Tony Hawk RIDE – im Klassik-Test (Wii)

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Meinung

Sebastian Erfurth meint: Anfangs war ich von RIDE begeistert. Flip-Tricks fühlten sich auf dem Skateboardcontroller einfach gut an. Der ”Ich hab’s geschafft!”-Faktor nach absolvierten Levels ist aufgrund des Körpereinsatzes sehr groß. Drei Spielstunden später war die anfängliche Euphorie jedoch wie weggeblasen. Flips und Grinds gehen eher zufällig statt geplant vom ’Fuß’. Besonders deutlich wird dies in den Halfpipe-Levels. Egal, wie oft ich meine Hand auch vor den seitlichen Sensor halte – der Skater führt den gewünschten Grab nicht aus. Stattdessen macht mein Alter Ego unkoordinierte Drehungen und Handstand-Manöver, die ich gar nicht beabsichtige. Der monotone Spielverlauf und die lahme Optik erinnern mich an die geradlinigen Zeiten des ersten Tony Hawk’s Skateboarding.

Philip Ulc meint: Die Konkurrenz aus dem Hause EA muss Acti­vision wohl tief im Nacken gesessen haben. Anders lässt sich die radikale Neuausrichtung der Tony Hawk-Franchise nicht erklären. Der aktuelle Titel scheitert aber an einer klar umrissenen Zielgruppe: Für Casual-Spieler ist RIDE zu teuer, zu sperrig und in der Thematik zu speziell. Hardcore-Zocker sind dagegen von Gevatter Zufall bei den Tricks und der ungenauen Lenkung genervt. Das Ergebnis: ein miserables Preis-/Leistungsverhältnis. Dabei macht das Skaten durchaus Spaß, und zwar dann, wenn eine penible Steuerungsabfrage zur Erreichung bestimmter Zielvorgaben völlig egal ist: Im Multiplayer­-Modus bzw. Freeride reiße ich mich schwer los von dem stabil verarbeiteten Skateboard-Controller, stets auf der Suche nach neuen Trickspots.

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