Viewfinder – im Test (PS5)

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Dass sich die Ego-Perspektive tadellos für Knobel-Abenteuer eignet, haben schon eine ganze ­Reihe Hochkaräter bewiesen, seien es zum Beispiel Portal, The ­Talos Principle oder vor ein paar ­Monaten The Entropy ­Center – zu dieser erlauchten Riege kann man ab sofort auch das PS5-­exklusive Viewfinder zählen.

Was es auf sich hat mit der von Euch erkundeten virtuellen Welt, die mit großzügig verwendeten Pastellfarben und dezent abstrakten Absätzen sehr ansehnlich in Szene gesetzt ist, wird in kurzen Storyschnipseln und einer ­Menge optionalem Lesematerial erklärt, spielt aber klar die zweite Geige hinter dem Rätselkonzept, das Perspektivenspielereien als Fokus auserkoren hat. Vordergründig geht es darum, in jedem der paar Dutzend Levels den Weg zum nächsten Teleporter und gelegentlich Batterien oder Energie für dessen Betrieb zu finden – doch um das anzustellen, legt Ihr (meistens) nicht einfach Schalter um, sondern beeinflusst mit Eurem Tun direkt die Realität.

In der Regel geschieht das dadurch, dass Ihr etwa aufgehobene Skizzen oder Postkarten drehen und wenden und auf Knopfdruck platzieren könnt – die werden dadurch fix Teil der dreidimensio­nalen Umgebung und ermöglichen etwa neue Wege. Noch mehr Freiraum bekommt Ihr, sobald die Kamera gefunden ist, mit der Ihr Fotos anfertigt. Dieses fast allmächtig scheinende Hilfsmittel erlaubt vielfältige und flexible Lösungsansätze, doch ganz so leicht macht es Euch Viewfinder auch wieder nicht. So tauchen neue Materialien auf, die auf einem Schnappschuss nicht abgebildet sind oder von platzierten Bildern nicht beeinflusst werden, auch clevere optische Täuschungen spielen hier und da eine Rolle. An trickreichen Ideen mangelt es nicht und wenn Ihr Euch mal wortwörtlich in eine Sackgasse knipst, der Film ausgeht oder Ihr von einer Plattform in die endlose Leere unter den Bauwerken fallt, lässt sich das Geschehen bequem auf Knopfdruck bis zur gewünschten Stelle zurückspulen.

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