Unforseen Incidents – im Test (Switch)

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Es gibt sie noch. Die Wahnsinnigen. Die deutschen Entwickler, die sich auch 2022 noch an hochwertigen Point’n’Click-Adventures versuchen. Unforseen Incidents, das Debüt des Essener Indie-Studios Backwoods Entertainment, wartet mit schicken handgezeichneten Grafiken in herrlich eigenwilligem Stil, einem grandiosen Soundtrack und einer hervorragenden deutschen Vertonung auf. Allein das macht das Spiel sympathisch, doch leider bleiben Erzählung und Mechanik hinter dieser Verpackung zurück. Dabei ist die Story, jetzt zum drei Jahre verzögerten Switch-Release, aktueller denn je. Das kleine Städtchen Yelltown wurde von einem tödlichen Virus befallen. Die Regierung versucht, die Pandemie mit einem privaten Pharmakonzern einzudämmen, doch es steckt mehr hinter der Sache, als anfangs gedacht.

Ihr spielt Harper, einen gutmütigen, aber etwas trotteligen Taugenichts und Bastler, der über die mysteriöse Nachricht einer sterbenden Frau in die Verschwörung hineingezogen wird. Etwa acht Stunden lang rätselt Ihr Euch mit ihm durch eine wendungsreiche Story mit ”Twin Peaks”-Flair und einigen guten Gags. Leider kommt aber erst gegen Ende wirklich Spannung auf und neben den guten Sprüchen läuft auch so mancher Scherz ins Leere. Die Rätsel neigen zu einer gewissen Ungelenkigkeit – etwa wenn an ein paar Stellen im Spiel plötzlich Cmd-Befehle eingegeben werden müssen – und das Inventar wurde mehr als frickelig auf die Switch umgesetzt. Vieles schreit nach Debüt, alles verspricht Potenzial für Backwoods’ nächsten Titel.

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