Fuß oder auf Pferderücken, noch per Schiff – als waschechter Lokführer steht Link der Zug der Götter zur Verfügung. Zeichnet im Schienennetz die gewünschte Route ein und los geht’s: Um Eintönigkeit bei den Reisen zu vermeiden, bekommt Ihr es auch hier mit Gegnern zu tun. Die haltet Ihr Euch mit einer Kanone vom Hals. Steht mal wieder eine Schweinekuh auf den Schienen, macht Ihr dem Fleckvieh mit der Zugpfeife Beine. Nähert Ihr Euch dem Zielort, will ähnlich wie bei Taitos ”Densha de Go“-Spielen eine saubere, punktgenaue Bremsung hingelegt werden. Außerdem lohnt es sich, die Augen offen zu halten: Hinter manchem Felsblock verbirgt sich ein flinker Hase, den Ihr dem hiesigen Tierfreund bringen solltet – als Dank wartet die ein oder andere hübsche Belohnung. Passt unterwegs nur auf die dämonischen Gegner-Lokomotiven auf, welche die Gleise unsicher machen: Eine Kollision mit ihnen ist immer fatal.

Zu den üblichen Dungeon-Rätseln kommen ein paar Puzzles dazu, die direkt von Professor Layton inspiriert scheinen: Mal müsst Ihr anhand von Hinweisen herausfinden, wie Ihr die eigenwilligen Bewohner des Schneedorfes am besten in Zweierteams einteilt. Mal sollt Ihr ein Labyrinth aus steinernen Köpfen durchqueren, ohne dabei in deren Gesichtsfeld zu treten – eine clevere und willkommene Abwechslung zu den Puzzles im klassischen Zelda-Stil. Vor allem für die Bosse braucht Ihr nicht nur ein ruhiges Stylus-Händchen, sondern auch eine Portion Grips: Viele der spektakulär inszenierten Kämpfe beginnen recht offensichtlich und stellen dann plötzlich die Regeln auf den Kopf. Wer seine Angriffe und Gegenstände nicht beherrscht und mitdenkt, wird sich schnell wieder am Dungeon-Eingang finden. Zum Glück ist das kein gro­ßer Rückschlag, dank zuvorkommend gesetzter Teleporter fordert Ihr den Boss gleich zur Revanche heraus.

Vier Tempel gilt es zu durchqueren, um den fiesen Marardo und seine Handlanger in ihre Schranken zu weisen. Das klingt zunächst nicht nach viel, aber tatsächlich sind diese verzweigten Labyrinthe nur eine Herausforderung von vielen – anders als in früheren Episoden, wo sie stets den Großteil des Abenteuers ausmachten. Denn während Ihr in den Tempeln in klassischer Weise alleine unterwegs seid, kommt Ihr durch die Stockwerke des Turms nur mit Hilfe. Letzterer kann nach jedem geschafften Tempel erreicht werden und lässt sich nur im Teamwork mit dem ­Zelda-Phantom meistern. Auch die Suche nach den Weisen ist mit allerlei Rätseln verbunden.

Ein Mehrspieler-Modus wurde ebenfalls auf das Modul gepackt, zum Testzeitpunkt konnten wir diesen aber noch nicht unter die Lupe nehmen.

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Max Snake
24. Januar 2026 12:12

War mein erstes Zelda Abenteuer auf den DS.

War mit den Zug innovative.

Whitebeard91
22. Januar 2026 22:00

Nie gespielt. Krasse Wertung. Habe nicht in Erinnerung, dass das so gut bewertet wurde. Phantom Hourglass war nicht so berauschend. Deswegen habe ich Spirit Teacks nicht mehr gekauft.

DerSebomat
21. Januar 2026 11:51

Puh, habe das eigentlich ganz gut in Erinnerung. Phantom Hourglass hingegen habe ich aufgrund des Zeitlimits eher schlechter im Kopf.

Seppatoni
21. Januar 2026 7:43

Für mich der meist unterschätzte Zelda-Titel. Leider haben sich viele durch die Touch-Screen-Steuerung, von der ich übrigens auch kein Fan war, abschrecken lassen. Aber es merzt gegenüber dem Vorgänger PH einige Schwächen aus und bietet geniale Rätsel-Kost. Hab jetzt auch direkt wieder Bock, mich mal wieder in die Lok zu setzen. ^^

Morolas
20. Januar 2026 23:10

Die Rätsel fand ich super, die Kämpfe nicht so.
habe es nie beendet genau gleich wie phantom hourglass.
Die Melodie wenn man mit demmZug unterwegs war, einfach der Hammer, wie bei windwaker auf hoher see😍👍

geohound
20. Januar 2026 17:11

Ich mochte die beiden DS-Zeldas. Leider wurde man halt gezwungen, das ganze mit Stift zu spielen, man hätte ja auch alternativ eine herkömmliche Steuerung anbieten können, aber so tickt Nintendo halt nicht. Phantom Hourglass hab ich durchgespielt, bei Spirit Tracks war ich zu dumm für den Boss direkt vor dem Endboss. Aber nach gefühlt 30 Versuchen war’s mir dann doch zu blöd und ich hab aufgegeben.

Abgesehen davon hab ich die beiden Spiele aber in guter Erinnerung. Die Titelmelodie von Spirit Tracks werd ich auch nie vergessen. Der Hammer!

KVmilbe
20. Januar 2026 17:02

Spirit Tracks habe ich in schrecklicher Erinnerung.