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| Spiel: | Splinter Cell |
| Publisher: | Ubisoft |
| Developer: | Ubisoft |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | GBA |
| Erhältlich für: | GBA |
| USK: | |
| Erschienen in: | 7 / 2003 |
Grandiose Lichteffekte, riesige Polygonwelten und hochspannende Einsätze – die 128-Bit-Inkarnationen von Sam Fishers Agenten-Abenteuer setzen Genre-Maßstäbe. Kein Wunder, dass Ubi Softs Schleich-Ikone nun auch in GBA-Gefilden wildert. Hierfür wurde die komplexe Spielmechanik freilich dezent vereinfacht: Ihr durchstreift zwar dieselben zehn Einsatzgebiete wie bei den großen Konsolenbrüdern, müsst Euch allerdings mit zweidimensionaler Bitmap-Darstellung abfinden. Auf coole Agentengimmicks braucht der Handheld-Fisher jedoch trotz Optik-Schrumpfkur nicht verzichten: So schaut Ihr Euch via Schultertaste mit einer stilisierten Haftkamera im Level um oder nutzt Nacht- wie Wärmesicht zum Aufspüren von Feinden und Laserbarrieren.
Kommt Euer Pixel-Spion ungeachtet dieser Tricksereien dennoch mal nicht voran, hilft ein Griff ins knappe Waffen-Inventar: Während die simple Knarre einzelne Widersacher abmurkst, nebeln Rauchgranaten gleich ganze Bereiche respektive rumstehende Wachmänner ein. Solch rüde Vorgehensweise widerspricht aber eigentlich dem Naturell eines Infiltrations-Experten. Ergo solltet Ihr in den verschachtelten Szenarien tunlichst unentdeckt bleiben und Sams akrobatische Versteck-Manöver nutzen: Auf Knopfdruck kraxelt der Digi-Held an Rohren empor, hangelt über Abgründe, seilt sich an Wänden herab, hüpft über Hindernisse oder zwängt sich in abgedunkelte Nischen. Besonders letztgenannte Option will weise eingesetzt werden, denn surrende Kameras quittieren unachtsames Spiel mit sofortigem Großalarm. Heulen die Sirenen los, müsst Ihr den Spuk schnellstens wieder Abschalten – sonst heißt’s ‘Game Over’. Für Abwechslung im nervenaufreibenden Stealth-Alltag sorgen kleine Action-Passagen: Mal sollt Ihr einen flüchtigen Hacker verfolgen, ein anderes Mal rechtzeitig aus einem gefluteten U-Boot flüchten oder Verschwörer von Hausdächern snipern.
Ob derart vielfältiger Aufgabenstellungen werden GBA-Söldner jederzeit vom Hauptquartier unterstützt: Euer Vorgesetzter gibt via Texteinblendung Hinweise, ein Menü-Bildschirm klärt über ausstehende Missionsziele auf. Müsst Ihr anfänglich nur bestimmte Orte erreichen, kommen später komplexere Aufträge hinzu: Da wollen dann beispielsweise Computer gehackt oder Tresore aufgebrochen werden. Letzteres bewältigt Ihr (ebenso wie das Öffnen von abgeschlossenen Türen) in einem Minispiel: Per Schultertasten ordnet Ihr unter Zeitdruck Zahnräder so an, dass Euer Dietrich durchpasst.







