
Seite 1
| Spiel: | WWE All Stars |
| Publisher: | THQ |
| Developer: | THQ |
| Genre: | Sport |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3, Wii |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 6 / 2011 |
Ein neues Wrestling-Spiel von THQ? Im Frühjahr? Werden wir jetzt zweimal jährlich mit annähernd gleichen SmackDown vs. RAW-Episoden überhäuft? Keineswegs, für WWE All Stars zeichnet das Entwickler-Studio THQ San Diego statt Yuke’s verantwortlich und die Programmierer pfeifen auf aktuelle Kader, Physikspielereien und realistische Optik. Stattdessen kommen die rund 30 aktuellen Superstars und legendären Helden aus der Vergangenheit mit einer Extraportion Steroide daher, mit ihrem betonartigen Haar und den glänzenden Muskeln erinnern sie an die Spielzeugfiguren aus den 1990ern.
So aufgepumpt und übertrieben sich die Sportler präsentieren, so abgehoben ist auch das Geschehen im Ring. Entweder befördert Ihr Euren Gegner mit einfachen Schlagkombinationen im Stil eines Tekken in die Luft oder Ihr werft ihn mit Wucht auf die Bretter. So füllt sich Eure Energieleiste, die mit der Zeit mächtige Signature- und Finishing-Moves erlaubt. Dann färbt sich die Umgebung grau und Euer Alter Ego knöpft sich seinen Kontrahenten mit meterhohen Würfen und spektakulären akrobatischen Einlagen vor. So simpel sich WWE All Stars in der Offensive steuert, so knifflig gestalten sich die Konter: Mit den Schultertasten wehrt Ihr Schläge und Griffe ab, für Reversals, mit denen Ihr bei Attacken des Gegners den Spieß umdreht, muss Euer Timing bis auf die Millisekunde stimmen. Umso ärgerlicher, dass genau dieser Punkt in der Anleitung keine Beachtung findet, zumal die KI bereits auf der normalen Schwierigkeitsstufe sehr häufig selbst kontert.
In Sachen Spielmodi und Langzeitmotivation gibt sich die Arcade-Klopperei grundsolide. Im ’Path of Champions’ stellt Ihr Euch in drei Kampagnen entweder dem Undertaker, D-Generation X oder Randy Orton entgegen. Die jeweilige Story besteht aber nur aus zehn Kämpfen mit unterschiedlichen Bedingungen, die ab und an durch comichafte Videosequenzen unterbrochen werden. Nicht nachvollziehbar gestaltet sich hier das Speichersystem, das nur einen Spielstand für diese Spielvariante erlaubt. Ihr könnt also nicht mehrere Kampagnen gleichzeitig beginnen. Im ’Fantasy Warfare’-Modus spielt Ihr nacheinander eine Vielzahl vorgefertigter Matches, die ikonische Charaktere von damals und heute gegenüberstellt. So klärt Ihr zwischen Big Show und Andre the Giant, wer der mächtigste Ringer der WWE ist, und fechtet zwischen Mr. Perfect und The Miz aus, wer das Prädikat ’perfekt’ wirklich verdient hat. Als Belohnung winken Kostüme, Arenen und weitere Wrestler. Zusammengeschnittene TV-Aufnahmen aus der WWE- und WWF-Zeit leiten die Duelle stimmungsvoll ein. Dazwischen locken mit Steel Cage, Tornado Tag Team und Extreme Rules verschiedene Matchvarianten mit bis zu vier Kontrahenten, Inferno- oder Backstage-Schlachten gibt es ebenso wie den Royal Rumble nicht. Dafür stellt Ihr im internen Editor Eure eigenen Charaktere zusammen und füllt so die Lücken im Kader.
Mit seinen quälend langen Ladezeiten nagt WWE All Stars an den Spielernerven. Warum müssen wir nach den Einmärschen der Sportler und bei Neustarts ewig auf den Beginn der Handgreiflichkeiten warten? Die Berechnung von zwei bis vier Figuren in relativ kleinen Umgebungen muss heutzutage schneller vonstatten gehen! Die PSP- und Wii-Fassungen des Spiels kämpfen mit dem gleichen Problem. Optisch zieht die Version für Nintendos Bewegungskonsole deutlich den Kürzeren.


![Dissidia 012 [duodecim] Final Fantasy – im Klassik-Test (PSP)](https://www.maniac.de/wp-content/uploads/2026/07/dissidia-012-duodecim-ff-TEST-218x150.jpg)



![Dissidia 012 [duodecim] Final Fantasy – im Klassik-Test (PSP)](https://www.maniac.de/wp-content/uploads/2026/07/dissidia-012-duodecim-ff-TEST-150x150.jpg)



