Pid – im Test (PS3)

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Pid – ein Spiel der Extreme: Auf der einen Seite ist es extrem kreativ (sowohl optisch als auch spielerisch), auf der anderen Seite aufgrund vermeidbarer Patzer im Spieldesign extrem frustrierend. Hier cleveres Leveldesign, da Trial&ampError. Wolltet Ihr den Entwickler gerade noch herzen, möchtet Ihr im nächsten Moment einen Shitstorm auf ihn loslassen. Treffen würde dieser das schwedische Studio Might and Delight. Das steckt Euch in seinem Software-Debüt in die Haut des kleinen Kurt: Auf einem fremden Planeten gestrandet, möchte dieser eigentlich nur nach Hause. Was wie ein konventionelles Jump’n’Run beginnt, entwickelt sich schnell zum kreativen Puzzle-Plattformer, nachdem Kurt auf ein geheimnisvolles Juwel gestoßen ist. Mit diesem kann er bis zu zwei Strahlen auf feste Objekte werfen. Betritt Kurt einen dieser Strahlen, schwebt er in die entgegengesetzte Richtung. Das gilt allerdings nicht nur für den kleinen Protagonisten, sondern auch für bestimmte Objekte und die meisten Gegner – einfallsreiche Rätsel und Hüpfpassagen sind die Folge, die sich aufgrund der anfangs eingeschränkten Kontrollen leider nicht sehr flüssig spielen.

Erst nach mehreren Spielstunden – Kurt findet dann eine Steinschleuder – seid Ihr in der Lage, die Strahlen wirklich gezielt zu platzieren. Einfacher macht dies das Spiel aber nicht, denn aufgrund der kniffligen und nicht immer fair designten Jump’n’Run-Abschnitte richtet sich Pid klar an erfahrene Spieler. Frustresistente Naturen beißen die Zähne zusammen und erfreuen sich an einem durchweg abwechslungsreichen Spiel, das Euch immer wieder mit neuen Ideen überrascht, aus denen andere Entwickler gleich mehrere Spiele gemacht hätten. So bekommt Ihr beispielsweise erst nach sieben Spielstunden Zugriff auf einen Beutel mit Kies, mit dem Ihr – ähnlich wie in The Unfinished Swan – verborgene Plattformen sichtbar macht. Dummerweise werden viele Ideen nur angerissen und innerhalb der zehnstündigen Geschichte nicht weiter verfolgt. Im Laufe der spannend erzählten Geschehnisse füllt Kurt seinen Rucksack mit weiteren nützlichen Items und greift unter anderem auf Zeit- und Rauchbomben oder einen tödlichen Laserstrahl zurück, mit deren Hilfe er sich nicht nur der unterschiedlichsten Gegner entledigt, sondern der Welt auch ihre unzähligen Geheimnisse abringt. Der spielerische Reiz des Erkundens tritt dabei oft in den Hintergrund, denn die Schweden beweisen nicht nur in Sachen Spielmechanik Kreativität. Audiovisuell begeistert Pid mit außergewöhnlichem Art-Design, skurrilen Charakteren und einem verträumten Soundtrack.

Stilvoller Puzzle-Plattformer, der unter einigen frustrierenden Momenten und teils zickiger Steuerung leidet.

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