Wizard of Legend – im Test (PS4)

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Klirr! Via Eiszauber den Magier eingefroren. Wusch! Im Sprung den Pfeilen ausgewichen. Rums! Per Feuerball den Ritter gen Abgrund gestoßen. Ja, die Kämpfe hat ­Wizard of Legend drauf – glücklicherweise, denn kämpfen werdet Ihr in diesem blitzschnellen 2D-Dungeon-Crawler zuhauf. Doch schnelle Finger allein reichen nicht: Wer in Wizard of Legend erfolgreich sein will, braucht auch Strategie, Entdeckerwillen und Beharrlichkeit. Erfolg definiert sich hier wie in den guten alten Zeiten – als Bits nicht nur Bohrmaschinenzubehör, sondern auch wichtige Verkaufsargumente für Spielekonsolen waren. Spielen, lernen, scheitern. Spielen, lernen, scheitern. Ein kompletter Durchgang dauert zwar nur etwa eine Stunde – bevor Ihr den Endboss zu Gesicht bekommt, werdet Ihr aber sicher einige Dutzend Mal scheitern. Schließlich müsst Ihr Euch zuvor in einem einzigen Anlauf durch sechs Stages, ihre jeweiligen Minibosse und drei große Bosskämpfe prügeln! Der Clou an der Sache: Die Stages werden bei jedem Spieldurchgang aus Versatzstücken neu zusammengewürfelt; zudem ändert sich mit jedem Durchgang die Reihenfolge der Bosskämpfe und Themenwelten (Erde, Feuer, Eis), was für optische Abwechslung sorgt und Euch genug Trainingseinheiten mit jedem Boss beschert.

Ganz so Old School ist Wizard of Legend dann aber doch nicht, als dass es bei Eurem Erfolg lediglich auf Eure Skills ankäme: So schaltet Ihr mit erspielten Kristallen insgesamt 128 Angriffszauber und 178 Relikte (Charakterboni) frei. Drei Zauber und ein Relikt dürft Ihr vor Spielbeginn festlegen, weitere bekommt Ihr während des Spiels – beispielsweise bei in den Levels aufgespürten Händlern oder als Belohnung für besiegte Bosse. Welche Items Ihr in welchem Level findet, hängt vom Zufall ab, sodass Ihr Euren Spielstil stets ein wenig anpassen müsst. Das ist spannend und motivierend, geht aber mit einem großen ­Wermutstropfen einher: Vor dem Kaufen und Anlegen der Items zeigt Euch das Spiel nämlich nur deren Symbol und Bezeichnung an; die Eigenschaften erfahrt Ihr erst in Eurem Inventar. Das wäre bei 20 Items noch okay; bei 306 dagegen ist es schlicht frustrierend, nervig, schlecht – zumal Ihr Euch meist nur eines von mehreren zur Wahl stehenden Items leisten könnt und einige davon sogar mit negativen Effekten belegt sind. Selbst mit Notizblock und Online-Guides lässt sich dieser Mangel nur bedingt ausgleichen. Wenn Ihr über dieses Ärgernis hinwegsehen könnt, Euer spiele­risches Können auf die Probe stellen wollt und Freunde von ­Action-Spielen klassischer Machart seid, dann solltet Ihr Euch Wizard of ­Legend aber nicht entgehen ­lassen!

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