Tekken 3D – Prime Edition – im Test (3DS)

0
625
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Ein 3D-Handheld-Beat’em-Up mit über 40 Kämpfern und der bewährt genialen Tekken-Spielbarkeit – ‘Heiligsch Blechle’, entfährt es da dem geneigten Schwaben, der seiner Verwunderung ob des Umfangs dieses Prügelspiels Luft machen möchte. Leider ist dies nur die eine Seite der Medaille: Zwar hat Entwickler Arika tatsächlich den gesamten Charakter-Cast von Tekken 6 auf das 3DS-Modul gehievt, dafür wurde bei den Spielmodi an allen Ecken und Enden gespart: Story-Modus? Nächste Frage bitte. Arcade-Variante? Vielleicht ein andermal. Teamkämpfe? Pfff. Minispiele? Fehlanzeige. Nicht mal ein (grottiger) Straßenprügel-Modus? Nein! Tekken 3D bietet nichts von alledem und speist Euch stattdessen mit einem Survival-Modus ab, bei dem Ihr eine Reihe von CPU-Fightern hintereinander abfertigen müsst. Im zweiten Solo-Modus kloppt Ihr immer stärker werdende Gegner kaputt und levelt Euren Fighter auf.

Ansonsten wird bis auf einen Trainings-Modus (samt der üblichen Optionen) und den Versus-Duellen nichts geboten. Ebenfalls schade: Im Gegensatz zum PSP-Ableger Dark Resurrection werden jetzt zwei Module für Mensch-gegen-Mensch-Partien benötigt. Die laufen ruckelfrei, allerdings ist die 3D-Darstellung deaktiviert. Der Verlust hält sich in Grenzen, weil der Tiefeneffekt ohnehin unspektakulär ist.

Neu sind die Tekken-Karten – ganz offenbar Arikas Idee, um die StreetPass-Funktion einzubinden. Auf den Karten befinden sich Charakterbildchen oder Kampfposen – wer andere Tekken 3D-Besitzer trifft, freut sich über die Tauschfunktion.

Bei Street Fighter IV 3D Edition und Dead or Alive Dimensions hat man sich die Idee abgeschaut, auf dem Touchscreen Buttons einzublenden, um komplexe Moves locker hervorzuzaubern. Vorbildlicherweise dürft Ihr diese frei konfigurieren.

Kommen wir zum auf dem Modul enthaltenen, computeranimierten Film Blood Vengeance, der schon bei Tekken Hybrid für PS3 dabei war. Der Streifen bleibt doof und langweilig, dafür ist das Bild sogar auf dem 3DS richtig gut.

» 41 spielbare Kämpfer (25 Kerle, 8 Damen, 5 Tiere, 2 Roboter und 1 Baum)
» Steuerung pro Charakter einstellbar
» keine Wiederholung am Kampfende
» Film Blood Vengeance hat im Gegensatz zum PS3-Tekken Hybrid nur englischen Ton und zuschaltbare deutsche Untertitel

Matthias Schmid meint: Tekken 3D wirkt wie ein Schnellschuss, der unbedingt zum Launch einer Konsole fertig werden musste. Das an sich grandiose Grundgerüst mit den zig coolen Fightern und dem klasse Kampfsystem aus Tekken 6 (samt ’Rage’-Feature) wird von der Modi-Armut torpediert. 2012 muss ein Vollpreis-Prügelspiel einfach mehr bieten als schnöde Duelle gegen stärker werdende KI-Dödel. Ein weiterer Detailmangel ist die fehlende Option, die Rundenzeit auf unendlich zu stellen. Technisch sieht das anders aus: Die Figuren sind ansprechend detailliert, die Fights flutschen mit 60 Bildern pro Sekunde über den Schirm. Die Tekken-Sammelkarten wiederum sind mir schnuppe.

In puncto Spielmodi fies beschnittenes Prügelspiel, das aber beim Kampfsystem und den Charakteren sehr viel zu bieten hat.

Singleplayer76
Multiplayer
Grafik
Sound
0 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen