Assault Suit Leynos – im Test (PS4)

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Der Quasi-Nachfolger Cybernator fand auch hier viele Freunde, doch das Original-Leynos von NCS/Masaya für Mega Drive schaffte es 1990 nicht nach Europa (in den USA hieß das Actionspiel Target Earth). Wie damals absolviert Ihr in der PS4-Neuauflage an Bord eines mehrere Meter hohen Mechs in der Seitenansicht acht zusammenhängende Missionen, die eine durchgehende Geschichte im Anime-Stil der 1980er erzählen. Ihr wählt zwischen drei Waffen, flitzt per Boost durch die Levels und zerlegt Gegner mit einem saftigen Faustschlag aus nächster Nähe. Wer blindlings voranstürmt, wird von den schießwütigen Gegnerhorden innerhalb von Sekunden pulverisiert. Sinnvoller ist es da, die Eigenheiten der zahlreichen freispielbaren Waffentypen zu verinnerlichen, Missionen überlegt und systematisch anzugehen, gelegentlich zu warten, bis sich Eure Panzerung regeneriert hat, und vor allem regelmäßig den Schild einzusetzen, mit dem Ihr gegnerische Angriffe blockt.

Nach heutigen Maßstäben ist die Schwierigkeit knackig, aber im Vergleich zum Original von 1990 noch entgegenkommend – davon könnt Ihr Euch im ”Classic”-Modus überzeugen. Der enthält zwar nicht die Pixelgrafik des Mega-Drive-Spiels, dafür aber dessen gnadenloses Balancing. Außerdem mit an Bord: Die gescannte Anleitung des Originals und zahllose Design-Dokumente des Remakes und der Version von 1990. Schade nur, dass die Texte dieser faszinierenden Dokumente nur auf Japanisch vorliegen. Und wer noch etwas Geduld mitbringt: Im September erscheint eine verpackte Fassung.

Thomas Nickel meint: Meine ersten Anläufe waren niederschmetternd: Ständig wurde ich schon nach wenigen Metern von Gegnern zerlegt. Umdenken ist angesagt: Waffen wollen klug eingesetzt werden, eine eher defensive Spielweise ist oft von Vorteil. Man sollte sich vom Effektgewitter auf dem Bildschirm nicht zu sehr ablenken lassen – manchmal seht Ihr vor lauter Explosionen Eure eigene Spielfigur nicht mehr! Nach etwas Einspielzeit steigt die Motivation in ungeahnte Höhen: Die knackige Spielbarkeit der frühen 16-Bit-Jahre wurde exzellent auf die PS4 übertragen. Auch wenn das Spiel technisch nicht vom Hocker haut, so gefallen Farbwahl und liebevolle Details wie umherfliegende Patronenhülsen. Allzu umfangreich ist Leynos nicht, aber vor allem eingefleischte 16-Bit-Veteranen fühlen sich wie in goldenen Mega-Drive-Zeiten.

Vor allem am Anfang knüppelhartes und wuchtiges Mech-2D-Spektakel mit viel Langzeitmotivation.

Singleplayer77
Multiplayer
Grafik
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Ghost of Sparta
27. September 2016 15:13

Tipp: Zur Zeit bei play-asia als US-Retail für PS4 für 17, 99 $ im Angebot! Zuschlagen, dir Leit!

26. September 2016 23:14

[quote=Shadolf]

Habs mir grad geordert =-).
Wer auf solche Spiele steht sollte sich unbedingt Gigantic Army holen, dass macht auch mal richtig Laune. Steel Strider ist auch vom gleichen Schlag.

[/quote]Fette Sache. Danke für die Empfehlungen 🙂

Shadolf
26. September 2016 22:33

Habs mir grad geordert =-).Wer auf solche Spiele steht sollte sich unbedingt Gigantic Army holen, dass macht auch mal richtig Laune. Steel Strider ist auch vom gleichen Schlag.

Lincoln_Hawk
26. September 2016 21:36

Garnicht so schlecht muss mir das mal auf yt jetzt ansehen!

26. September 2016 16:53

Finds super. Habs als Japanische und Deutsche Version im Regal 🙂 Und wenn man das hier mag, unbedingt auch Gunhound Ex auf PSP spielen. Oder umgekehrt.