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Auch das Schlachtfeld darf manipuliert werden: Errichtet eine Mauer aus Eis, um dem Gegner den Weg zu versperren, oder gießt Öl auf den Boden, um es dann mit oft fatalen Folgen für den Feind zu entflammen. In Sachen Heldensterblichkeit gibt sich Triangle Strategy sehr spielerfreundlich: Auch wenn eine Figur in der Schlacht zu Boden geht, ist sie in der nächsten Runde wieder da. Geht mal ein ganzer Einsatz daneben, behaltet Ihr verdiente Erfahrungspunkte und dürft es noch mal versuchen.
Echte Konsequenzen hat dagegen, was Ihr zwischen den Gefechten so anstellt. Die Geschichte des Kriegs um Norzelia ist komplex und verworren und immer wieder obliegt es Euch, schwere Entscheidungen zu treffen. Die mögen zu Beginn des Spiels noch recht simpel wirken: Wollt Ihr auf diplomatischer Mission Heissant oder Aesfrost besuchen? Beherbergt Ihr Euren besten Freund oder liefert Ihr ihn seinen Häschern aus? Doch mit der Zeit werden die Dilemmas immer verzwickter, mehr Faktoren wollen bedacht werden und oft stellt Ihr Euch die Frage, was denn nun wirklich einen guten Herrscher ausmacht. Dabei wirken sich diese Entscheidungen auch stark auf den Verlauf der Geschichte aus: Je nachdem, wie Ihr Euch verhaltet, entwickeln sich die Dinge vollkommen anders. Da ist es gut, dass Ihr Euch nicht alleine auf Euer Bauchgefühl verlassen müsst, auch Eure Mitstreiter haben ihre Meinung, die sie in regelmäßigen Abständen kundtun – überstimmen könnt Ihr sie nicht, Ihr dürft lediglich versuchen, sie von Euren Standpunkten im Gespräch zu überzeugen. Und das geht oft besser, wenn Ihr in den freien Erkundungssequenzen kräftig Informationen sammelt und mit Leuten sprecht.
So frei Ihr in den Story-Entscheidungen seid, in Sachen Charakterentwicklung ist Triangle Strategy weniger flexibel als sein Cousin Final Fantasy Tactics. Jede Figur hat ihre feste Rolle: Geela ist fürs Heilen zuständig, Erador steckt kräftig ein, Anna ist flink und agiert zweimal, während Hughette den Feind vom Rücken ihres Adlers aus mit Pfeilen spickt. Ihr levelt auf, investiert Rohstoffe in bessere Werte und freut Euch über zwei Klassen-Upgrades; auf freie Klassenwechsel und fröhliches Mischen von erlernten Talenten wird hier dagegen verzichtet. Dafür zieht Ihr aber auch mit weit größeren Truppen in die Schlacht und auch die Schlachtfelder selbst sind nicht nur größer, sondern oft auch interaktiver. Pro Kapitel erwartet Euch neben viel Story ein großes Gefecht, dazwischen dürft Ihr auch freie Trainingskämpfe einlegen – so könnt Ihr mit den unterschiedlichen Fähigkeiten Eurer Figuren experimentieren und auch dafür sorgen, dass Level-Nachzügler nicht den Anschluss verlieren.






















An GoT musste ich beim Spielen auch des öfteren denken. Mir ist Triangle Strategy aber schon fast zu viel Story und zu wenig Gameplay. Gerade so Sachen wie richtige Nebenmissionen, verschiedene Waffen und Rüstungen usw vermisse ich schon etwas.
Da bieten Genre Kollegen deutlich mehr Tiefgang.
Gestern in Kapitel 15 oder 16 gelandet, famoses Spiel und die Geschichte würde eine prima TV-Serie ala Game of Thrones abgeben ?
Hughette = MVP, sie hat manche Schlacht noch rumreißen können, da die Kombination Bogen (hohe Reichweite) + Greif (weites Bewegungsfeld) die meisten Gegner daran hindert, überhaupt lebend an sie ranzukommen.
DLC ist hier aber ausgeschlossen, oder?