Wrath Unleashed – im Klassik-Test (PS2 / Xbox)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: Zwei mittelprächtige Hälften machen kein tolles Ganzes: Dass das Grundprinzip von Wrath Unleashed einiges an Potenzial hat, bewies die offensichtliche Inspiration Archon bereits zu C64-Zeiten. Doch beim modernen Abkömmling vermag der Funken nicht so recht zu zünden. Das strategische Vorgehen auf den verschiedenen Hex-Spielbrettern fällt zwar dankbar einsteigerfreundlich aus, entpuppt sich aber zugleich auf Dauer langatmig und zäh. Das wiederum gilt nicht für die Kampfsequenzen, denen dafür einiges an Tiefe abgeht: Die Duelle der mystischen Kreaturen verkommen häufig zu simplem Gehacke, bei dem der ­gewinnt, der die Knöpfe schneller malträtiert – treten ungleich starke Paarungen an, wird’s zwangsläufig noch schlichter. Das uninspirierte ­Geschehen wird von einer ordentlichen, aber unspektakulären Optik illustriert, die auf der PS2 ­einen Tick öfters ins Ruckeln kommt. Als nervig erweisen sich die ständigen Ladepausen bei den Phasenwechseln. So bleibt Wrath Unleashed ein ambitionierter Genremix für anspruchslosere Strategie-Novizen, der die vorhandenen guten Ansätze nur mittelmäßig zu nutzen vermag.

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